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Business-blogger mit täglichen Nachrichten und Themenbeiträgen von Industrie-und Handelskammern (IHK ) aus Deutschland und Österreich.

Mittwoch, 14. April 2021

IHK Südthringen zur Testangebotspflicht: "Testen gegen Corona nur erfolgreich, ...

IHK Südthringen zur Testangebotspflicht: "Testen gegen Corona nur erfolgreich, wenn Belegschaften Testangebote der Arbeitgeber auch annehmen müssen"

Vor dem Hintergrund der geänderten Corona-Arbeitsschutzverordnung und der infolge ergänzten Testangebotspflicht für Unternehmen sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Ralf Pieterwas: „Die IHK Südthüringen unterstützt grundsätzlich die Strategie, durch verstärktes Impfen und Testen den Lockdown abzulösen – und damit auch die Schließung von Branchen und Innenstädten. Dass die Wirtschaft dazu ihren Beitrag leisten muss, stellen wir nicht infrage. Allerdings kann das Testen nur zum Erfolg führen, wenn die Belegschaften die Testangebote der Arbeitgeber auch annehmen müssen. Hier braucht es die gleiche Konsequenz, wie beispielsweise beim Betreten von Schulen.

Wir begrüßen, dass es gelungen ist, das Testen weitgehend dokumentations- und damit bürokratiefrei in den Unternehmen abwickeln zu können. Hinsichtlich der Kosten für die Tests sollte jedoch ein unkompliziert einzuführendes Steuermodell als akzeptable Lösung nachgeschoben werden. Getreu dem Motto „wer bestellt, muss auch bezahlen“, sollte ein Modell, wie man es beim Abzug von Handwerkerleistungen von der Steuerschuld der Einkommenssteuer kennt, das Mittel der Wahl sein. Dies würde die Akzeptanz der Testpflicht in der Wirtschaft noch einmal deutlich steigern.

Letztlich erwarten die Unternehmen, dass sich in der Politik endlich Vertrauen in die ausgerufene Impf- und Teststrategie breitmacht – und damit Wirtschaft und Gesellschaft nach einem Jahr Lockdown endlich wieder aufatmen.“

Industrie- und Handelskammer Südthüringen
Hauptgeschäftsstelle
Bahnhofstraße 4 – 8 • 98527 Suhl

Freitag, 2. April 2021

IHK macht sich für Modellstadt Wiesbaden stark.

 

Einzelhandel, Gastronomie und Kulturschaffende leiden seit Monaten massiv unter den Folgen der Pandemie und einer fehlenden Öffnungsstrategie. „Wir unterstützen die Pläne der Stadt Wiesbaden, hessische Modellstadt zu werden und dadurch Lockerungen zu ermöglichen, sehr. Das wäre ein großer Schritt in die richtige Richtung und ein mutmachendes Signal. Wir hoffen, dass damit der Weg für weitere Kommunen in der Region bereitet wird“, sagt IHK-Präsident Dr. Christian Gastl. „Unsere von der Krise gebeutelten Mitgliedsunternehmen wollen wieder anpacken. Sie möchten Ihre Ideen einbringen und verantwortungsvoll in die Umsetzung kommen. Gerade als Landeshauptstadt könnte Wiesbaden vorangehen und zeigen, dass Wirtschaft und Gesundheitsschutz in Einklang zu bringen sind.“

Viele Unternehmen in der Wirtschaftsregion Wiesbaden setzen große Hoffnung in die Pläne der Stadt.

Ilka Guntrum, Modegeschäft Elle&Lui - Moden und Vorsitzende der Werbegemeinschaft Wiesbaden Wunderbar, sagt dazu: „Wir sind komplett verzweifelt, jeden Tag verlieren wir Geld. Die Werbegemeinschaft Wiesbaden Wunderbar fordert daher ein schnelles Umsetzen des Projekts Modellstadt zu werden. Das wäre ein wichtiger Schritt, insbesondere da sich Hessen bei den Öffnungsregeln bisher an den landesweiten Inzidenzen orientiert, im Gegensatz zu Rheinland-Pfalz.“

Auch Thomas Bollmeyer, GALERIA Karstadt Kaufhof Filialgeschäftsführer und Leiter Verbund Wiesbaden, setzt auf die Modellstadt-Pläne: „Wir begrüßen den Vorstoß Wiesbaden zur Modellstadt machen zu wollen. Unsere GALERIA Warenhäuser haben auf die Herausforderungen der Pandemie schnell mit umfassenden und auch vielfach überprüften und für sehr gut befundenen Hygienekonzepten reagiert.“

Bollmeyer, der auch Mitglied in der  Taskforce Innenstadt der IHK Wiesbaden ist, stellt außerdem fest:  „Click & Reserve, Click & Meet, Flächenbegrenzung, Umgang mit Mietern, für die andere Regeln gelten – alles kein Problem! Und tatsächlich hat nicht nur der Handel insgesamt bewiesen, dass er kein Pandemietreiber ist, was auch das Robert Koch-Institut bestätigt hat, sondern auch unsere eigenen Zahlen sprechen eine klare Sprache: Wir können Hygiene!“

Und IHK-Präsident Dr. Christian Gastl fügt abschließend hinzu: „Unsere Unternehmen stehen für die Modellstadt Wiesbaden bereit. Gemeinsam wollen wir wieder mehr Lebensqualität in die Region bringen und das auf sicherem Weg.“

IHK Wiesbaden | Wilhelmstraße 24 - 26 | 65183 Wiesbaden

Samstag, 27. März 2021

Saarkonjunktur - Aufwärtstrend weiter intakt.


Geschäftserwartungen deutlich verbessert  - Mit Beginn des Frühlings hat sich die Stimmung in der Saarwirtschaft weiter aufgehellt. Das signalisieren die Meldungen der Unternehmen zu ihrer aktuellen Geschäftslage und zu den Aussichten für die kommenden sechs Monate. Der IHK-Lageindikator verharrte im März mit 14,8 Zählern in etwa auf dem Niveau des Vormonats. Zwar sind die Lageeinschätzungen in Teilen der Saarindustrie abermals kräftig gestiegen, im Dienstleistungsgewerbe erzielten die Einschätzungen jedoch einen neuen Tiefstand. Deutlich verbessert haben sich dagegen die Aussichten der Saar-Unternehmen für die kommenden sechs Monate. Mit einem Sprung um 4,9 Punkte auf nunmehr 8,8 Zähler erreichte der IHK-Erwartungsindikator seinen besten Wert seit Mai 2018. Dahinter stehen steigende Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe sowie die Hoffnungen im Handel, nach dem erfolgten Re-Start Mitte März wieder durchstarten zu können. „Zwar ist das Vorkrisenniveau noch immer nicht erreicht, doch die Meldungen der Unternehmen stimmen zuversichtlich, dass sich die Saarkonjunktur weiter stabilisiert.

Während die exportorientierte Industrie weiterhin Rückenwind aus China und den USA erhält, müssen die konsumnahmen Branchen nach wie vor die Last der Pandemie schultern. Inwiefern Nachholeffekte den Erholungskurs stützen und damit auch im Dienstleistungssektor eine Rückkehr zur Normalität ermöglichen, hängt von der erfolgreichen und damit vertrauensstiftenden Eindämmung des Infektionsgeschehens ab. Grundlage dafür ist ein intelligenter Mix wirkungsorientierter Maßnahmen aus hochfrequentem Testen, einer raschen Steigerung der Impfquoten und digitaler Kontaktnachverfolgung. Mehr Tempo bei der Digitalisierung in den saarländischen Gesundheitsämtern ist daher unerlässlich.“ So kommentierte IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Frank Thomé die Ergebnisse der März-Umfrage der IHK Saarland, an der sich rund 300 Unternehmen mit rund 100.000 Beschäftigten beteiligten.

Insgesamt bewerten derzeit 35 Prozent der befragten Unternehmen ihre Geschäftslage mit gut, 45 Prozent mit befriedigend und 20 Prozent mit schlecht. Gut laufen die Geschäfte vor allem in der Elektroindustrie, in der Medizintechnik sowie mit Abstrichen auch wieder in Teilen der Automobilwirtschaft. Überwiegend befriedigend ist die Lage im Ernährungsgewerbe, in der Gummi- und Kunststoffindustrie, der Keramikindustrie, im Maschinenbau, bei den Gießereien und im Stahlbau. In der Stahlindustrie ist die Lage weiterhin angespannt.

Im Dienstleistungsgewerbe berichten 71 Prozent der befragten Unternehmen über gute oder befriedigende Geschäfte. Gute Geschäfte vermelden die Versicherungsbranche und die IT-Wirtschaft. Bei den Banken, den unternehmensnahen Dienstleistern und im Verkehrsgewerbe ist die Lage überwiegend befriedigend. Nach wie vor äußerst schwierig ist die Lage in Hotellerie und Gastronomie, in der Freizeit- und Kulturwirtschaft sowie im Einzelhandel. „Die Unternehmen sind trotz Re-Start weit von den Vor-Corona-Umsätzen entfernt, auch deshalb, weil der Branche die Kunden aus Frankreich und Luxemburg fehlen. Die Politik bleibt daher gefordert, den Einzelhandel weiter zu unterstützen, um drohende Insolvenzen abzuwenden“, so Thomé.

Agenda für neues Wachstum!

In den kommenden sechs Monaten dürfte der Aufschwung an der Saar nach und nach Fahrt aufnehmen. 19 Prozent der Unternehmen erwarten bessere, 71 Prozent gleichbleibende und zehn Prozent schlechtere Geschäfte. Mehr Besser- als Schlechtermeldungen kommen insbesondere aus der IT-Branche sowie aus der Medizintechnik, der Stahlindustrie sowie der Gummi- und Kunststoffindustrie. Im Fahrzeugbau und bei den Banken überwiegt dagegen die Skepsis. „Die Bundesregierung sollte bereits jetzt die wirtschaftspolitischen Weichen für die Zeit nach Corona stellen und bestehende Wachstumsbremsen lockern, etwa mit einer Unternehmenssteuerreform, verbesserten Abschreibungsmöglichkeiten und schnelleren Genehmigungsverfahren. All dies würde zusätzliche private Investitionen stimulieren und die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft stärken“, so Thomé.

IHK Saarland
Franz-Josef-Röder-Straße 9 | 66119 Saarbrücken

Montag, 15. März 2021

Zehn Jahre nach Fukushima - Brauchen mehr Tempo bei erneuerbaren Energien und Netzausbau.

15.03.2021. Anlässlich des 10. Jahrestags der Reaktorkatastrophe von Fukushima am 11. März weist die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. auf die bestehenden Herausforderungen durch den Ausstieg aus der Kernkraft hin: „Der Ausstieg aus der Kernenergie ist gesellschaftlich gewünscht. Die Energiewende ist aber noch weit entfernt von ihrem Vollzug. Die Stromversorgung Bayerns, die bis Anfang 2011 zu mehr als 50 Prozent auf Kernenergie beruhte, steht weiterhin vor großen Herausforderungen“, sagte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Um die Versorgungssicherheit im Freistaat zu gewährleisten, ist daher für die vbw neben einem ambitionierten Ausbau der erneuerbaren Energien auch der schnellstmögliche Bau der geplanten Übertragungsleitungen nötig. Der Kohleausstieg erhöht hier die Dringlichkeit noch.

Stromversorgung Bayerns steht nach Kernkraft-Ausstieg weiter vor großen Herausforderungen

 

„Bund und Länder müssen sich auf allen politischen Ebenen entschieden für den schnellstmöglichen Ausbau des Übertragungsnetzes einsetzen“, fordert Brossardt. Beim Ausbau der erneuerbaren Energien müssen Hemmnisse dringend beseitigt werden. „Ich denke hier an die Abstandsregeln bei Windenergie an Land, zu lange Genehmigungsverfahren und Klagen durch Umweltschutzorganisationen. Wer die Energiewende will, muss auch ertragen, dass sie stattfindet. Bei den Kosten gilt: Niedrige Strompreise steigern nicht nur die Attraktivität des Standorts, sondern sind auch der beste Treiber für klimafreundliche, häufig strombasierte Technologien. Im Sinne niedriger Strompreise müssen die Stromsteuer gesenkt, die Netzentgelte bezuschusst und die EEG-Umlage nach 2022 weiter abgebaut und mittelfristig unter die Fünf-Cent-Marke gedrückt werden. Das ist wichtig, um vor allem den industriellen Mittelstand sinnvoll zu entlasten“, so Brossardt weiter.

 

Für eine erfolgreiche Energiewende ist auch der Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft von großer Bedeutung. „Wasserstoff leistet einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele, insbesondere bei der Dekarbonisierung der Industrie. Wasserstoffbasierte Technologien werden weltweit an Bedeutung gewinnen und neue Wertschöpfungspotenziale für die deutsche High-Tech-Industrie schaffen“, ergänzt Brossardt.

 

Die letzten beiden bayerischen Kernkraftwerke werden bis Ende 2021 (Gundremmingen C) bzw. Ende 2022 (Isar 2) abgeschaltet. Nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima im März 2011 hatte die Bundesregierung die Verkürzung der Laufzeiten beschlossen. Acht Anlagen wurden sofort stillgelegt, die verbleibenden Reaktoren wurden beziehungsweise werden sukzessive vom Netz genommen.

ibw – Informationszentrale der Bayerischen Wirtschaft e. V.
Max-Joseph-Straße 5
80333 München

Mittwoch, 10. März 2021

40 m²-Regelung im stationären Einzelhandel vorläufig außer Vollzug - Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Saarlouis.


IHK begrüßt Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Saarlouis - Corona-Rechtsverordnung des Landes rasch anpassen und Wettbewerbsverzerrungen beseitigen! Die IHK begrüßt die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Saarlouis, die 40 m²-Regelung im stationären Einzelhandel vorläufig außer Vollzug zu setzen. Zugleich appelliert die Kammer an die saarländische Landesregierung, die Rechtsverordnung des Landes zur Bekämpfung der Corona-Pandemie vom 6. März 2021 rasch anzupassen. „Die Entscheidung des OVG ist konsequent und richtig.

Es bestanden erhebliche Zweifel an der Rechtmäßigkeit, einzelne Branchensegmente zu privilegieren. Darüber hinaus hat das RKI den Anteil des Einzelhandels am Gesamtinfektionsgeschehen als niedrig eingestuft. Insofern war es unverhältnismäßig, weiten Teilen des saarländischen Einzelhandels durch restriktive Zugangsbeschränkungen eine weitere Sonderlast aufzubürden. Das Urteil bietet nun auch eine Chance, durch die notwendige Anpassungen der Rechtsverordnung die bestehenden Wettbewerbsverzerrungen gegenüber Rheinland-Pfalz zu beseitigen und die Gefahr eines Shopping-Tourismus zu verhindern“, so IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Frank Thomé.
IHK Saarland
Franz-Josef-Röder-Straße 9 | 66119 Saarbrücken

Montag, 8. März 2021

IHK fürchtet Wettbewerbsverzerrungen bei Öffnung des Einzelhandels - handwerkernachrichten.com

Zu den Öffnungen des Einzelhandels in Mainz am Montag erhalten Sie nachfolgend ein Statement von Dr. Christian Gastl, Präsident der IHK Wiesbaden. Für Fragen dazu melden Sie sich jederzeit. "Für die Händler ist es kaum erklärbar, dass Geschäfte in Mainz wieder öffnen dürfen, in Wiesbaden aber nicht. Gerade bei benachbarten Landeshauptstädten sind solche Unterschiede nicht nur für die Unternehmen ein Problem, sondern auch für den Gesundheitsschutz. Denn es steht jetzt zu befürchten, dass es zum Shopping-Tourismus über den Rhein kommt. Für die Wiesbadener bedeutet das zudem einen Wettbewerbsnachteil - damit werden Betriebe, die eigentlich alle in der gleichen Notlage sind, gegeneinander ausgespielt.

Bei den Lockerungen wäre eine stärkere Abstimmung zwischen unmittelbar benachbarten Ländern sinnvoll, damit die Regeln auch noch nachvollzogen werden können. Im Beschlusspapier von Bund und Ländern steht wörtlich: 'Mit den benachbarten Gebieten mit höheren Inzidenzen sind gemeinsame Absprachen zu treffen, um eine länderübergreifende Inanspruchnahme der geöffneten Angebote möglichst zu vermeiden.' Wir fragen uns, wie das hier umgesetzt werden soll."

IHK Wiesbaden | Wilhelmstraße 24-26 | 65183 Wiesbaden.

Warnstreiks sind unverhältnismäßige Stimmungsmache in schweren Zeiten.


08.03.2021 - Brossardt: „IG Metall offensichtlich nicht an baldiger Einigung interessiert“ - Der vbm – Verband der Bayerischen Metall- und Elektro-Industrie e. V. kritisiert die Warnstreiks der IG Metall Bayern. „In der derzeitigen Corona-Krise sind Streiks vollkommen unverhältnismäßig und standortgefährdend, denn sie fallen in eine Zeit mit ungewisser Entwicklung der Corona-Pandemie, Kurzarbeit und notwendigem Beschäftigungsabbau. Gleichzeitig sind in manchen Betrieben Lieferketten durch Teileunterversorgung unterbrochen. Wenn jetzt Unternehmen bestreikt werden, die froh um jeden Auftrag sind, dann widerspricht das dem von der IG Metall ausgesprochenen Ziel der Beschäftigungssicherung vollkommen. Eine derartige Eskalation mitten in der Krise zeigt, dass die IG Metall Besonnenheit sowie Maß und Mitte verloren hat. Wir fordern die Beschäftigten auf, an den Standort zu denken. Organisationspolitische Interessen der Gewerkschaft dürfen nicht eine rasche und friedliche Einigung für die Beschäftigung konterkarieren“, fordert vbm Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Das tarifliche Durchschnittsentgelt in der M+E-Industrie beträgt rund 63.000 Euro im Jahr. Die Arbeitgeber in Bayern haben bereits Mitte Februar der IG Metall einen Lösungsvorschlag unterbreitet, der neben einer Einmalzahlung auch eine Entgelterhöhung für das Jahr 2022 enthält. Insbesondere berücksichtigt das Angebot die starke Heterogenität der M+E Industrie. „Der vbm ist bereit, zur Begleitung der Transformation im Strukturwandel gemeinsam mit der IG Metall optionale tarifliche Regelungen für die Betriebe zu entwickeln. Auch zur Beschäftigungssicherung stehen wir für Lösungsvorschläge bereit, die über die gegenwärtige Krisensituation hinaus Bestand haben“, so Brossardt. Der vbm verknüpft dieses Angebot mit der Vereinbarung einer automatischen Differenzierung zur Kostenentlastung für Betriebe in der Krise.

Der vbm sieht eine unnötige Stimmungsmache durch die IG Metall. Verfolgt sie doch in der Tarifrunde das Ziel der Beschäftigungssicherung, hat gleichzeitig aber den bestehenden Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung gekündigt. Die IG Metall möchte weiter eine unbefristete Übernahme der Auszubildenden, hat aber ebenfalls die bereits seit dem Jahr 2012 bestehende tarifvertragliche Verpflichtung zur unbefristeten Übernahme der Auszubildenden gekündigt. „Wenn die IG Metall Ihre Forderungen als klug und wohl durchdacht bezeichnet, im selben Atemzug die Forderungen und Überlegungen der Arbeitgeber zur Lösung des Tarifkonflikts als ‚frech‘ bezeichnet, passt das nicht zusammen und ist wenig konstruktiv“, findet Brossardt.

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie auf die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Unternehmen zeigt sich der vbm enttäuscht, dass die IG Metall an einer Durchsetzung ihres Forderungspakets durch Streiks festhält. „Das ist absolut unverständlich. Viele Unternehmen müssen zunächst verloren gegangene Umsätze wieder aufholen. Zumal die Tarifentgelte seit 2018 um 8,3 Prozent gestiegen sind, von einem Reallohnverlust also absolut keine Rede sein kann“, erklärt Brossardt.

ibw – Informationszentrale der Bayerischen Wirtschaft e. V.
Max-Joseph-Straße 5
80333 München

Sonntag, 7. März 2021

Gastronomie, Hotellerie und Veranstaltungsbranche noch immer ohne Perspektive - Öffnungsszenarien viel zu komplex und teilweise verwirrend.


04.03.2021 - Bund-Länder-Beschlüsse sind unzureichend und wenig praktikabel .Thomé: „Wichtige Branchen noch immer ohne Perspektive“ . - Die Industrie- und Handelskammer des Saarlandes (IHK) sieht die jüngsten Beschlüsse von Bund und Ländern zur weiteren Pandemiebekämpfung kritisch. „Zwar begrüßen wir, dass es nun endlich konkrete Öffnungsszenarien gibt. Diese sind aber zum einen viel zu komplex und teilweise verwirrend. Zum anderen gehen sie auch nicht weit genug“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Frank Thomé. So seien wichtige Branchen noch immer ohne Perspektive. „Für Gastronomie und Veranstaltungsbranche sind die Aussichten auch nach den jüngsten Beschlüssen wenig ermutigend. Gleiches gilt für die Hotellerie. Wir hätten uns hier deutlich mehr gewünscht, zumal diese Branchen bereits hohe Investitionen in leistungsfähige Hygienekonzepte getätigt haben und sich das Infektionsgeschehen damit verantwortbar kontrollieren ließe“, so Thomé. Auch im stationären Einzelhandel wäre nach Ansicht der IHK deutlich mehr möglich gewesen. „Der Lebensmitteleinzelhandel zeigt täglich, dass er kein Infektionsherd ist und dass sich Ansteckungen mit konsequenten Hygienekonzepten verhindern lassen. Dies ließe sich auf andere Geschäfte übertragen und mit intelligenter IT-Unterstützung verknüpfen“, so Thomé.

Vermehrtes Testen probates Mittel zur Kontrolle des Infektionsgeschehens – weitere Belastungen für Unternehmen vermeiden
Vermehrtes Testen ist nach Ansicht der IHK ein effektives Mittel, das Infektionsgeschehen gezielter einzudämmen. Allerdings sollten weitere Belastungen für die Wirtschaft vermieden werden. Thomé: „Viele Unternehmen sind längst an der Grenze dessen angekommen, was sie noch leisten können, ohne ihre Existenz zu gefährden. Ein flächendeckendes Testangebot für Arbeitnehmer kann deshalb nur mit Augenmaß und Unterstützung durch die Politik eingeführt werden“. Die bereits mit der Testung von Grenzpendlern gemachten Erfahrungen müssten hierbei unbedingt berücksichtigt werden. „Hier zeigt sich gerade, wie komplex und teuer die Organisation eines solchen Testregimes ist – gerade für die kleineren Unternehmen. Bei der Umsetzung einer solchen Idee stellen sich schnell sehr viele praktische und rechtliche Fragen, für die noch Antworten gefunden werden müssen“. In den jetzt anstehenden Gesprächen zwischen Politik und Wirtschaft gelte es daher, realistische und praktikable Lösungen zu finden. „Die derzeit genutzten Antigen-Schnelltests, die nur durch geschultes Personal angewandt werden dürfen, werden diese nun flächendeckend benötigte Lösung sicher nicht bieten – Selbsttests hingegen stellen hierfür eine gute Perspektive dar“, so Thomé.
Die IHK begrüßt den Vorstoß von Ministerpräsident Tobias Hans, dem Saarland zum Schutz vor weiterer Verbreitung von Mutationen zusätzliche Kontingente an Impfdosen zur Verfügung zu stellen. In der Grenzlage zum Virusvariantengebiet Moselle könne so ein wertvoller Beitrag zur Aufrechterhaltung des integrierten Wirtschaftsraumes geleistet werden.

IHK Saarland
Franz-Josef-Röder-Straße 9 | 66119 Saarbrücken

Mittwoch, 3. März 2021

Unternehmerinnen erwarten heute eine nachvollziehbare Corona-Öffnungsstrategie.

Öffnungsstrategie muss Planungssicherheit geben - Die Unternehmerinnen erwarten von dem Treffen der Ministerpräsident*innen mit der Kanzlerin am 3. März eine nachvollziehbare Öffnungsstrategie, um Unternehmen mehr Planungssicherheit zu geben. Konkrete Vorschläge der Unternehmen liegen als Ergebnis des Wirtschaftsgipfels mit dem Bundeswirtschaftsminister vor. Für die Unternehmerinnen ist entscheidend, dass:

  • Bund und Länder gemeinsame bundesweite und wissenschaftlich fundierte Kriterien festlegen, unter denen Öffnungen möglich sind und transparent ist, in welchem Verfahren Öffnungsentscheidungen getroffen werden,
  • die einheitliche Umsetzung der Öffnung länder- und regionalspezifisch abhängig von der pandemischen Situation und den Gegebenheiten vor Ort erfolgt,
  • sich Öffnungsschritte nicht an Branchen orientieren, sondern an nachvollziehbaren Kriterien und der Umsetzung von strengen Hygiene- und Schutzstandards in den Betrieben,
  • Selbsttests und Antigen-Schnelltests endlich für alle verfügbar sind,
  • die Impfungen durch bessere Kommunikation und Organisation beschleunigt werden und
  • die lückenlose Kontaktnachverfolgung verbessert wird, z.B. durch den Einsatz von geeigneten digitalen Technologien oder weiterer personeller Ressourcen von Drittanbietern.

 


Es ist gut, dass sowohl die Überbrückungshilfe III als auch die Neustarthilfe mittlerweile beantragt werden können. Wichtig ist nun eine schnelle Auszahlung der Gelder, um die Liquidität der Unternehmen zu sichern. Gleichwohl sind auch die Gelder der Neustarthilfe – sofern sie denn fließen – für betroffene Unternehmerinnen nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Um diese Unternehmer*innen zielgerichtet zu unterstützen, braucht es einerseits zwingend einen kalkulatorischen Unternehmerlohn, damit sie ihre Lebenshaltungskosten stemmen können sowie andererseits die generelle Ausweitung der Neustarthilfe.

Des Weiteren können eine Ausweitung des Verlustrücktrags auf mindestens zwei Jahre für Unternehmen sowie eine bessere private Verlustverrechnung unmittelbar Liquidität und damit auch Investitionen ermöglichen. Eine weitere steuerliche Maßnahme, die die Unternehmerinnen des VdU ausdrücklich unterstützen, ist die geplante Befreiung von Sachspenden an gemeinnützige Organisationen von der Umsatzsteuer.

Unternehmer*innen sollen zudem bei der Notbetreuung in Schulen und Kitas berücksichtigt werden. Denn solange diese nur mit begrenzten Kapazitäten öffnen, sind Unternehmerinnen mit kleinen Kindern dreifach belastet: Sie kämpfen um das Überleben ihrer Unternehmen, schaffen flexible Arbeitsmodelle für ihre Mitarbeiter*innen, die Familienangehörige betreuen müssen und kümmern sich gleichzeitig um die eigenen Kinder.

 


Verband deutscher Unternehmerinnen e.V. (VdU)
 www.vdu.de

Über den VdU
Im Verband deutscher Unternehmerinnen e.V. (VdU) sind rund 1.800 Unternehmerinnen organisiert. Die Unternehmerinnen erwirtschaften zusammen einen Jahresumsatz von 85 Milliarden EUR und beschäftigen über 500.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Deutschland. Seit 65 Jahren setzt der VdU sich erfolgreich dafür ein, dass die Stimme der Unternehmerinnen in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft angemessen Gehör findet.

Donnerstag, 25. Februar 2021

Digitaler Impfnachweis wird normales Leben schneller ermöglichen.


25.02.2021 - Impfen, testen und öffnen - Mang: „ Bund und Länder müssen jetzt Handy-App organisieren. Geschäftsreisende brauchen fälschungssichere Lösung, die weltweit akzeptiert wird. - Bund und Länder müssen jetzt einen digitalen Impfnachweis organisieren, damit alle gegen Covid-19 geimpften Menschen schneller wieder ein weitgehend normales Leben führen können. Zu warten, bis alle ein Impfangebot erhalten, also etwa bis September, dauerte viel zu lange. Wer geimpft ist, soll selbstverständlich auf Reisen gehen dürfen. Bund und Länder müssen jetzt mit Hilfe privater Unternehmen eine App-basierte sichere Lösung fürs Handy organisieren“, sagte Wolf Mang, Präsident der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) anlässlich der heutigen Pressekonferenz der Landesregierung zur Öffnungsstrategie und mit Blick auf das Treffen der Länderchefs mit der Kanzlerin nächste Woche.

Gerade für Geschäftsreisen zu Standorten und Kunden im Ausland brauche die exportstarke hessische Wirtschaft einen weltweit akzeptierten Impfnachweis, der fälschungssicher und einfach zu nutzen sei. Dafür reiche der gelbe Impfpass auf Papier nicht aus, sagte Mang und warnte: „Für Geschäftsleute kann das existenzentscheidend sein. Immer mehr Staaten und Airlines werden einen Impfnachweis verlangen.“ Wichtig sei, jetzt in die Planung und Umsetzung zu gehen, damit eine elektronische Lösung binnen einiger Wochen zur Verfügung stehe. Dazu müssten alle Impfstellen frühzeitig an die entsprechende digitale Infrastruktur angebunden werden.

Außerdem bekräftigte Mang die VhU-Forderung, die Quarantäneauflagen in Nachgang zu beruflichen Auslandsreisen praxistauglicher zu gestalten und zu verringern: „Die Quarantäneregeln wirken abschreckend. Sie sind überzogen und epidemiologisch nicht begründbar und müssen rasch korrigiert werden.“ Zügig durchimpfen sei das Gebot der Stunde. Die VhU begrüße, dass die Landesregierung die Priorisierung beim Vergabeverfahren ab dem 5. März anpasse und neben den über 70-Jährigen dann Impfungen u. a. für niedergelassene Ärzte und das medizinische Personal zulasse.

Er erneuerte die Aufforderung der VhU an die Landesregierung, ab März alle Geschäfte unter strikter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln inklusive Kontrollen wieder zu öffnen. Mang begrüßte die Strategie von Bund und Ländern, die Schnelltests massiv auszuweiten, und regte die Einbeziehung betriebsärztlicher Dienste an: „Für die Umsetzung innerbetrieblicher Schnelltestverfahren bei Beschäftigten stehen die betriebsärztlichen Dienste bereit. Sobald alle Risikogruppen mit Impfstoffen versorgt sind, könnten künftig die mehr als 12.000 Ärztinnen und Ärzte in Betrieben analog zur jährlichen Grippeschutzimpfung beim Start einer flächendeckenden Impfstrategie unterstützen.“


VhU
Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e. V.
Emil-von-Behring-Straße 4
60439 Frankfurt

Dienstag, 23. Februar 2021

Coronafolgen - Saarwirtschaft braucht wirtschaftsfreundliche Steuer- und Energiepolitik.


24.02.2021 - Erneut gespaltenes Konjunkturbild  - Unter dem Eindruck des nochmals verlängerten Lockdowns hat sich die siebenmonatige konjunkturelle Erholung der Saarwirtschaft im Februar abgeschwächt. Das signalisieren die Meldungen der Unternehmen zu ihrer aktuellen Geschäftslage und zu den Aussichten für die kommenden sechs Monate. Der IHK-Lageindikator verharrte mit 14,5 Zählern in etwa auf dem Niveau des Vormonats. Zwar konnten die Lageeinschätzungen in Teilen der Saarindustrie abermals zulegen, im Dienstleistungsgewerbe ist dagegen die Bodenbildung noch nicht erreicht. Mit 6,6 Zählern erzielen die Einschätzungen hier sogar den schwächsten Wert seit Beginn der monatlichen Konjunkturumfragen. Etwas verbessert haben sich dagegen die Aussichten der Saar-Unternehmen für die kommenden sechs Monate. Der IHK-Erwartungsindikator stieg leicht um 1,5 Punkte auf nunmehr 3,8 Zähler. Er liegt damit zum dritten Mal in Folge im positiven Bereich. Dahinter stehen im Wesentlichen die Hoffnungen im Handel und bei verbrauchernahen Dienstleistern, die Geschäftstätigkeit im Laufe des Frühjahrs wieder aufnehmen zu können.

„Die Meldungen der Unternehmen zeigen ein nach wie vor tief gespaltenes Konjunkturbild. Während die Auslastung in der Industrie weiter zunimmt, dürfte im Dienstleistungssektor eine Rückkehr zur Normalität nur langsam vonstattengehen. Damit bleibt die Politik gefordert, die Unternehmen zu unterstützen und zugleich eine klare Perspektive für einen Re-Start der vom Lockdown betroffenen Branchen aufzuzeigen. Nur das schafft neues Vertrauen und Zuversicht. Unter der Voraussetzung, dass das Infektionsgeschehen weiter abflacht, bestehen vor allem wegen der anziehenden Weltkonjunktur gute Chancen, dass die Saarwirtschaft wieder Fahrt aufnimmt und 2021 zu einem Aufholjahr wird.“ So kommentierte IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Frank Thomé die Ergebnisse der Februar-Umfrage der IHK Saarland, an der sich rund 300 Unternehmen mit rund 100.000 Beschäftigten beteiligten.

Insgesamt bewerten derzeit 33 Prozent der befragten Unternehmen ihre Geschäftslage mit gut, 48 Prozent mit befriedigend und 19 Prozent mit schlecht. Rund laufen die Geschäfte vor allem in der Elektroindustrie sowie in der Medizintechnik. Überwiegend befriedigend ist die Lage im Ernährungsgewerbe, in der Gummi- und Kunststoffindustrie, der Keramikindustrie, dem Maschinenbau, dem Fahrzeugbau, im Stahlbau sowie in der Bauwirtschaft. Bei den Gießereien und in der Stahlindustrie ist die Lage trotz fortgesetzter Belebung noch immer angespannt.

Im Dienstleistungsgewerbe berichten 71 Prozent der befragten Unternehmen über gute oder befriedigende Geschäfte. Gute Geschäfte vermelden die Versicherungsbranche und die IT-Wirtschaft. Bei den Banken, den unternehmensnahen Dienstleistern und im Verkehrsgewerbe ist die Lage überwiegend befriedigend. Nach wie vor äußerst schwierig ist die Lage in weiten Teilen des stationären Einzelhandels, in der Hotellerie und Gastronomie sowie in der Eventbranche. „Zahlreiche Unternehmen haben ihr Eigenkapital und ihre Liquiditätsreserven aufgebraucht und stehen unmittelbar vor der Insolvenz“, so Thomé.

Wachstumsimpulse setzen!

In den kommenden sechs Monaten wird sich die Saarwirtschaft weiterhin in schwierigem Fahrwasser befinden. 17 Prozent erwarten bessere, 69 Prozent gleichbleibende und 14 Prozent schlechtere Geschäfte. Mehr Besser- als Schlechtermeldungen kommen insbesondere aus der IT-Branche sowie aus der Medizintechnik, dem Maschinenbau, der Stahlindustrie sowie der Gummi- und Kunststoffindustrie. Im Fahrzeugbau, bei den Gießereien und im Dienstleistungssektor überwiegt dagegen die Skepsis. „Die Bundesregierung sollte jetzt rasch mit einer wirtschaftsfreundlichen Steuer- und Energiepolitik sowie mit mehr Tempo bei der Umsetzung der digitalen Agenda in die Offensive gehen. Dies würde sowohl die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen als auch die binnenwirtschaftlichen Wachstumskräfte stärken“, so Thomé.

IHK Saarland
Franz-Josef-Röder-Straße 9 | 66119 Saarbrücken

4. März 2021 - IHK Wiesbaden lädt ein zum virtuellen Speed-Dating.


Jetzt Speed geben für den Ausbildungsplatz  – Aufruf für Jugendliche und Betriebe: „Jetzt anmelden und kennenlernen“. Mit Speed zum Ausbildungsplatz: Beim digitalen IHK-Speed-Dating am Donnerstag, 4. März, haben Schulabgänger die Chance, sich direkt vorm eigenen Rechner ihrem Wunschunternehmen vorzustellen und eine Ausbildung mitzunehmen – und Betriebe können in kurzer Zeit eine ganze Reihe von Bewerbern kennen lernen. Dabei haben sie immer genau eine Viertelstunde Zeit, sich voneinander zu überzeugen – dann geht’s weiter zum nächsten Online-Date. Die Anmeldungen gehen jetzt in den Endspurt, noch sind Plätze frei:

Bewerber und Betriebe können sich auf der Plattform www.ihk-wiesbaden.de/ausbildung2go kennen lernen und direkt Termine für digitale Vorstellungsgespräche vereinbaren.

„Wir freuen uns, dass sich jetzt schon mehr als 100 Jugendliche angemeldet haben“, sagt Senay Kaya-Geisler, Projektleiterin für das IHK-Speed-Dating. „Wer noch dabei sein will, sollte jetzt mit wenigen Klicks dazukommen.“ Denn die Bewerber haben die Chance, sich in kurzer Zeit eine ganzen Reihe von Betrieben vorzustellen –  einfach, schnell und digital.  „Das Prinzip ist ähnlich wie bei einer Dating-App“, erläutert Senay Kaya-Geisler: „Betriebe und Bewerber legen ihre Profile an, suchen passende Partner, chatten – und wenn beide Seiten Interesse haben, machen sie ein Online-Date aus.“ Dabei sollten Bewerber von Anfang an versuchen, zu überzeugen: „Ein paar Mindestangaben gehören schon dazu – es reicht nicht, nur seinen Namen einzutragen und dann zu denken, dass so schon ein Date zustande kommt“, stellt die IHK-Projektleiterin klar. „Wer ein Bewerbungsfoto einstellt oder Interessen und Hobbies nennt, erhöht seine Chancen auf ein Gespräch.“

Die IHK Wiesbaden stellt die Plattform zur Verfügung, auf der Unternehmen und Bewerber mit nur wenigen Klicks Termine buchen können. Dabei können Betriebe alle Ausbildungsplätze einstellen, die für 2021 noch offen sind – und ebenso bereits Stellen für das kommende Jahr und Praktikumsplätze anbieten. Wenn sie Profile von Bewerbern interessant finden, können sie Likes vergeben, Kontakt aufnehmen und Termine fürs digitale Kennenlernen vereinbaren – damit Azubis und Betriebe auch in der Coronakrise zusammenfinden.

Ansprechpartnerin für das digitale Speed-Dating bei der IHK Wiesbaden ist Senay Kaya-Geisler, Telefon 0611 1500-128, s.kaya-geisler@wiesbaden.ihk.de..

IHK Wiesbaden | Wilhelmstraße 24-26 | 65183 Wiesbaden

Duales Studium bleibt ein Erfolgsmodell.


23.02.2021 - Das duale Studium an den bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften bleibt auch im Corona-Jahr ein Erfolgsmodell. „Besonders im Hinblick auf den akuten Fachkräftemangel ist das duale Studium ein wichtiges Instrument zur Nachwuchssicherung. Das duale Studium setzt genau hier an und gewährleistet eine praxisnahe und zugleich akademische Ausbildung von Fachkräften, die direkt an den Erfordernissen des Unternehmens ausgerichtet ist“, sagte Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.. - Im zu Ende gehenden Wintersemester stieg die Anzahl der dual Studierenden und der Unternehmenspartner in Bayern weiter an. Waren im Wintersemester 2007/2008 bayernweit 1.200 dual Studierende eingeschrieben, sind es nun bereits über 8.300 dual Studierende. In Bayern sind weiterhin knapp 59 Prozent aller dual Studierenden in einem ausbildungsintegrierenden Verbundstudium eingeschrieben. Auch in diesem Semester sind Studiengänge mit einem Anteil von 54 Prozent im Bereich Technik, Informatik und Informationstechnologie am stärksten nachgefragt.

Neue Praxiskooperationen und Studiengänge im Rahmen der Hightech Agenda Bayern tragen zum Anstieg der dual Studierenden um acht Prozent bei. Auch die Zahl der kooperierenden Unternehmen konnte weiter auf knapp 1.750 vergrößert werden.

Brossardt: „Ausbildung von Fachkräften am Bedarf der Unternehmen ausrichten“

„Dual Studierende erwerben frühzeitig betriebliches Know-how und eine praxisgeprägte Sicht auf die Lerninhalte der Hochschule. Für Unternehmen bietet das duale Studium die Möglichkeit, frühzeitig hochmotivierte und leistungsstarke Nachwuchskräfte an sich zu binden“, ergänzt Brossardt. Die vbw fordert die Politik auf, die finanziellen Ressourcen für das duale Studium in Bayern und die Kapazitäten an den Hochschulen weiter gezielt und bedarfsgerecht zu erhöhen. „Insbesondere das duale Masterstudium muss noch weiter gestärkt werden. Es wird von Unternehmen vor allem als strategisches Personalentwicklungsinstrument genutzt und ist daher für die bayerische Wirtschaft von großer Bedeutung“, so Brossardt weiter.

Noch bis zum 07. März 2021 können sich leistungsstarke Absolvent*innen der staatlichen und kirchlichen Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Bayern, die ein duales Studium unter dem Dach von „hochschule dual“ abgeschlossen haben, für den Dualissimo-Preis bewerben. Die mit bis zu 3.000 Euro dotierten Preise werden von den bayerischen Metall- und Elektroarbeitgeberverbänden bayme vbm sowie der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. gemeinsam mit „hochschule dual" am 05. Juli 2021 im Haus der Bayerischen Wirtschaft vergeben.

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Max-Joseph-Straße 5
80333 München

Samstag, 13. Februar 2021

Hessische Unternehmerverbände fordern besser ausgestattete Berufsschulen.

Kommunalpolitik und Wirtschaft: Gemeinsam für stabiles Gemeinwesen sorgen!  Mang: „Wir brauchen besser ausgestattete Berufsschulen, mehr Wohn- und Gewerbeflächen, eine digitale Verwaltung.“ - Corona-Pandemie und Strukturwandel haben 2020 dazu geführt, dass die Zahl der Erwerbstätigen um über 35.000 Menschen gesunken ist, viele Beschäftigte sind in Kurzarbeit und die Arbeitslosigkeit ist im Januar wieder gestiegen. Die hessischen Unternehmen stellen rund 2,5 Millionen Arbeitsplätze. Mit Blick auf die Kommunalwahl analysiert VhU-Präsident Wolf Matthias Mang: „Je erfolgreicher die Unternehmen nach dem Lockdown sein können, desto mehr Menschen bleiben und werden erwerbstätig und desto höher ist das Steueraufkommen der Kommunen. Nur so können wir gemeinsam für ein stabiles Gemeinwesen sorgen. Wirtschaft und Kommunalpolitik bedingen sich jetzt mehr denn je gegenseitig. Diese Win-win-Gemeinschaft muss gestärkt werden, damit beide Seiten gemeinsam vor Ort erfolgreich sein können. Es ist dringend notwendig, den hessischen Unternehmen attraktive Rahmenbedingungen zu bieten.“ Um Anreize für mehr private Investitionen zu setzen, sollten die Kommunen ein Belastungsmoratorium für Betriebe beschließen. Mang weiter: „Hebesätze von Gewerbesteuer und Grundsteuer dürfen jetzt nicht steigen, sondern sollen mittel- und langfristig möglichst sinken.“

Schon im Juli 2020 hatte die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) ihre Erwartungen für die neue Legislaturperiode nach der Kommunalwahl formuliert. Modernere Ausstattung der Schule, digitale und schnellere Verwaltungen, mehr Flächen für Wohngebiete in Städten sowie für Gewerbe und Industrie, Verdoppelung der Bus- und Bahnangebote, bessere Zusammenarbeit zwischen Jobcentern und Arbeitsagenturen sowie Priorität für Investitionen in den Haushalten – das erwarten die hessischen Unternehmer von den Kommunalpolitikern für die Zeit nach der Überwindung der Corona-Krise. Angesichts der anhaltenden Corona-Krise und des soeben auf den 7. März verlängerten Lockdown haben sich die Dringlichkeiten weiter verschärft. Die wirtschaftlichen Folgen werden für viele Unternehmen immer bedrohlicher, für manche sogar existenzgefährdend. Die Kommunen haben entsprechend hohe Steuerausfälle und Arbeitsplätze sind gefährdet.

„Die Wirtschaft braucht eine leistungsstarke Verwaltung und ein funktionierendes Gesundheits- und Bildungssystem. In diesen drei Bereichen wünschen wir uns eine Digitalisierungsoffensive, die Versäumnisse der letzten Jahre sind offensichtlich. Schulen und vor allem die dualen Ausbildungspartner der Unternehmen, die Berufsschulen, hinken bei der Digitalisierung weit hinter her. Gleiches gilt bei der Digitalisierung von Verwaltungsdienstleistungen. Ganz grundlegend benötigen wir eine Entbürokratisierung und schnellere Genehmigungsverfahren“, so Mang

Mehr Informationen:
Das Positionspapier mit Standpunkten zu 14 Themengebieten ist 2020 im Kreis der 80 VhU-Mitgliedsverbände erarbeitet worden und richtet sich an die Kommunalpolitik in 422 hessischen Gemeinden und 21 Landkreisen. Die Broschüre „Erwartungen der hessischen Wirtschaft an die Politik nach der Kommunalwahl…“ finden Sie unter https://www.vhu.de/kommunalwahlen-in-hessen-2021.html

VhU
Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e. V.
Emil-von-Behring-Straße 4
60439 Frankfurt

 

Freitag, 12. Februar 2021

Bayerische Wirtschaft hält Lieferkettengesetz für überflüssig.


13.02.2021 -  Brossardt: „Aufwand für die Unternehmen auf notwendiges Minimum beschränken“  - Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. begrüßt, dass das geplante Lieferkettengesetz entschärft wurde. Sie betont aber weiterhin, dass das Gesetz überflüssig ist und zur Unzeit kommt: „Die deutschen und bayerischen Unternehmen lassen bei der Einhaltung von Sozial-, Arbeits- und Menschenrechtsstandards entlang ihrer Lieferketten hohe Sorgfalt walten. Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie und des wirtschaftlichen Abschwungs sind weitere Vorschriften, Kosten und bürokratische Hürden Gift für die Unternehmen“, sagte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt zur Einigung der zuständigen Bundesminister. Die vbw begrüßt, dass die zivilrechtliche Haftung der Unternehmen aus dem Gesetz gestrichen wurde. Auch in der „abgestuften Verantwortung“ für den Weg vom Endprodukt zurück zum Rohstoff sieht sie einen Fortschritt gegenüber den bisherigen Gesetzentwürfen. Brossardt: „Es geht auch in die richtige Richtung, dass kleine und mittlere Unternehmen aus dem Geltungsbereich des Gesetzes herausgenommen wurden. Denn gerade für kleine und mittelständische Unternehmen, denen aufgrund der Wettbewerbsposition Einflussmöglichkeiten auf ihre indirekten Geschäftspartner fehlen, ist eine Kontrolle und Haftung bis ins letzte Glied der stark ausdifferenzierten internationalen Liefer- und Wertschöpfungsketten nicht möglich.

Aber es bleibt dabei: Das Gesetz bringt zusätzliche Bürokratie, Kosten und Aufwand für die Unternehmen - auch für größere Unternehmen. Die Bußgeldandrohung ist nicht akzeptabel. Wir wenden uns auch strikt dagegen, dass das Gesetz die Unternehmen unter einen Generalverdacht stellt.“

Die vbw appelliert an den Gesetzgeber, den Aufwand für die Unternehmen auf ein notwendiges Minimum zu beschränken. Dazu gehört zum Beispiel, eine Liste mit Ländern anzugeben, in denen die Rechtsdurchsetzung garantiert ist und daher keine Maßnahmen zur Einhaltung der Sorgfaltspflichten ergriffen werden müssen. "Außerdem muss bei der Ausgestaltung der Sorgfaltspflichten sichergestellt sein, dass kein Aufwand für Unternehmen resultiert, die nicht im direkten Anwendungsbereich des Gesetzes liegen. Sonst kommt es durch die Hintertür für kleine und mittlere Unternehmen zu zusätzlichen Belastungen“, sagte Brossardt.

Die vbw betont, dass der Wirtschaft nicht die Verantwortung übertragen werden kann, die Achtung der Menschenrechte durchzusetzen. „Aufgabe der Unternehmen ist es in der Tat, geltende Gesetze einzuhalten. Die Verbesserung von Rechtsstandards und die Sicherstellung der Rechtsdurchsetzung in den jeweiligen Ländern sind aber originär staatliche Aufgaben“, so Brossardt.

ibw – Informationszentrale der Bayerischen Wirtschaft e. V.
Max-Joseph-Straße 5
80333 München


www.vbw-bayern.de

Donnerstag, 11. Februar 2021

IHK kritisiert Bund-Länderbeschlüsse zur Coronakrise scharf.


Thomé: „Wer Geduld fordert, muss auch echte Perspektiven aufzeigen! - schrittweise Öffnung auch bei Inzidenzwerten über 50 möglich“ - Die Industrie- und Handelskammer des Saarlandes (IHK) kritisiert die aktuellen Beschlüsse der Bund-Länderrunde zur weiteren Pandemiebekämpfung als zu undifferenziert und zu wenig lösungsorientiert. „Die pauschale Verlängerung des flächendeckenden Lockdowns hat die Grenzen der Nachvollziehbarkeit und Geduld in vielen Wirtschaftsbereichen inzwischen überschritten. Statt der geforderten Perspektive einer auf Basis klarer Indikatoren schrittweise erfolgenden Öffnung wurde die Strategie des ‚Weiter so‘ gewählt – hier hätte es differenzierterer und stärker lösungsorientierter Maßnahmen bedurft“, kommentiert IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Frank Thomé.

Die Pandemiebekämpfung sei an einem Punkt angekommen, an dem Durchhalteparolen nicht mehr wirken. Insbesondere hätten die vielen Betriebe, die nun trotz hoher Investitionen in Sicherheit und Infektionsschutz weiterhin nicht öffnen dürfen, Akzeptanz und Vertrauen in die staatlichen Maßnahmen verloren. „Wer Vertrauen und Geduld fordert, muss auch echte Perspektiven aufzeigen. Wir appellieren an die Politik, eine schrittweise Öffnung zu ermöglichen – und zwar auch bei Inzidenzen über 50. Bei Umsetzung umfassender Infektionsschutzmaßnahmen kann die Saarwirtschaft auch dann Sicherheit für Kunden und Mitarbeitende gewährleisten“, so Thomé.

Grundlage der nun erforderlichen Perspektive müsse ein intelligenter Mix wirkungsorientierter Maßnahmen sein. Dazu gehörten insbesondere:

1.) hochfrequentes Testen anhand flächendeckender Schnelltests
2.) medizinische Masken
3.) Erfassung von Kontaktdaten
4.) Flächendeckende Nutzung digitaler Lösungen zur Steuerung von Kundenströmen.

Die IHK appelliert an die Politik, unverzüglich zu handeln. „Gerade im Saarland benötigen wir nun schnellere Lösungen, zumal die wirtschaftliche Entwicklung in unserem Land bereits vor Corona eine Lücke zum Bund aufgewiesen hat, die sich während der Pandemie noch vergrößert hat. Wir können daher nicht auf den nächsten Corona-Gipfel im März warten. Wichtig ist, dass die Stimme der Wirtschaft in die politische Entscheidungsfindung mit einbezogen wird!“, so Thomé abschließend.
IHK Saarland
Franz-Josef-Röder-Straße 9 | 66119 Saarbrücken

 

Mittwoch, 10. Februar 2021

Bundesverband Druck und Medien sieht angekündigte Papierpreiserhöhungen mit Sorge


10.02.2021. In den letzten Wochen haben die Ankündigungen von Preiserhöhungen für Papier, teilweise im signifikanten Ausmaß von 6 bis 8 Prozent, viele Druckdienstleister erreicht. Sie bereiteten auch dem Bundesverband Druck und Medien e.V. (bvdm) als Branchenverband große Sorge, sieht sich doch die Druckindustrie in der aktuellen Krisensituation der Pandemie noch weniger in der Lage, Preiserhöhungen durch Zulieferer an ihre Kunden weiterzureichen. Dabei verkennt der bvdm nicht die schwierige Lage der papierproduzierenden Industrie: Nach deutlichen Anstiegen bei den Rohstoffpreisen (vor allem Zellstoff), die mit Papierpreiserhöhungen bis zu einem Allzeithoch an die Druckereien durchgereicht wurden, gingen die Preise ab Ende 2019 und 2020 deutlich nach unten, so dass beispielsweise beim Bilderdruckpapier Tiefstpreise erreicht wurden. Dieser erfreuliche Trend kehrt sich zurzeit jedoch ins Gegenteil. Pandemiebedingt sind die Frachtkosten im letzten Jahr deutlich in die Höhe geschnellt und der Transport nachvollziehbarer Weise insgesamt beschwerlicher geworden.

Vor allem aber ziehen die Langfaserzellstoffpreise seit Ende des letzten Jahres an. Es ist zu befürchten, dass angesichts der in China längst wieder angesprungenen Volkswirtschaft und der dort für Kurzfasern ‒ im Vergleich zu Europa ‒ deutlich höher gezahlten Preise, die Papierhersteller weitere Preiserhöhungen für Papierlieferungen durchzusetzen versuchen werden.

Vor diesem Hintergrund appelliert der bvdm an die Produzenten, den Bogen nicht zu überspannen. Denn letztlich erwiesen sie sich einen Bärendienst, wenn das Geschäft der Druckereien damit zusätzlich erschwert werden würde. „Wer jetzt in gewaltigen Preiserhöhungen für Papier zukünftige Rohstoffpreissteigerungen vorwegnimmt, eigene Kostenentlastungen bei Strom (gesunkene EEG-Umlage!) außen vor lässt und neue Anläufe für weitere Erhöhungen planen will, sägt an dem Ast, auf dem Papierlieferanten und Druckdienstleister gemeinsam sitzen“, bemerkt der Hauptgeschäftsführer des bvdm, Dr. Paul Albert Deimel.  (bvdm)


Über den bvdm

Der Bundesverband Druck und Medien e. V. (bvdm) ist der Spitzenverband der deutschen Druckindustrie. Als Arbeitgeberverband, politischer Wirtschaftsverband und technischer Fachverband vertritt er die Positionen und Ziele der Druckindustrie gegenüber Politik, Verwaltung, Gewerkschaften und der Zulieferindustrie. Getragen wird der bvdm von acht regionalen Verbänden. International ist er über seine Mitgliedschaft bei Intergraf und FESPA organisiert. Zur Druckindustrie gehören aktuell über 7.200 überwiegend kleine und mittelständische Betriebe mit mehr als 121.000 Beschäftigten..

 

Bundesverband Druck und Medien e.V. (bvdm)
German Printing and Media Industries Federation (bvdm)
Friedrichstraße 194-199           
D-10117 Berlin

 

Technisch anspruchsvolle Zusammenhänge schnell und fehlerfrei erfassen - Mit CAPAdata kostensicher anbieten.


09.02.2021 -CAPAdata von Caparol: intuitive Bedienung, Kalkulation und Konfiguration - Mit CAPAdata_online bietet Caparol seit Jahren ein immer aktuelles und benutzerfreundliches Tool im Internet an. Das Ausschreibungs-, Kalkulations- und Produkt-Informationssystem, das nun grundlegend überarbeitet wurde, bietet neben der verbesserten Bedienfähigkeit weitere sinnvolle Lösungen: bei immer komplexer werdenden Gewerken stellt sich oft die Frage, ob die Textbausteine wohl auf dem neusten Stand sind und die Preise für ein stichhaltiges Angebot aktuell. Hier kann der CAPAdata-Nutzer sicher sein. Zudem gibt es Hinweise auf eventuelle Vorarbeiten, die zu beachten und mit anzubieten sind.

Dabei ist die Nutzung von CAPAdata einfach: die Ausschreibungs- und Informationsplattform beinhaltet neben dialoggeführten LV-Konfiguratoren, vorkonfektionierte Systemaufbauten, technische Datenblätter, Richtpreis- und Kalkulationsangaben zu Zeit, Lohn und Material. Zudem bietet sie eine Vielzahl von Gewerken, darunter Maler- und Lackierarbeiten, Fassaden- und Dämmtechnik sowie Bautenschutz.

Per Drag & Drop besonders schnell und intuitiv ausschreiben

Auch komplexe Gewerke lassen sich mit den dialoggeführten LV-Konfiguratoren sicher und schnell
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Mit CAPAdata arbeitet der Nutzer sicher und dank Drag & Drop besonders schnell und intuitiv. Für eine kurze Einführung oder als Hilfe stehen anschauliche Tutorials bereit. Ein weiteres Plus: Mit nur einem Klick exportieren sie die Ergebnisse und können anschließend bequem in der jeweiligen Handwerker-Software weiterverarbeitet werden. „Caparol gibt dem Handwerker mit dem kostenfreien CAPAdata-online-Programm ein Tool zur Hand, bei dem viel Zeit für Angebote eingespart wird“, so Oliver Junglas, zuständig für Digitales Marketing bei Caparol. Er appelliert an die User: „Haben Sie Fragen oder wünschen Sie eine Schulung, so kontaktieren Sie uns: ausschreiben@daw.de 

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D-64372 Ober-Ramstadt

 

Informatik in der Produktionstechnik - WGP verleiht Otto-Kienzle-Gedenkmünze an Ausnahme-Wissenschaftler.


10. Februar 2021 – Prof. Peter Nyhuis übergibt die Otto-Kienzle-Gedenkmünze an Dr. Marc-André Dittrich (v.l.n.r. Prof. Peter Nyhuis, Leiter des Instituts für Fabrikanlagen und Logistik (IFA) Hannover; Prof. Berend Denkena, Vizepräsident der WGP und Leiter des Instituts für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen (IFW) Hannover; Prof. Bernd-Arno Behrens, Leiter des Instituts für Umformtechnik und Umformmaschinen (IFUM) Hannover; Dr. Marc-André Dittrich, Quelle: Nico Niemeyer, IFW Hannover -  Dr. Marc-André Dittrich nahm am Freitag die goldene Otto-Kienzle-Gedenkmünze entgegen – die renommierte Auszeichnung der WGP, der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Produktionstechnik, dem Zusammenschluss führender Professoren der Produktionstechnik. „Seine extrem schnelle Auffassungsgabe und vor allem sein interdisziplinärer Blick auf die Dinge hat eine ganze Bandbreite an Innovationen nach sich gezogen“, berichtete Prof. Berend Denkena, Vizepräsident der WGP und Leiter des Instituts für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen (IFW) der Leibniz-Universität Hannover. Der Pandemie geschuldet, wurde die Preisverleihung nur in kleinstem Rahmen organisiert. „Insbesondere bei sich selbst optimierenden Fertigungssystemen hat er eine Schnittstelle zur Informatik geschaffen. Neben grundlegenden Aspekten konnten wir durch seine Arbeiten vor allem bei der praktischen Umsetzung der Systeme einen großen Schritt nach vorne machen.“ Mit Blick auf die Digitalisierung „müssen wir uns auf jeden Fall mehr an der Informatik ausrichten, etwa beim Machine Learning“, ergänzt Dr. Marc-André Dittrich. „Wir schauen als Fertigungstechniker noch zu oft nur darauf, was allein aus der Mechanik machbar wäre Die interdisziplinäre Kooperation eröffnet uns hingegen neue Möglichkeiten.“ 

Das Arbeiten an den Schnittstellen der verschiedenen Fachrichtungen treibt er als Leiter des Bereichs „Produktionssysteme“ voran. Hier forschen die Mitarbeiter an der Optimierung von Fertigungssystemen und deren Steuerung: „Unser Ziel ist es, sich selbst optimierende Maschinen und Anlagen zu schaffen“, erläutert der Preisträger. Seit der Übernahme der Leitung während seiner Promotion im Jahr 2015 hat er die Zahl der Mitstreiter von zehn auf 25 erhöhen können – ein in der Kürze der Zeit erstaunlicher Ausbau. „Darauf bin ich schon etwas stolz, aber diese Entwicklung lässt sich nicht auf eine Person herunterrechnen. Das haben wir im Team erreicht.“ Unter anderem hat Dittrich mit seinen Kollegen für die Verstetigung von Entwicklungsarbeiten an einer technologischen NC-Simulation für spanende Fertigungsprozesse gesorgt. Eine eigenständige Abteilung sorgt für deren ständige Weiterentwicklung. Im Exzellenzcluster PhoenixD führt Dittrich darüber hinaus eine Task Group, die sich mit Qualitätsregelkreisen in der Fertigungstechnik beschäftigt: „Daten aus der Fertigung müssen intelligent miteinander verknüpft werden, um zu selbstlernenden Systemen zu kommen, die auch bei kleinsten Losgrößen eine effiziente Fertigung gewährleisten.“

Interdisziplinarität als Leitbild

Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Prozessrobustheit – der thematische Bogen bei Dittrichs Forschungen ist ungewöhnlich weit gespannt. Das Merkmal, das die gesamte Laufbahn von Dittrich kennzeichnet, ist dabei die Interdisziplinarität. „Ich hatte schon in der Schule keine Lieblingsfächer, weil mich alles interessiert hat“, blickt Dittrich zurück. „Ich bin neugierig und schnell begeisterungsfähig – mit allen Vor- und Nachteilen, die das mit sich bringt.“ Seinem Werdegang hat es bislang offensichtlich nicht geschadet. Die Gedenkmünze ist sein dritter größerer Preis, den er erhalten hat – von den verschiedenen Stipendien mal abgesehen.

Bei der langen Reihe herausragender Erfolge bleibt die Frage, wo Dittrich selbst die Höhepunkte seiner bisherigen Laufbahn sieht. „Zunächst einmal gehört mein Studienaufenthalt am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in den USA dazu. Dort ist in mir die Idee herangereift, in die Forschung zu gehen.“ Aufregend sind aber immer wieder das Vorstellen von eigenen Arbeitsergebnissen vor internationalem Fachpublikum. „Meine Ergebnisse zu präsentieren und diskutieren ist vorab immer mit einer gewissen Nervosität verbunden. Aber danach schlägt es um in Glücksgefühle.“ Dem war wohl auch 2019 so bei der Vorstellung des neuen Sonderforschungsbereichs SFB 1368 vor den Gutachtern. „Es war eine große Anerkennung, denn normalerweise machen das gestandene Professoren.“ Und es ist gutgegangen, der SFB wird seit 2020 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert: „Ein ziemlich gutes Gefühl“, meint Dittrich.

Sauerstofffreie Produktion

Aber der Wirtschaftsingenieur war schließlich in seinem Element – im SFB geht es um die interdisziplinäre Forschung, in diesem Fall um Grundlagenforschung zu sauerstofffreien Produktionsprozessen. „Das ist ein absolut spannendes Gebiet“, freut er sich. Er hat die Leitung eines Teilprojekts zur Zerspanung inne. „Wir werden untersuchen, was genau passiert, wenn ohne Sauerstoff zerspant wird: Was passiert an der Schneidkante? Wie wirkt sich das auf die Späne aus beziehungsweise auf den Werkzeugverschleiß?“ Seine Aufmerksamkeit will der Nachwuchswissenschaftler unter anderem auf Titanspäne richten. Titan ist bekanntlich teuer und nicht recycelte Späne sind extreme Verschwendung. „Das IFW arbeitet bereits an Recyclingmethoden, aber das Potenzial zur Wiederverwendung hängt auch mit dem Grad der Oxidation zusammen. Wir wollen Titanspäne direkt recycelbar machen.“ 


Neugier als Antrieb

Aber auch seine Arbeit als Research Affiliate in der Internationalen Akademie für Produktionstechnik (CIRP, Collège Internationale pour la Recherche en Productique) empfindet der 34-Jährige als etwas ganz Besonderes: „Dort arbeite ich auf internationalem Level zusammen mit Leuten, die ihren Job schon lange machen und noch immer für ihn brennen. Das ist sehr anregend“, erzählt Dittrich. Inspirierend scheint der Nachwuchswissenschaftler auch auf Studierende zu wirken. Die Lehrveranstaltungen im Bereich der Fertigung und deren Organisation, die er schon früh übernommen hat, sind jedenfalls beliebt. Hinzu kommt wohl, dass Dittrich stets ein offenes Ohr für seine Zuhörer und Zuhörerinnen hat – selbst, wenn es nichts mit der Vorlesung zu tun hat. „Ich bin während meines Werdegangs immer wieder auf Menschen gestoßen, die mich gefördert und mir weitergeholfen haben. Das möchte ich weitergeben.“

Aber es braucht auch Zeit – neben all den anderen Tätigkeiten. Wie er das alles schafft? „Das ist Neugier und der innere Antrieb, etwas Neues aufzubauen, das kein Strohfeuer ist“, formuliert es der Preisträger. Und dann ist da ja auch noch das Privatleben. „Das funktioniert natürlich nur, wenn man jemanden an seiner Seite hat, der genauso tickt. Meine Frau ist ebenfalls in der Forschung aktiv, das ist ein ganz großes Glück. Wir müssen beide immer mal wieder am Wochenende arbeiten.“ Wenn dann mal wieder irgendwann keine Pandemie ist, sind aber neben Spaziergängen mit seiner Frau auch wieder Fußball-Treffen mit Freunden oder ein Tennis-Match mit dem Kollegen aus dem Büro gegenüber drin – oder der Besuch im Jazzclub Hannover.

Wie es beruflich weitergehen soll? „Zunächst möchte ich meine Habilitation an der Leibniz Universität Hannover abschließen“, sagt Dittrich. „Das Produktionstechnische Zentrum bietet hervorragende Möglichkeiten für die Forschung und ich bin Professor Denkena für die Unterstützung sehr dankbar. Perspektivisch kann ich mir sowohl eine Tätigkeit in der Wirtschaft als auch in der Forschung vorstellen.“ Jetzt hat er jedenfalls erst einmal noch die Leitung eines Arbeitskreises übernommen – im neuen DFG-Schwerpunktprogramm FluSimPro. Es geht um den effizienten Einsatz von Kühlschmierstoffen und die Simulation der Fluiddynamik, auch so ein Schnittstellenthema zu anderen Fachdisziplinen.

 

Cyber-physische Werkzeugmaschine für die Zerspanung, Quelle: Nico Niemeyer, IFW Hannover


Zur Wissenschaftlichen Gesellschaft für Produktionstechnik e.V.:

Die WGP (Wissenschaftliche Gesellschaft für Produktionstechnik e.V.) ist ein Zusammenschluss führender deutscher Professorinnen und Professoren der Produktionswissenschaft. Sie vertritt die Belange von Forschung und Lehre gegenüber Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Die WGP vereinigt 66 Professorinnen und Professoren aus 40 Universitäts- und Fraunhofer-Instituten und steht für rund 2.000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Produktionstechnik. Die Mitglieder genießen sowohl in der deutschen Wissenschaftslandschaft als auch international eine hohe Reputation und sind weltweit vernetzt.

Die Labore der Mitglieder sind auf einem hohen technischen Stand und erlauben den WGP-Professoren, in ihren jeweiligen Themenfeldern sowohl Spitzenforschung als auch praxisorientierte Lehre zu betreiben. Die WGP hat sich zum Ziel gesetzt, die Bedeutung der Produktion und der Produktionswissenschaft für die Gesellschaft und für den Standort Deutschland aufzuzeigen. Sie bezieht Stellung zu gesellschaftlich relevanten Themen von Industrie 4.0 über Energieeffizienz bis hin zu 3D-Druck.

 

WGP – Lyoner Str. 14 - 60528 Frankfurt a.M.

 

Samstag, 6. Februar 2021

12.-19.-23.-26. Februar 2021 Online-Veranstaltungsreihe zur IT-Sicherheit


Den Mittelstand bei der Digitalisierung unterstützen  - Unter dem Motto "#gemeinsamdigital" bietet die IHK-Organisation jeden Monat Online-Informationsveranstaltungen zu einem Schwerpunktthema an. Im Februar dreht sich alles um das Thema „IT-Sicherheit“.

 Start ist am 12. Februar 2021 mit der Vorstellung des neuen BSI-Lageberichts zu IT-Sicherheit. Es folgen „IT-Notfall! Was nun?!“ am 19. Februar und „Erpressungstrojanern einen Strich durch die Rechnung machen“ am 23. Februar. Die Veranstaltungsreihe endet mit dem Vortrag „IT-Sicherheit im Mittelstand – Trends und Tendenzen, Erfahrungen und Handlungstipps“ am 26. Februar.
Online-Veranstaltungsreihe zur IT-Sicherheit -
Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldung über den Terminkalender auf der IHK-Homepage (www.saarland.ihk.de).

IHK Saarland
Franz-Josef-Röder-Straße 9 | 66119 Saarbrücken

 

Dienstag, 19. Januar 2021

Lacke, Lasuren,Holzöle - DAW gewinnt Wettbewerb „Mein gutes Beispiel 2020“.



Ausgezeichnet für nachhaltiges Wirtschaften und gesellschaftliches Engagement - DAW gewinnt Wettbewerb „Mein gutes Beispiel 2020“. - Der Baufarbenhersteller DAW SE gewinnt den Wettbewerb „Mein gutes Beispiel“ in der Kategorie „Großunternehmen“. Die Auszeichnung honoriert die unkonventionelle Lösung des familiengeführten Unternehmens zur Herstellung nachhaltiger Holzveredelungsprodukte auf Basis von Leindotter, die einen zentralen Beitrag zur Stärkung von Biodiversität, Landwirtschaft und nachhaltigem Konsum leistet. Mit dem Preis zeichnen die Bertelsmann Stiftung, der Zentralverband des Deutschen Handwerks, „Die jungen Unternehmer“ und das Reinhard-Mohn-Institut der Universität Witten/Herdecke zum neunten Male vorbildliche Unternehmen für ihre durch innovative und kreative Ideen gelebte Verantwortung aus. Sie gelten als Vorbilder im Sinne eines guten Beispiels und inspirieren mit ihrer gelebten Haltung zur Nachahmung.

„Als Chemikerfamilie haben wir den technischen Fortschritt in unserer Branche an vielen Stellen geprägt. Dabei standen ein verantwortungsvoller Umgang mit den natürlichen Ressourcen sowie der Nutzen für unsere Kunden immer im Vordergrund“, so Dr. Ralf Murjahn, Geschäftsführender Direktor (CEO) der DAW SE und ergänzt: „Diese innovative und nachhaltige Produktstrategie haben wir auch bei unseren Lacken, Lasuren und Holzölen konsequent weiterverfolgt. Mit dem Aufbau einer eigenen, regionalen und umweltschonenden Lieferkette – von der Aussaat auf den Erbsenfeldern bis zur fertigen Lackdose – haben wir mit dem Leindotter-Projekt diesmal einen ganz neuen Weg beschritten. Es steht für mich als gutes Beispiel, wie man mit innovativen Ideen und nachhaltigen Gesamtkonzepten Qualität, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit erfolgreich verbinden kann.“

Für DAW-CEO Dr. Ralf Murjahn ist das Leindotterprojekt ein gutes Beispiel, wie man mit innovativen Ideen und nachhaltigen Gesamtkonzepten Qualität, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit erfolgreich verbinden kann.

Rohstoffgewinnung im Einklang mit der Natur

Am Anfang des Projektes suchten die DAW-Entwickler nach einem nachhaltigen Schutz für Holzoberflächen. Hierbei stießen sie mit dem Leindotter auf eine vergessene Kulturpflanze. „Wir haben schnell gesehen, dass wir mit dieser Pflanze einen Rohstoff für unsere Produkte im größtmöglichen Einklang mit der Natur gewinnen können.“, berichtet Dr. Stephan Ottens, bei DAW verantwortlich für die Entwicklung von Holzlasuren und -ölen. „Darüber hinaus haben unsere Labor- und Bewitterungs-Prüfungen gezeigt, dass sich das aus der Pflanze gewonnene Öl für die Herstellung langlebiger Lasuren und Holzöle sehr gut eignet.“

Dr. Christian Walter, Leiter der Forschung Lacktechnologie bei DAW, ergänzt: „Das Leindotter-Projekt dreht sich um die Aufgabe, Pflanzenöle für die Herstellung von Lacken und Lasuren aus heimischer Agrarindustrie zu gewinnen. Deswegen haben wir uns entschieden, eine lokale Alternative aufzubauen, die etwas für die Biodiversität tut.“ Der Anbau von Leindotter bietet ein besonders ökologisches Plus, da er gemeinsam mit Erbsen angebaut wird und somit in keiner Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion steht. Vielmehr erhöht der Mischfruchtanbau den Gesamtertrag der Fläche und stärkt das Ökosystem.

Positiver Effekt für Insekten

In immer eintönig werdenden Agrarlandschaften erhöht das Leindotterprojekt das Blütenangebot und bietet Insekten – vor allem den immer seltener werdenden Wildbienen, Hummeln und Schwebfliegen - eine attraktive Nahrungsquelle. Um die positiven Effekte des Projekts auch wissenschaftlich mit Fakten zu hinterlegen, begleitet eine Biologin das bis 2022 im Bundesprogramm Biologische Vielfalt vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit geförderte Projekt. Stefanie Götting verantwortet die Studie zur Diversität der Insekten und berichtet, dass bereits im ersten Untersuchungsjahr auf dem Mischfruchtfeld mit Leindotter insgesamt mehr Bestäuber-Arten festgestellt werden konnten als auf einem reinen Erbsenfeld, darunter auch gefährdete Wildbienenarten.

Wandel zu mehr Nachhaltigkeit vorantreiben

Bettina Klump-Bickert verantwortet das bereits mehrfach ausgezeichnete Nachhaltigkeitsmanagement der DAW SE. Sie spannt den Bogen zum unternehmensweiten Ziel: „Unsere Nachhaltigkeitsstrategie unterstützt die Agenda 2030 mit ihren 17 Zielen zu einer nachhaltigen Entwicklung. Das Leindotter-Projekt ist ein gutes Beispiel für Ziel Nummer 12 „verantwortungsvolle Produktions- und Konsummuster“. Wir zeigen auf, wie man mit Know-how, fundiertem Wissen und Mut für Neues den Wandel zu mehr Nachhaltigkeit vorantreiben kann.“

Bettina Klump-Bickert, DAW Nachhaltigkeit, freut sich, dass das Leindotter-Projekt mit Know-how, fundiertem Wissen und Mut für Neues den Wandel zu mehr Nachhaltigkeit vorantreibt.

Aus rund 160 eingesandten Bewerbungen wurde das Nachhaltigkeitsengagement der DAW in der Kategorie "Große Unternehmen" – neben der Deutschen Telekom und Hipp Werk Georg Hipp OHG – von der Jury als herausragend bewertet. Die feierliche Preisverleihung, die ursprünglich Anfang 2021 in der Bertelsmann Repräsentanz in Berlin stattfinden sollte, wurde pandemiebedingt abgesagt und die Preisträger online bekanntgegeben.

 Fotos: © DAW SE

 

Bertelsmann-Stiftung: Mein gutes Beispiel

https://mein-gutes-beispiel.de/de/start

Video YouTube

https://youtu.be/p9IF3LjTr_o

Nachhaltigkeit bei DAW

https://www.daw.de/nachhaltigkeit.html

Projekt Leindotter bei DAW

https://www.daw.de/nachhaltigkeit/nachhaltige-produkte/nachhaltige-holzveredelungsprodukte-auf-basis-von-leindotter.html

 

Über das Unternehmen:

DAW SE - Better building performance. Better life. Since 1895.

Die DAW SE mit Hauptsitz im südhessischen Ober-Ramstadt entwickelt, produziert und vertreibt seit 126 Jahren innovative Beschichtungssysteme für Gebäude und den Bautenschutz. Gegründet 1895 und seit fünf Generationen familiengeführt, ist die DAW heute das größte private Unternehmen der Branche in Europa. Seit 2013 hat das Unternehmen die Rechtsform einer nicht börsennotierten europäischen Aktiengesellschaft (SE). Rund 5.900 Mitarbeiter weltweit machen die DAW zum bevorzugten Partner für gesunde, gut designte, effiziente und ökologische Gebäudehüllen und Innenräume. Das Unternehmen erzielte 2019 einen Umsatz von rund 1,4 Milliarden Euro.

Die bekanntesten Marken der DAW sind Caparol und Alpina:

Das Sortiment der Profimarke Caparol reicht von hochwertigen Farben, Putzen, Lacken und Lasuren über energiesparende Wärmedämm-Verbundsysteme (WDVS) bis hin zu Akustiksystemen, dekorativen Innenwandbeschichtungen sowie Produkten für die Baudenkmalpflege.

Die bekannteste Farbenmarke in Deutschland ist Alpina mit maßgeschneiderten Produkten für den Privatkunden, insbesondere weiße und bunte Innen- und Fassadenfarben, ein Kreativsortiment sowie Lacke und Lasuren. Alpinaweiß ist seit Jahrzehnten Europas meistgekaufte Innenfarbe.

Die DAW und ihre Marken wurden mehrfach für ihre innovativen Produkte und ihr Engagement im Bereich Nachhaltigkeit ausgezeichnet. So erzielte das Unternehmen eine Platzierung unter den TOP 3 des Deutschen Nachhaltigkeitspreises 2018, siegte im gleichen Jahr bei den GreenTec Awards und war 2016 und 2017 unter den TOP 3. Die gestalterische Kompetenz des Caparol-FarbDesignStudios wird regelmäßig durch Auszeichnungen des German Design Award und des Iconic Award gewürdigt.

Weitere Informationen und Auszeichnungen unter www.daw.de.

Montag, 18. Januar 2021

Corona-Überbrückungshilfen. Kein Verständnis für bürokratische Antragstellung.

Statement von IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Frank Thomé zu den Nachbesserungen bei den Corona-Hilfen  - Die IHK begrüßt die von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und Bundesfinanzminister Olaf Scholz angekündigten Nachbesserungen bei den Corona-Hilfen. „Dieser Schritt ist richtig, aber auch überfällig. Denn die Liquiditätsreserven vieler vom Lockdown betroffenen Unternehmen sind aufgebraucht. Die Unternehmerinnen und Unternehmer haben in dieser Notlage weder Verständnis für bürokratische Antragstellung, noch für schleppende Auszahlung. Angesichts der verzögerten Auszahlung von Dezemberhilfen ist es nur folgerichtig, die Abschläge für die Hilfen von derzeit 50.000 Euro auf nun 100.000 Euro zu verdoppeln. Zudem stellt die neu geschaffene Option zur Abschreibung verderblicher und nicht verkäuflicher Saisonware für den vom Lockdown besonders betroffenen saarländischen Einzelhandel eine wichtige Entlastung dar.

Besonders hilfreich ist darüber hinaus die Ausweitung des Kreises der Anspruchsberechtigten bei den Überbrückungshilfen, die jetzt auch Einzelhandel, Selbstständige aller Branchen sowie große Unternehmen nutzen können. Nun kommt es aber auch darauf an, die in Aussicht gestellten finanziellen Hilfen rasch auszuzahlen “, so IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Frank Thomé.
IHK Saarland
Franz-Josef-Röder-Straße 9 | 66119 Saarbrücken

 

Donnerstag, 7. Januar 2021

IHK informiert: Südthüringer Arbeitsmarkt reagiert robust auf Corona-Pandemie

 


IHK Südthüringen veröffentlicht Arbeitsmarktdaten - Die Folgen der Corona-Pandemie auf den Südthüringer Arbeitsmarkt halten sich bisher in Grenzen. Der Einsatz von vielfältigen Wirtschaftshilfen, nicht zuletzt der Kurzarbeit und der ausgesetzten Insolvenzregeln, hat dafür gesorgt, dass die hiesige Arbeitslosigkeit im Jahresvergleich 2019/2020 kaum angestiegen ist. Viele Stellen sind sogar unbesetzt. Dies zeigt eine aktuelle Umfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Südthüringen.Die jahresdurchschnittliche Südthüringer Arbeitslosenquote stieg für den Monat Dezember von 4,2 Prozent in 2019 auf 5,0 Prozent in 2020 an. Das ergaben Berechnungen der IHK Südthüringen auf Basis der am 5. Januar 2021 veröffentlichen Arbeitslosenzahlen. Die geringste Arbeitslosenquote im Jahresdurchschnitt erzielt der Landkreis Hildburghausen mit 4,1 Prozent, die höchste Arbeitslosenquote mit 5,9 Prozent die Stadt Suhl – und liegt damit geringfügig besser als der Thüringer Landesdurchschnitt mit 6,0 Prozent.

In Südthüringen waren 2020 durchschnittlich 10.420 Personen arbeitslos gemeldet. Dies sind 1.686 mehr als im Jahr zuvor. Zugleich veränderte sich die Zahl der Erwerbspersonen, also der Summe aus Erwerbstätigen und Arbeitslosen. Sie ging nach IHK-Berechnungen um 985 Personen zurück. Somit ist die Zahl der Erwerbstätigen stärker gesunken als die Zahl der Arbeitslosen gestiegen ist.

„Die Corona-Pandemie hält den demografischen Wandel nicht auf. Die Bevölkerung geht kontinuierlich zurück. Das spürt auch der Arbeitsmarkt: In den letzten 15 Jahren ist die Zahl der Erwerbspersonen nur zweimal gestiegen, in 2007 und in 2019. Dies hinterlässt Lücken in den Unternehmen, die auch innerhalb der Corona-Pandemie sichtbar bleiben. Um im nächsten Aufschwung durchstarten zu können, gilt es mehr denn je, Fachkräfte aus anderen Regionen und dem Ausland für Südthüringen zu begeistern“, mahnt Dr. Ralf Pieterwas, Hauptgeschäftsführer der IHK Südthüringen.

Der IHK-Umfrage zufolge hält jedes zweite Südthüringer Unternehmen Fachkräfteengpässe für ein wirtschaftliches Risiko. Jedes dritte Unternehmen berichtet über offene Stellen, für die keine oder keine geeigneten Bewerbungen eingehen. Bleiben Stellen dauerhaft frei, kann Arbeit nicht umverteilt werden, sondern entfällt. Das schmälert die Betriebsergebnisse, von denen letztlich auch die Einkommen der Mitarbeiter abhängen. Eine Hochrechnung der IHK Südthüringen auf Basis der Angaben der Umfrageteilnehmer zeigt, dass derzeit mehr als 8.000 Stellen unbesetzt sind. Im vergangenen Jahr waren es 15.000 Stellen. Damit fällt die IHK-Hochrechnung höher aus als die gemeldeten offenen Stellen der Agentur für Arbeit. Grund dafür ist, dass nicht alle Unternehmen ihre Stellen melden.

Die Prognose von Dr. Pieterwas: „In den kommenden Monaten wird die Arbeitsmarktentwicklung stocken. Nicht alle Unternehmen überstehen den Lockdown. Die Folge: kurzfristig steigende Arbeitslosigkeit. Allerdings bleiben wir zuversichtlich, dass in der zweiten Jahreshälfte die wirtschaftliche Erholung einsetzt, die spätestens ab Mitte 2022 mit vielen neuen Stellen verbunden sein wird.“


Industrie- und Handelskammer Südthüringen
Hauptgeschäftsstelle
Bahnhofstraße 4 – 8 • 98527 Suhl

Mittwoch, 6. Januar 2021

IHK Saarland: Frist zur Anmeldung von Energieanlagen im Marktstammdatenregister läuft Ende Januar ab


05.01.2021  - Am 31. Januar 2021 läuft die Übergangsfrist für Anmeldungen im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur ab. Bis zu diesem Termin müssen sich alle Betreiber von bestehenden Anlagen erneuerbarer Energien, KWK-Anlagen und Stromspeichern dort registriert haben. Besonders groß ist derzeit noch das Defizit bei den Meldungen von Photovoltaik-Anlagenbetreibern.
Eine Meldepflicht gilt auch für alle stromabnehmenden Unternehmen, die direkt an der Hoch- oder Höchstspannung angeschlossen sind, sowie für alle gasabnehmenden Unternehmen, die direkt mit dem Fernleitungsnetz verbunden sind. Betriebe, die sich nicht bis zum 31.01.2021 registrieren, begehen eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Geldbuße von bis zu 50.000 Euro geahndet werden kann.

Auf der Webseite des Marktstammdatenregisters (https://www.marktstammdatenregister.de/MaStR) wird aktuell auf die hohe Belastung des Systems hingewiesen. Daher kann es zu einer verzögerten Bearbeitung bei der Registrierung kommen. Wartezeiten und Einschränkungen der Dienste bei der Registrierung sollten deshalb eingeplant werden.
Ansprechpartner: Dr. Uwe Rentmeister, e-Mail: uwe.rentmeister@saarland.ihk.de

IHK Saarland
Franz-Josef-Röder-Straße 9 | 66119 Saarbrücken