Business-blogger

Business-blogger mit täglichen Nachrichten und Themenbeiträgen von Industrie-und Handelskammern (IHK ) aus Deutschland und Österreich.

Mittwoch, 12. Dezember 2018

IHK: Berlin hinkt vergleichbaren Wirtschaftsräumen noch immer hinterher


Zur für morgen geplanten Verabschiedung des Nachtragshaushaltes sagt Jan Eder, Hauptgeschäftsführer der IHK Berlin: "Die starke Berliner Wirtschaft und gute konjunkturelle Rahmenbedingungen haben es dem Land ermöglicht, im siebten Jahr in Folge Haushaltsüberschüsse zu erwirtschaften. Was jedoch häufig übersehen wird: die Bruttowertschöpfung in Berlin hinkt vergleichbaren Wirtschaftsräumen noch immer hinterher. Der Überschuss von circa 1,2 Mrd. Euro sollte daher für langfristig wirksame Investitionen genutzt werden. Die Erhöhung konsumtiver Ausgaben ist eine Hypothek auf die Zukunft. Rot-Rot-Grün beginnt mit der Verteilung von Wohltaten, obwohl die Stadt in vielen Bereichen dringend aufholen muss.

Das zeigt sich auch bei der Diskussion um einen zusätzlichen Feiertag. Volkswirtschaftlichen Berechnungen zufolge hätte ein zusätzlicher Feiertag eine Verringerung des Bruttoinlandproduktes von 0,3  Prozent zur Folge. Unter Berücksichtigung der besonderen Berliner Wirtschaftsstruktur wären das rund 160 Millionen Euro. Dass die Politik über den 8. März als zusätzlichen Feiertag nachdenkt, dürfte diese Rechnung sogar noch erhöhen. Denn am 8. März 2019 findet auch die international renommierte Tourismusmesse ITB statt. Wenn die Messegäste dann vor geschlossenen Geschäften stünden, wäre das für Berlin ein ökonomisches Eigentor."

IHK Berlin | Fasanenstraße 85 | 10623 Berlin

Ausbildungsmarkt 2018 - Betriebliches Ausbildungsangebot legt kräftig zu.


Die Bilanz der Ausbildungsmarktentwicklung 2018 hat - gemessen am Zeitraum der letzten zehn Jahre - viele Spitzenwerte hervorgebracht. So stieg das betriebliche Ausbildungsplatzangebot gegenüber dem Vorjahr um +17.800 beziehungsweise +3,2 % an und war mit 574.200 so hoch wie noch nie seit 2009. Auf eine neue Höchstmarke stieg jedoch auch die Zahl der Ausbildungsplätze, die unbesetzt blieben. Mit 57.700 fiel diese mehr als dreimal so hoch aus wie 2009 und lag um +8.700 beziehungsweise +17,7 % höher als 2017. Rein rechnerisch waren die Chancen der jungen Menschen auf einen Ausbildungsplatz so gut wie seit vielen Jahren nicht mehr: Auf 100 Ausbildungsplatznachfragende kamen 2018 rund 97 Angebote.
Die Bemühungen der Wirtschaft, angesichts der zunehmenden Besetzungsprobleme das Interesse junger Menschen nach einer dualen Berufsausbildung zu steigern, hatten bei jungen Männern Erfolg: 384.900 fragten einen Ausbildungsplatz nach - ebenfalls ein neuer Spitzenwert seit 2009. Völlig gegensätzlich verlief allerdings die Entwicklung bei den jungen Frauen: Lediglich 225.100 wurden gezählt, die eine duale Berufsausbildung nachfragten - ein historischer Tiefstand. Dieser Negativrekord dämpfte auch den Zuwachs bei der Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge, die mit 531.400 um +8.100 (+1,6 %) höher ausfiel als im Vorjahr.
Dies sind zentrale Ergebnisse der Analysen des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) zur Entwicklung des Ausbildungsmarktes im Jahr 2018. Sie basieren auf der BIBB-Erhebung über neu abgeschlossene Ausbildungsverträge zum 30. September sowie auf der Ausbildungsmarktstatistik der Bundesagentur für Arbeit (BA).
Laut BIBB-Analysen kommt der Rückgang der Nachfrage bei den jungen Frauen weniger überraschend als die stark gestiegene Nachfrage auf Seiten der jungen Männer. Denn in den letzten Jahren sanken bei beiden Geschlechtern die Schulabgängerzahlen, und bei beiden Geschlechtern setzte sich der Trend zu höheren Schulabschlüssen sowie zum Studium weiter fort. Infolgedessen brach vor allem in den primären Dienstleistungsberufen mit bislang hohen Hauptschülerinnenanteilen die Zahl der Ausbildungsanfängerinnen stark ein. Hierzu zählen zum Beispiel Berufe wie Fachverkäuferin im Lebensmittelhandwerk oder Restaurantfachfrau.
Bei den Männern ist es deutlich stärker als bei den Frauen gelungen, neue Interessentengruppen außerhalb der aktuellen Schulabgängerjahrgänge für die Berufsausbildung zu gewinnen. Hierzu zählen:
• männliche Abiturienten, die im Schnitt nicht so gute Abiturnoten erzielen wie junge Frauen und deshalb verstärkt eine Berufsausbildung in Betracht ziehen,
• männliche Studierende, die im Schnitt häufiger als Frauen ihr Studium abbrechen und anschließend eine duale Berufsausbildung aufnehmen möchten, sowie
• männliche Migranten, die weitaus häufiger unter den jungen Geflüchteten zu finden sind als Migrantinnen und in den letzten drei Jahren zunehmend für eine Berufsausbildung gewonnen werden konnten.
Aufgrund dieser Entwicklungen war es möglich, die Zahl der mit Männern abgeschlossenen Ausbildungsverträge 2018 auf 335.500 zu steigern, 9.900 mehr als im Vorjahr. Die Zahl der mit jungen Frauen abgeschlossenen Verträge fiel dagegen mit 195.900 nochmals um 1.800 niedriger aus als im Vorjahr.
BIBB-Präsident Friedrich Hubert Esser wertet es als Erfolg für die duale Berufsausbildung, dass es offensichtlich gelungen ist, neben den aktuellen Schulabgängerklassen in größerem Umfang neue Interessenten zu gewinnen. "Dennoch zeigt die hohe Zahl von unbesetzten Ausbildungsplätzen, dass bei der Sicherung des Fachkräftebedarfs keine Entwarnung angesagt ist. Wenn das Interesse junger Frauen an bestimmten Berufen stärker sinkt, als es vom demografischen Trend her zu erwarten ist, dann ist dies ein Alarmsignal. Es muss überprüft werden, wie junge Frauen bestimmte Berufe wahrnehmen und ob gegebenenfalls Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung erforderlich sind." Ausbildungsplätze zu besetzen, werde zunehmend zu einer Herausforderung für die Wirtschaft, denn inzwischen gebe es bereits Berufe, in denen mehr als ein Drittel aller betrieblichen Ausbildungsplatzangebote ungenutzt blieben.

Weitere Informationen, Statistiken, Tabellen, Grafiken und interaktive Regionalkarten
• im Internetangebot des BIBB unter www.bibb.de/naa309-2018
• in der aktuellen Ausgabe der BIBB-Fachzeitschrift "Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis (BWP), Heft 6/2018: "Wo bleiben die jungen Frauen? Ursachen für die sinkende Beteiligung an der dualen Berufsausbildung" unter www.bibb.de/bwp-9484 sowie
• im Fachbeitrag "Deutlich mehr Ausbildungsplatzangebote, jedoch erneut mehr unbesetzte Plätze. Die Entwicklung des Ausbildungsmarktes im Jahr 2018" unter www.bibb.de/ausbildungsmarkt2018
Bundesinstitut für Berufsbildung
Robert-Schuman-Platz 3
53175 Bonn

Dienstag, 4. Dezember 2018

1 Top-Azubi aus Essen bei der 13. Nationalen Bestenehrung in Berlin


Am 3. Dezember fand zum 13. Mal die vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) organisierte Nationale Bestenehrung in Berlin statt. Unter mehr als 300.000 Teilnehmern in den Prüfungen im Winter 2017/2018 und Sommer 2018 wurden 213 Auszubildende aus ganz Deutschland für ihre sehr guten Leistungen im Rahmen eines Festaktes gewürdigt. Darunter auch zwei Absolventen aus dem Bezirk der Industrie- und Handelskammer zu Essen (IHK):
- Christoph Muhlack, Maurer, Implenia Tesch GmbH, Essen
- Jens Kürbis, Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik, Siemens AG Energy Sector, Mülheim an der Ruhr
„Ich freue mich sehr, Gast dieser besonderen Veranstaltung in Berlin zu sein. Es ist schön mitzuerleben, wie die jungen Menschen, die wahrlich beeindruckende Ergebnisse erzielt haben, und die dazugehörigen Betriebe gefeiert werden“, schwärmt IHK-Präsidentin Jutta Kruft-Lohrengel. „Nicht zu vergessen: Es zeigt auch, zu welchen Spitzenleistungen die betriebliche Ausbildung fähig ist.“ An der feierlichen Veranstaltung in Berlin nahmen ca. 1.000 Gäste teil – neben den Preisträgern auch Eltern, Unternehmensvertreter, zahlreiche Bundestagsabgeordnete sowie Vertreter der IHKs. Die live im Internet übertragene Bestenehrung startete mit der Begrüßung durch DIHK-Präsident Dr. Eric Schweitzer; Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hielt die Festrede. Durch den Abend führte TV-Moderatorin Barbara Schöneberger.

Industrie- und Handelskammer zu Essen
Am Waldthausenpark 2
45127 Essen

Montag, 3. Dezember 2018

Steuerrechtsänderungen ab 2019 für Bürger und Betriebe




Wir machen den Check: Familien – Unternehmer – Umweltbewusstes Fahren -  Das ändert sich 2019 - Unser neues Infomaterial zu Steuerrechtsänderungen für Bürger und Betriebe - Höheres Kindergeld, neue Regeln für Gutscheine oder härtere Steuervorschriften im Onlinehandel: Was sich 2019 im Steuerrecht ändert, hat der Bund der Steuerzahler (BdSt) in seinem neuen Informationsmaterial „Steuerrechtsänderungen 2019“ zusammengestellt. Wir machen den Check! Denn Bürger und Betriebe müssen sich im neuen Jahr auf mehr als 30 Änderungen einstellen. Wir zeigen, welche Rechengrößen sich im Steuer- und Sozialversicherungsrecht ändern. Einige Beispiele aus unserem Infomaterial: Familien dürfen sich ab Juli 2019 über monatlich zehn Euro mehr Kindergeld pro Kind freuen. Bei Erwachsenen werden erst ab einem zu versteuernden Einkommen von mehr als 9.168 Euro im Jahr Einkommensteuern fällig. Unternehmer müssen sich auf neue Umsatzsteuerregeln im Onlinehandel und beim Verkauf von Gutscheinen einstellen.
Im Fokus 2019 steht das umweltbewusste Fahren, das der Gesetzgeber steuerlich unterstützt – gefördert werden elektrische Dienstwagen, Diensträder und das Jobticket. Konkret: Arbeitnehmer und Unternehmer, die ihr Dienstrad auch privat nutzen, müssen den geldwerten Vorteil für die Überlassung künftig nicht mehr versteuern. Die Regelung gilt für alle Fahrräder und Elektrofahrräder befristet vom 1. Januar 2019 bis Ende 2021. Wer ein Elektro- oder schadstoffarmes Hybridfahrzeug als Dienstwagen anschafft, kann die Privatnutzung ebenfalls steuersparender abrechnen. Bei der sogenannten 1%-Methode wird nur noch der halbierte Bruttolistenpreis des Fahrzeugs statt des vollen Fahrzeugpreises angesetzt. Entsprechendes gilt für die Abrechnung der Privatfahrten per Fahrtenbuch. Und zu guter Letzt: Das steuerfreie Jobticket ist wieder da. Wenn also Beschäftigte von ihrem Arbeitgeber Tickets oder Zuschüsse für den öffentlichen Nahverkehr erhalten, ist dies ab dem Jahr 2019 wieder steuerfrei. Eine entsprechende Regelung gab es bereits bis Ende 2003. Voraussetzung ist, dass das Ticket bzw. der Zuschuss zusätzlich zum ohnehin vereinbarten Arbeitslohn gewährt wird.
Die „Steuerrechtsänderungen 2019“ können Mitglieder hier downloaden. Interessierte erhalten das Material kostenlos über unsere Service-Hotline 0800 / 883 83 88.
Pressekontakt Bund der Steuerzahler Deutschland e. V.

Sonntag, 2. Dezember 2018

IHK: Anwerbestrategie für den MINT-Bereich und das Gastgewerbe entwickeln!


Saar-Bevölkerung schrumpft trotz Zuwanderung aus dem Ausland - „Das Saarland konnte in den in den letzten Jahren mehr und mehr Zuzüge verzeichnen. Seit 2010 übersteigen diese kontinuierlich die der Fortzüge. Doch es besteht kein Anlass zur Entwarnung. Denn der Zuzug ist nicht hoch genug, um die Geburtenlücke zu schließen. Und der Wanderungsgewinn ist nur deshalb positiv, weil der starke Zuzug aus dem Ausland die anhaltend hohe Nettoabwanderung in andere Bundesländer überkompensiert. Die Bevölkerung wird weiterhin schrumpfen und das Erwerbspersonenpotential bis zum Jahr 2030 um ein Viertel gegenüber dem Jahr 2015 sinken. Dadurch wird sich der bereits heute bestehende Fachkräftemangel weiter verschärfen. Weniger Beschäftigte dämpfen wiederum den Konsum sowie die Steuerkraft von Land und Kommunen.
Der Handlungsdruck bleibt damit für Politik und Wirtschaft hoch. Das Saarland sollte daher deutlich stärker als bisher an seiner Anziehungs- und Bindekraft arbeiten.“ So fasste IHK-Präsident Dr. Hanno Dornseifer eine von der IHK angefertigte Untersuchung zur Entwicklung der Wanderungsbilanz des Saarlandes zusammen. Nach einer aktuellen Studie der IHK hat das Saarland seit dem Jahr 2000 rund 30.000 Menschen per Saldo an den Bund verloren. Dieser Wanderungsverlust konnte aber dadurch mehr als ausgeglichen werden, dass aus dem Ausland im gleichen Zeitraum insgesamt 58.000 Menschen mehr ein- als auswanderten. Alles in allem hat das Saarland seit der Jahrtausendwende dadurch einen Wanderungsgewinn von 28.000 Menschen erzielt, d.h. durchschnittlich 1.550 Personen pro Jahr. In diesem Zeitraum hat sich sowohl die Binnenwanderung als auch die Außenwanderung beschleunigt.

Anwerbestrategie für ausländische Fachkräfte entwickeln

Da sich das Fachkräfteangebot im Saarland weiter verknappen wird, kann aus Sicht der IHK die Lücke hierzulande nur durch mehr qualifizierte Zuwanderung aus dem Ausland  verringert werden. „Die Landesregierung sollte daher rasch eine Anwerbestrategie entwickeln und umsetzen, deren Ziel die verstärkte Rekrutierung von potenziellen Auszubildenden und Fachkräften aus dem Ausland ist, vorzugsweise für den MINT-Bereich und das Gastgewerbe“, so Dornseifer. Hierzu böten sich beispielsweise EU-Peripheriestaaten wie Italien oder Spanien an – Länder also, in denen die Jugendarbeitslosigkeit überdurchschnittlich hoch ist. Für diese Länder sprechen aus Sicht der IHK auch die zahlreichen bereits bestehenden Kontakte: „Städtepartnerschaften, Hochschulkooperationen und Geschäftsbeziehungen können Türöffner sein“, so Dornseifer.

Damit all dies erfolgreich gemeistert werden kann, sind noch zahlreiche Fragen zu klären, wie beispielsweise das Angebot an Unterstützungsleistungen für die berufliche Integration (Förderung der allgemeinen und fachbezogenen Sprachkompetenz, Anpassungsqualifizierung, Mentorenprogramme, Dual Career). Doch dass sich all dies lohnt, zeigt der Erfolg der Anwerbestrategien, die Politik, Wirtschaft und Arbeitsagenturen u. a. in den Regionen Hannover und Stuttgart auf den Weg gebracht haben. Sie könnten beispielgebend für das Saarland sein.
Abwanderung stoppen!

Die seit Jahrzehnten anhaltende Binnenabwanderung zeigt, dass das Saarland insbesondere an seiner Bindekraft arbeiten muss. „Lebendige Ortskerne und Innenstädte, ein vielfältiges Kulturprogramm, attraktive Wohnmöglichkeiten, ein Angebot an Kitas und Schulen, die den Qualitätsvergleich mit anderen Bundesländern nicht scheuen müssen, sowie ein leistungsfähiger ÖPNV sind wichtig, um gerade junge Menschen zum Bleiben zu motivieren. Gleiches gilt für Studiengänge, die sich am Bedarf der Wirtschaft orientieren, Strahlkraft entwickeln und so den Nachwuchs im Land halten sowie Studierende und Wissenschaftler von außerhalb anziehen. Vieles sei auf einem guten Weg – aber die Anstrengungen müssten forciert werden, um die Abwanderung zu stoppen“, so der Kammerpräsident.

Die vollständige Studie steht auf der IHK-Homepage (Kennziffer: 1512) unter www.saarland.ihk.de zum Download zur Verfügung.

IHK Saarland
Franz-Josef-Röder-Straße 9 | 66119 Saarbrücken

Donnerstag, 29. November 2018

Arbeitsmarkt im November 2018 - Arbeitskräftenachfrage der Unternehmen bewegt sich auf einem sehr hohen Niveau.



„Auch in diesem Monat sind die Nachrichten vom Arbeitsmarkt günstig: Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung gehen weiter zurück, die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung nimmt erneut zu und die Arbeitskräftenachfrage der Unternehmen bewegt sich auf einem sehr hohen Niveau.“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg. Die Arbeitslosigkeit ist von Oktober auf November um 18.000 auf 2.186.000 gesunken. Bereinigt um die saisonalen Einflüsse wird für den November ein Rückgang um 16.000 im Vergleich zum Vormonat errechnet. Gegenüber dem Vorjahr waren 182.000 weniger Menschen arbeitslos gemeldet.
Die Unterbeschäftigung, die auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit berücksichtigt, ist saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 18.000 gesunken. Insgesamt lag die Unterbeschäftigung im November 2018 bei 3.135.000 Personen. Das waren 224.000 weniger als vor einem Jahr.
Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit belief sich im Oktober auf 1,41 Millionen und die Erwerbslosenquote auf 3,2 Prozent.

Arbeitslosenzahl im November: -18.000 auf 2.186.000
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich:               -182.000
Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat:            -0,1 Prozentpunkte auf
4,8 Prozent

 

Arbeitslosigkeit, Unterbeschäftigung und Erwerbslosigkeit

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung
Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sind weiter gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes hat sich die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im Oktober saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 37.000 erhöht. Mit 45,24 Millionen Personen fiel sie im Vergleich zum Vorjahr um 559.000 höher aus. Der Anstieg beruht weit überwiegend auf dem Zuwachs bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Diese ist im Vergleich zum Vorjahr um 675.000 gestiegen. Insgesamt waren im September nach hochgerechneten Angaben der BA 33,41 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Saisonbereinigt ergibt sich von August auf September ein Anstieg um 19.000.

Arbeitskräftenachfrage

Die Nachfrage nach Arbeitskräften hält ihr hohes Niveau. Im November waren 807.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 35.000 mehr als vor einem Jahr. Saisonbereinigt hat sich der Bestand der bei der BA gemeldeten Arbeitsstellen um 1.000 Stellen verringert. Der Stellenindex der BA (BA-X) – ein Indikator für die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland – stand im November 2018 unverändert bei 252 Punkten. Der Vorjahreswert wird um 3 Punkte übertroffen.

Geldleistungen

Insgesamt 672.000 Personen erhielten im November 2018 Arbeitslosengeld, 4.000 weniger als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) lag im November bei 4.006.000. Gegenüber November 2017 war dies ein Rückgang von 262.000 Personen. 7,4 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter waren damit hilfebedürftig.

Den ausführlichen Monatsbericht finden Sie im Internet unter https://statistik.arbeitsagentur.de.
Bundesagentur für Arbeit
Pressestelle
Regensburger Strasse 104
D-90478 Nürnberg

„Gesundheit als wirtschaftlichen Erfolgsfaktor erkannt“ - IHK-Zertifikat „Gesundes unternehmen“



IHK Wiesbaden verleiht elf Mal das Zertifikat „Gesundes unternehmen“  - Unternehmen stehen nicht nur vor der Herausforderung steigender Krankheitskosten, sie müssen sich auch im Wettbewerb um die besten Köpfe profilieren. Wie das gelingen kann, zeigen elf Unternehmen aus der Region Wiesbaden, die von IHK-Präsident Dr. Christian Gastl mit dem IHK-Zertifikat „Gesundes unternehmen“ ausgezeichnet worden sind. „Sie haben die Gesundheit und das Wohlergehen ihrer Mitarbeiter als wirtschaftlichen Erfolgsfaktor erkannt“, gratulierte der IHK-Präsident. Betriebe unterschiedlicher Branchen und Größen hatten sich um das Zertifikat beworben, das die IHK Wiesbaden 2011 entwickelt hat, um Unternehmen für die Bedeutung des Themas Gesundheit zu sensibilisieren und sie dabei zu unterstützen, eine individuelle Richtung im Betrieblichen Gesundheitsmanagement einzuschlagen.
„In dieser Hinsicht war die IHK ein Motor für das Thema Gesundheit in den Unternehmen“, sagt IHK-Präsident Gastl. Inzwischen – nach sechs Projektjahren und 39 ausgezeichneten Unternehmen – habe sich das Thema in der Wirtschaft etabliert. So konnte die IHK sechs Unternehmen bereits zum dritten Mal mit dem Zertifikat „Gesundes unternehmen“ auszeichnen. Drei Unternehmen konnten zum zweiten Mal zertifiziert werden und zwei Betrieben gratulierte der IHK-Präsident zu ihrem gesunden Start.
 
Zu den zum dritten Mal zertifizierten Unternehmen gehört die Technogroup IT-Service GmbH in Hochheim, die ihr betriebliches Gesundheitsmanagement mit der neu entwickelten Unternehmensphilosophie verknüpft und im Intranet eine eigene Plattform für gesundheitsbezogene Themen eingerichtet hat. Eine zweite Re-Zertifizierung erhielt auch die Human Gesellschaft für Biochemica und Diagnostika mbH in Wiesbaden: „Sie beschäftigen sich nicht nur in Ihrer  tagtäglichen Arbeit mit gesundheitsrelevanten Themen – auch die Gesundheit Ihrer eigenen Mitarbeiter ist Ihnen wichtig“, gratulierte IHK-Präsident Gastl.
Die Sopro Bauchemie GmbH in Wiesbaden hatte sich bereits vor fünf Jahren entschieden, sich durch das Projekt „Gesundes unternehmen“ beim Thema betriebliche Gesundheitsförderung begleiten zu lassen und vor allem die Führungskräfte als Weichensteller in den Blick genommen – mit einem langfristig angelegten Angebot aus Workshops, individuellen Coachings und Mentoring. Zu den bereits zum dritten Mal Ausgezeichneten gehört auch das Hessische Statistische Landesamt, das mit einem Steuerkreis Gesundheit verschiedene Projektgruppen abteilungsübergreifend zu gesundheitsbezogenen Themen zusammenbringt. Ebenfalls von einem Steuerkreis und Arbeitsgruppen wird das Betriebliche Gesundheitsmanagement bei der Soka Bau koordiniert, die sich im Jahr 2014 zum ersten Mal dem Expertengremium des Projekts gestellt hatte. Die RTK Holding GmbH in Bad Schwalbach hat es sich zum Ziel gesetzt, mit der Betrieblichen Gesundheitsförderung die Arbeitgeberattraktivität zu erhöhen, die Mitarbeitermotivation zu steigern und sich zukunftsfähig für die digitale Arbeitswelt zu machen.

Re-Zertifiziert wurden drei Unternehmen: die Entsorgungsbetriebe der Landeshauptstadt Wiesbaden ELW, die unter anderem die Thematik gesunde Führung in Form eines Evaluierungs-Instrumentes aufgegriffen haben. Ebenfalls zum zweiten Mal erhielt die K+P Computerservice- und Vertriebs- GmbH das Zertifikat „Gesundes unternehmen“, unter anderem mit Angeboten der „bewegten Pause“ über Gesundheitstage, Gesundheitschecks bis hin zu Führungskräfteschulungen. Das Hessische Staatstheater Wiesbaden erhielt die Zertifizierung nach einer erneuten Prüfung mit einer flächendeckenden Mitarbeiterbefragung.

Zum ersten Mal ausgezeichnet wurde die Rasco Bitumentechnik GmbH in Wiesbaden. „Der hohe Rücklauf bei der IHK-Mitarbeiterbefragung zeigt das Interesse am Thema Gesundheit“, betonte der IHK-Präsident. „Auch das Engagement der Workshop-Teilnehmer im Rahmen unseres Projekts ist den Experten besonders positiv aufgefallen.“ Bereits seit acht Jahren in der Gesundheitsförderung aktiv ist die Julius Berger International GmbH, die sich in diesem Jahr erstmals im Rahmen des Projekts zertifizieren ließ.

Alle ausgezeichneten Unternehmen haben im Rahmen des Zertifizierungsprozesses verschiedene Phasen durchlaufen: Dazu gehörte die Befragung der Geschäftsleitung, eine flächendeckende Mitarbeiterbefragung, ein Impulsworkshop sowie die Auditierung im Expertengremium.

Weitere Informationen zum Thema Gesundheitsmanagement gibt es unter www.ihk-wiesbaden.de/gesundheit und bei Verena Maas, Telefon 0611 1500-135, v.maas@wiesbaden.ihk.de.


IHK Wiesbaden
Wilhelmstraße 24-26
65183 Wiesbaden

Arbeitsmarkt trotz schwacher Konjunktur weiter freundlich




„Der saarländische Arbeitsmarkt tendiert trotz schwacher Konjunktur weiter freundlich. Die Arbeitslosigkeit ist weiter zurückgegangen und die Beschäftigung erklimmt neue Höchststände. Im weiteren Verlauf des Winterhalbjahres dürfte die positive Entwicklung andauern. Neue Mitarbeiter werden vor allem im Dienstleistungsgewerbe und im sozialpflegerischen Bereich eingestellt. Allerdings wird der Beschäftigungsaufbau hier und im verarbeitenden Gewerbe wegen fehlender Fachkräfte zunehmend an Grenzen stoßen. Deshalb kommt es jetzt darauf, dass die Landesregierung zügig eine Anwerbestrategie für den EU-Binnenmarkt auf den Weg bringt.“ So kommentierte IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Heino Klingen die heute (29. November) von der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit vorgelegten Arbeitsmarktzahlen.





IHK Saarland
Franz-Josef-Röder-Straße 9 | 66119 Saarbrücken