Business-blogger

Business-blogger mit täglichen Nachrichten und Themenbeiträgen von Industrie-und Handelskammern (IHK ) aus Deutschland und Österreich.

Sonntag, 22. November 2020

Elektronischer IHK-Adventskalender unterstützt heimische Gastronomie.


22.11.2020 - Die IHK Siegen unterstützt die heimische Gastronomie in der schwierigen Phase der Corona-Pandemie mit einer besonderen Aktion. In einem virtuellen Adventskalender verlost die Kammer in der Vorweihnachtszeit vom 1. bis 23. Dezember täglich einen Restaurantgutschein im Wert von 100 € auf ihren Social-Media-Profilen. An Heiligabend winkt sogar ein 200-€-Wertgutschein. „Mit dem Adventskalender tun wir etwas für unsere Gastronomen, verschönern unseren Followern die Adventszeit, zeigen ständige Präsenz auf den Social-Media-Kanälen und geben den Abonnenten zugleich einen Einblick hinter die Kulissen der IHK-Arbeit“, erläutert Ann-Kristin Spies, Social-Media-Leiterin der Kammer, die die Idee für diese Initiative hatte. Jeden Tag öffnet sich demnach auf den Profilen der IHK ein Adventskalender-Türchen, hinter dem eine bekannte Unternehmerpersönlichkeit, ein Prüfer aus dem IHK-Ehrenamt oder ein Mitarbeiter der Geschäftsstellen in Siegen und Olpe erscheint und sich mit den jeweiligen Tätigkeiten vorstellt.

Zu den Unternehmern, die sich im Adventskalender präsentieren, gehören beispielsweise Walter Viegener (Viega Holding GmbH & Co. KG), Jost Schneider (Walter Schneider GmbH & Co. KG), Rainer Dango (Dango & Dienenthal Maschinenbau GmbH) oder Wolfgang Keller (Autohaus Keller GmbH & Co. KG). Als Prüfer ist u.a. Kai Böcher (Vetter Industrie GmbH) dabei. Am 24. Dezember schließlich erwartet die Besucher des Adventskalenders ein Weihnachtsgruß von IHK-Präsident Felix G. Hensel (Gustav Hensel GmbH & Co. KG). Ann-Kristin Spies: „Der Gewinner entscheidet jeweils selbst, in welchem Lokal er den Gutschein einlösen möchte. Jedes Restaurant kann dabei aber nur einmal ausgewählt werden. Wenn ein Türchen geöffnet ist, kann jeder Besucher mit einem ,Like´ in den Lostopf gelangen. Über das Kommentieren oder Teilen des tagesaktuellen Beitrages können die Gewinnchancen für den Gutschein sogar verdoppelt werden.“ Der glückliche Gewinner wird jeweils am nachfolgenden Tag ausgelost und um Mitteilung gebeten, in welchem Restaurant seiner Wahl er den Gutschein einlösen möchte.


IHK-Hauptgeschäftsführer Klaus Gräbener verbindet mit der Aktion im Netz eine weitere Hoffnung: „Für die reichlich gebeutelten Gastronomiebetriebe ist das Jahresende meist die umsatzstärkste Zeit. Wir dürfen sie gerade jetzt nicht vergessen. Deswegen hoffen wir nicht nur auf viele Mitmacher, sondern auch auf etliche Nachahmer aus der heimischen Wirtschaft.“ Zahlreiche Unternehmen hätten in den letzten Jahren komplett auf Weihnachtspräsente verzichtet und stattdessen soziale, kulturelle und karitative Projekte mit finanziellen Spenden bedacht. Klaus Gräbener: „Dies ist uneingeschränkt zu begrüßen. Es wäre aus unserer Sicht jedoch schön, wenn das eine oder andere Unternehmen durch Restaurant-Gutscheine oder sonstige Unterstützungsformate auch das notleidende Gastgewerbe bei den Weihnachtspräsenten in den Blick nimmt. Dies wäre zugleich ein Signal der praktischen Solidarität in der Wirtschaft.“


Weitere Informationen zur Registrierung sowie zu den Teilnahmebedingungen, zum Ablauf und zum Datenschutz finden sich unter www.ihk-siegen.de/gewinnspiel.


Industrie- und Handelskammer Siegen

Koblenzer Straße 121
57072 Siegen

 

Die heimische Wirtschaft ist in Zukunft zwingend auf leistungsfähige Autobahnen angewiesen.


22.11.2020 Autobahn GmbH Thema im IHK-Ausschuss: „Es geht darum, das Autobahnnetz in der Region voranzubringen, die Kapazitäten zu steigern, Innovationen zu ermöglichen und die Straßen und Brücken zukunftsfähig zu machen. Das geht nur gemeinsam!“ Der Austausch mit Unternehmen, Behörden und Bürgern ist Elfriede Sauerwein-Braksiek (i. Bild ) hierzu besonders wichtig. Daran ließ die Direktorin der Niederlassung Westfalen der Autobahn GmbH des Bundes gegenüber heimischen Unternehmern im Industrie- und Verkehrsausschusses der IHK Siegen keinen Zweifel. Die gelernte Bauingenieurin und ehemalige Direktorin des Landesbetriebs Straßenbau NRW hatte beeindruckende Zahlen im Gepäck: Ab 1. Januar wird die neue Gesellschaft demnach mit ihren deutschlandweit 280 Standorten und zehn Niederlassungen für die Planung, den Bau, den Betrieb und die Erhaltung der Bundesautobahnen verantwortlich sein. Die Niederlassung Westfalen wird dann rd. 1.400 km Autobahn betreuen und für 2.330 Brücken und 11 Tunnel zuständig sein. „Unser Wirkungskreis erstreckt sich über Teile Niedersachsens, Nordrhein-Westfalens und Hessens. Das stellt uns vor Herausforderungen: Wir müssen die Strukturen von drei Straßenbauverwaltungen berücksichtigen und haben es nicht nur mit einer zunehmend veralteten Bausubstanz, sondern auch mit einer sehr unterschiedlich strukturierten Region zu tun“, hob Elfriede Sauerwein-Braksiek hervor.

In den vergangenen Monaten habe das 35 Köpfe starke Team erfolgreich Aufbauarbeit geleistet. Mit Beginn des neuen Jahres erhöhe sich die Belegschaft auf ca. 1.200 Mitarbeiter. Am Ende soll die Niederlassung mehr als 1.400 Stellen zählen. Auf den augenzwinkernden Hinweis von Teresa Mason-Hermann (Krah Elektronische Bauelemente GmbH), dass damit ein Mitarbeiter pro Autobahnkilometer zur Verfügung stünde, erläuterte die Straßenbaumanagerin, dass der Großteil des Personals auf die Autobahnmeisterein entfalle. Eine der größten Hürden im Aufbau der Niederlassung sei die Gewinnung von Fachpersonal gewesen, um das in Zeiten des Fachkräftemangels auch die Landesbehörden werben würden. „Hier stehen wir bei aller guten Zusammenarbeit naturgemäß in einem Konkurrenzverhältnis“, so Sauerwein-Braksiek.

Zu den anspruchsvollsten Aufgaben gehöre die Erneuerung von 60 Talbrücken im Zuge der A45, darunter der Lennetalbrücke, der Talbrücke Rinsdorf und der Siegtalbrücke. In diesem Zusammenhang wünsche sie sich eine Fortführung der erfolgreichen Zusammenarbeit mit den IHKs entlang der Sauerlandlinie, die sich im sogenannten ‚Masterplan A45‘ für den Ausbau der Autobahn einsetzen. In der anschließenden Diskussion, in die sich auch Markus Schwope (Leopold Schäfer GmbH) und Michael Kröhl (Krombacher Brauerei Bernhard Schadeberg GmbH & Co. KG) einbrachten, erläuterte Elfriede Sauerwein-Braksiek unter anderem die Einsatzmöglichkeiten digitaler Technologien, etwa in der Koordination von Baustellen, im Straßenbau oder durch die Anforderungen für autonomes Fahren. „Gemeinsam mit allen Planungs- und Umsetzungsbeteiligten besprechen wir derzeit, wie Innovationen und Beschleunigungsfaktoren besser berücksichtigt werden können.“ Auch hier zahle sich eine vertrauensvolle Zusammenarbeit aus, zeigte sich die Autobahn-Chefin überzeugt.

„Die heimische Wirtschaft ist in Zukunft zwingend auf leistungsfähige Autobahnen angewiesen. Wir sind das industrielle Herz Nordrhein-Westfalens. Für uns ist es ein wichtiges Signal, dass der Autobahn GmbH an der Kontinuität im Informationsaustausch liegt. Wir sehen, dass sich hier eine Menge tut und sind augenscheinlich auf einem guten Weg“, fasste Walter Viegener (Viega Holding GmbH & Co. KG) zusammen. Der Ausschussvorsitzende bedankte sich ausdrücklich bei seinem Gast und warb eindringlich dafür, miteinander im Gespräch zu bleiben.

Weiteres Thema der Ausschusssitzung waren die Perspektiven für den Ausbau des neuen Mobilfunkstandards 5G im heimischen Wirtschaftsraum, die Stefan Glusa, Geschäftsführer der TelekommunikationsGesellschaft Südwestfalen mbH, beleuchtete. Frank Rottstock von der Bodenbörse Süd-Sauerland GmbH (BBS) berichtete über die erheblichen Kapazitätsengpässe bei der Deponierung von Erdaushub in der Region. Die aktuellen Entwicklungen bei den Großraum- und Schwertransporten erläuterte Hans-Peter Langer (IHK Siegen).

Industrie- und Handelskammer Siegen
Leitung Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Koblenzer Straße 121
57072 Siegen

 

Freitag, 20. November 2020

Kalender 2021 - Neue Motivkalender zum kostenlosen Download für Handwerker und Gewerbebetriebe.


Motivkalender Fachwerk - alte Fachwerkskunst in Bildern. 13 faszinierende Beispiele des Zimmererhandwerks vergangener Jahrhunderte in einem Kalender zusammengefasst. Den Kalender gibt es in verschiedenen Formaten und Ausfertigungen. Den Kalender " Fachwerk 20121 " bieten wir Ihnen als A3 Wandkalender und als A4 Wandkalender an. Sie erhalten diesen schönen Bildkalender auch als Tisch- oder Wandplaner und für Ihren Computer oder Laptop, bzw. Tablett als Bildschirmschoner-Kalender mit Tagesanzeige, der sich Monat für Monat übers Jahr ( oder auch länger , wenn Sie es möchten ) aufblättert. Diese Version können Sie in einer zip-Datei als selbstinstallierende .exe-Datei herunterladen.
Die Kalendarien enthalten alle Feiertage.

Viel Spass mit den neuen Kalendern.


Wandkalender A3

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Kalender City 2021




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Kalender Zoo 2021

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Kalender Zünfte 2021



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Einen Adventskalender für 2020 gibt es in Kürze.

 

Sonntag, 1. November 2020

Kalender 2021 - Neue Motivkalender zum kostenlosen Download für Handwerker und Gewerbebetriebe.


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Weitere Motivkalender für 2021 gibt es in Kürze.

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Donnerstag, 29. Oktober 2020

Saarkonjunktur im Bann des Corona-Infektionsgeschehens


IHK-Hauptgeschäftsführer Heino Klingen zu den Auswirkungen des aktuellen Infektionsgeschehens auf die saarländische Wirtschaft und den Ergebnissen der IHK-Konjunkturumfrage: „Die Rekordanstiege der Corona-Infektionen verheißen nichts Gutes für die Saarwirtschaft. Nachdem die Unternehmen während der Sommermonate wieder Hoffnung auf eine Normalisierung ihrer Geschäfte geschöpft haben, drohen ihnen jetzt weitere Rückschläge. Sie berichten in der Oktober-Umfrage der IHK Saarland zur Konjunktur zwar von besseren Geschäften und günstigeren Aussichten als im September. Sowohl der IHK-Lageindikator (+4,6 Punkte) als auch der IHK-Erwartungsindikator (+2,5 Punkte) sind gestiegen und liegen erstmals seit Ausbruch der Corona-Pandemie im positiven Bereich. Doch die Angaben dürften inzwischen überholt sein, da die Umfrage vor der aktuellen Verschärfung des Infektionsgeschehens stattgefunden hat. Unter diesen Umständen ist es wenig sinnvoll, die Ergebnisse der Umfrage im Detail zu erläutern.

Angesichts der zweiten Corona-Welle begrüßen wir, dass die Bundesregierung die Überbrückungshilfen für die Unternehmen vereinfacht hat und bis zur Mitte des kommenden Jahres verlängern will. Positiv ist auch, dass künftig nicht nur Fixkosten erstattet werden, sondern auch ein fiktiver Unternehmerlohn zur Begleichung der privaten Lebensführung eingeführt werden soll. Mit Blick auf die Sicherung des Unternehmensbestands wäre es zudem angebracht, wenn die Bundesregierung einen neuen Anlauf zur Ausweitung der Verlustverrechnung der Betriebe starten würde.“

IHK Saarland
Franz-Josef-Röder-Straße 9 | 66119 Saarbrücken 

Freitag, 9. Oktober 2020

Anspruch auf 24 Tage Homeoffice geht an der betrieblichen Wirklichkeit vorbei.



09.10.2020 - VhU zum Vorschlag eines Rechtsanspruchs auf Homeoffice:  Pflicht zur Arbeitszeiterfassung ist unnötige Bürokratie. Die hessische Wirtschaft hat einen gesetzlichen Anspruch auf 24 Tage Homeoffice im Jahr zurückgewiesen. Der Vorschlag von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil sei inhaltlich willkürlich und im betrieblichen Alltag nicht zu bewältigen. „Wo der Arbeitseinsatz des Mitarbeiters erfolgt, muss der Unternehmerfreiheit vorbehalten bleiben. Diese ist nicht umsonst durch das Grundgesetz geschützt“, so Dirk Pollert, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung hessischer Unternehmerverbände (VhU). Der geplante gesetzliche Anspruch störe außerdem freiwillige und sinnvolle Absprachen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Daher bleibe die hessische Wirtschaft bei ihrer Forderung: Nur einvernehmlich könne entschieden werden, in welchen Bereichen mobiles Arbeiten Sinn mache.

 

Die hessische Wirtschaft kritisiert außerdem, dass das geplante Gesetz die Belegschaft spalte: in Arbeitsplätze mit der Möglichkeit zum Homeoffice und ortsgebundene Arbeitsplätze. Außerdem verpflichte es Unternehmen, die Arbeitszeit der Arbeitnehmer aufzuzeichnen. Im Gesetz ist vorgesehen, dass bei nur einem Tag Homeoffice in der Woche die gesamte wöchentliche Arbeitszeit, also auch die der übrigen Tage, aufzuzeichnen ist. „Das widerspricht eindeutig dem deutschen Arbeitszeitgesetz und ist unnötige Bürokratie“, so Pollert. „Die Arbeitszeit ist im Homeoffice ohnehin schwierig zu erfassen: Arbeitet ein Mitarbeiter, der die Waschmaschine ausräumt und dabei über ein berufliches Problem nachdenkt, oder befindet er sich in der Pause? Wir brauchen endlich ein modernes Arbeitszeitgesetz, das solche Probleme löst und zur modernen Lebensrealität passt.“ Eine Wochenbetrachtung der Arbeitszeit würde die Nutzbarkeit des Homeoffices deutlich verbessern. Gleiches gelte für eine Definition von geringfügigen Tätigkeiten, die die elfstündige Ruhezeit nicht unterbrechen.

VhU
Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e. V.
Emil-von-Behring-Straße 4
60439 Frankfurt

 

Donnerstag, 1. Oktober 2020

Konjunkturklima: Bessere Stimmung bei nach wie vor angespannter Lage


02.10.2020 -   „Die heimische Wirtschaft kehrt langsam wieder auf den Wachstumspfad zurück. Die Stimmung ist deutlich besser als im Frühjahr, obwohl die aktuelle Geschäftslage bei zahlreichen Unternehmen weiterhin angespannt bleibt, insbesondere in der Industrie. Aus dem Schneider sind wir daher noch lange nicht.“ Mit diesen Worten kommentiert IHK-Präsident Felix G. Hensel die Ergebnisse der aktuellen IHK-Konjunkturumfrage, an der sich 543 Unternehmen mit mehr als 38.000 Beschäftigten aus Industrie, Bauwirtschaft, Handel und Dienstleistungen in den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe beteiligten. Der Konjunkturklimaindex – er ergibt sich aus Lagebeurteilung und Erwartung - steigt um 27 Punkte auf einen Wert von 92, bleibt aber weiter deutlich unter dem langfristigen Mittelwert der letzten 20 Jahre (106). Auch der Lagesaldo verbessert sich um 19 Punkte. Die negativen Einschätzungen überwiegen aber weiterhin. 23 % der Betriebe aus Siegen-Wittgenstein und Olpe berichten von guten Geschäften, 34 % von schlechten. Die Erwartungen sind jedoch insgesamt deutlich optimistischer als im Frühjahr.

23% der Unternehmen blicken positiv in die Zukunft, 28 % sind pessimistisch. Der Saldowert steigt um 34 Punkte. Felix G. Hensel: „Die Sommermonate brachten eine konjunkturelle Erholung bei uns und in zahlreichen Ländern weltweit. Die Auftragseingänge steigen, die Produktion nimmt langsam wieder Fahrt auf. Wir werden aber nicht von heute auf morgen aus dem Tal herauskommen. Es wird nach unserer Einschätzung sehr lange dauern, zumal die Risiken wie Corona oder Brexit auf der Tagesordnung bleiben.“ Etwa die Hälfte der Unternehmen aus Siegen-Wittgenstein und Olpe rechnet frühestens ab dem zweiten Halbjahr 2021 mit einer Rückkehr zur normalen Geschäftstätigkeit. Jedes fünfte Unternehmen sieht sogar erst das Jahr 2022 als realistisch an. Dieser Weg könnte sich für einige Firmen noch als sehr steinig erweisen. IHK-Hauptgeschäftsführer Klaus Gräbener: „Die pandemiebedingten Umsatzeinbußen belasten die Liquidität etlicher Unternehmen. Zahlreiche Firmen werden im laufenden Geschäftsjahr rote, wenn nicht sogar tiefrote Zahlen schreiben. Wir werden mit Insolvenzen rechnen müssen. Schließlich berichten 18 % der regionalen Betriebe von Liquiditätsengpässen und ein Viertel von Rückgängen des Eigenkapitals.“

Die Auswirkungen auf die Beschäftigungsentwicklung und die Investitionsneigung sind offenkundig. Derzeit gehen 33 % der Unternehmen von einer geringeren Mitarbeiterzahl aus - unwesentlich weniger als im Frühjahr. Die Investitionsneigung verbessert sich ebenfalls nur marginal. 37 % der Unternehmen wollen weniger, nur    14 % mehr investieren. Klaus Gräbener: „Nur wer an seine eigene Zukunft glaubt, der investiert auch. Sollte sich der vom Institut der deutschen Wirtschaft prognostizierte Rückgang der Investitionen um 20 % in diesem Jahr tatsächlich bewahrheiten, muss einen das doch sehr besorgen, vor allem mit Blick auf die heimische Industrie.“ Dort verbessert sich zwar – getragen von optimistischen Geschäftserwartungen – das Konjunkturklima, die Lageeinschätzung bleibt aber angespannt. 41 % der befragten Betriebe beurteilen ihre derzeitige Geschäftslage als schlecht, nur 15 % als gut. Dagegen sind die Erwartungen positiver. 26 % der Industrieunternehmen sehen optimistisch in die Zukunft, 31 % sind pessimistisch. Große Teile der heimischen Industrie befinden sich weiterhin in äußerst schwierigem Fahrwasser. Die Lage ist nur unwesentlich besser als im Frühjahr. Die Erträge haben sich bei mehr als der Hälfte der Industrieunternehmen im letzten halben Jahr zum Teil deutlich verschlechtert. IHK-Konjunkturexperte Stephan Häger: „Bleibt dies so, haben wir ein Problem. Schließlich ist beinahe jeder zweite sozialversicherungspflichtig Beschäftigte direkt in den Industrieunternehmen oder in deren Umfeld tätig. Gut, dass sich die Auftragsbücher zumindest in Teilen der Industrie langsam wieder füllen.“ Die Auftragssalden für das In- und Ausland klettern zwar um mehr als 30 Punkte, bleiben aber deutlich im negativen Bereich. Jedes zweite Industrieunternehmen meldet sinkende Auslandsaufträge, nur 16 % steigende. Klaus Gräbener: „Der Export stottert nach wie vor deutlich vernehmbar. Das Auslandsgeschäft war über Jahre hinweg unser Wachstumsmotor, heute erweist es sich als Achillesferse. Bereits in den ersten sieben Monaten brachen die Auslandsumsätze der regionalen Industrieunternehmen um 19 % ein. Verfestigt sich dieser Trend, werden die Unternehmen am Ende des Jahres allein im Ausland etwa 1,3 Mrd. € weniger umsetzen als 2019. Eine gute wirtschaftliche Lage fühlt sich anders an.“

Der Bausektor kommt bisher nahezu unbeschadet durch die Corona-Krise. 63 % der befragten Baubetriebe geben eine gute Lage an, nur 8 % eine schlechte. Felix G. Hensel: „Die Bauwirtschaft brummt weiter. Die Auslastung ist bei den meisten Unternehmen äußerst gut. 77 % geben eine Spitzenauslastung von über 85 % an. Vermehrt wird jedoch von Auftragsrückgängen der öffentlichen Hand und der Wirtschaft berichtet. Die Unsicherheiten über nachgelagerte Auswirkungen der Corona-Krise drücken daher erheblich auf die Stimmung.“ 42 % der Baubetriebe erwarten in den kommenden Monaten schlechtere Geschäfte, 8 % bessere. Ein Drittel rechnet für das kommende Jahr mit einem Umsatzrückgang.

Im Einzelhandel verbessern sich sowohl die Lageeinschätzung als auch die Erwartungen. 26 % berichten von einer guten Geschäftslage und 33 % von einer schlechten. Die Stimmung im Einzelhandel hellt sich auf. In den letzten beiden Monaten stiegen die Einzelhandelsumsätze und die Konsumstimmung kontinuierlich, allerdings mit erheblichen Unterschieden zwischen den Branchen. Möbel, Einrichtungsgegenstände, Fahrräder und Outdoorartikel laufen gut, Schuhe und Bekleidung eher nicht. Stephan Häger: „Der eigentliche Corona-Gewinner ist ohnehin der Online-Handel. Die Freude am Einkaufen will sich bei den Innenstadtkunden offensichtlich nicht so recht einstellen. Man spart lieber, als das verfügbare Einkommen auch auszugeben. Die Blockade in den Köpfen hat die kostspielige Mehrwertsteuersenkung jedenfalls nicht gelöst.“

Die Stimmung im Großhandel verbessert sich ebenfalls. Der Lagesaldo steigt um 37 Punkte. 29 % der Großhändler bewerten ihre Lage als gut, 24 % als schlecht. Bei den Erwartungen überwiegen noch leicht die pessimistischen Einschätzungen. Der Saldowert der Geschäftserwartungen steigt um 30 Punkte aber ebenfalls deutlich.

In der Dienstleistungsbranche hat sich gegenüber dem Frühjahr die konjunkturelle Stimmung deutlich verbessert. 28 % der befragten Dienstleistungsunternehmen aus Siegen-Wittgenstein und Olpe melden eine gute Geschäftslage, 29 % eine schlechte. Der Lagesaldo steigt um 40 Punkte. Auch die Erwartungen sind wieder deutlich optimistischer. 21 % gehen von zukünftig besseren Geschäften aus, 23 % von schlechteren. Stephan Häger: „Vor allem das Gastgewerbe blickt jedoch mit großer Sorge Richtung Herbst, wenn die Außenbereiche nicht mehr so genutzt werden können, wie noch im Sommer. In zahlreichen Gaststätten haben sich durch die Corona-Auflagen die Sitzplätze um bis zu 50 % reduziert.“ Zudem ist für viele problematisch, dass der Umsatz mit Geschäftsreisenden nahezu komplett eingebrochen ist. Auch Tagungen sind unter Corona-Regeln schwierig, große Feiern oder Veranstaltungen unmöglich.


Industrie- und Handelskammer Siegen

Koblenzer Straße 121
57072 Siegen

 

Mittwoch, 30. September 2020

Wirtschaft braucht dringend ein Belastungsmoratorium

Leichte Entspannung am Saar-Arbeitsmarkt, aber Risiken bleiben bestehen -  „Der Rückgang der Arbeitslosigkeit folgt dem üblichen saisonalen Muster, denn viele junge Menschen haben im Anschluss an ihre Ausbildung eine Beschäftigung gefunden. Ein stückweit spiegelt er aber auch wider, dass die Konjunktur sich nach dem tiefen Einbruch im Frühjahr allmählich wieder berappelt. Die positive Entwicklung darf aber nicht darüber hinweg täuschen, dass die Lage auf dem Arbeitsmarkt durch das Infektionsgeschehen und den Strukturwandel in der Saarindustrie weiter angespannt bleibt.

In dieser Situation wären zusätzliche Belastungen durch Steuern, Abgaben und noch mehr Bürokratie Gift für den weiteren Erholungsprozess. Die Wirtschaft braucht dringend ein Belastungsmoratorium.“ So kommentierte IHK-Hauptgeschäftsführer Heino Klingen die heute (30. September) von der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit vorgelegten Arbeitsmarktzahlen.

IHK Saarland
Franz-Josef-Röder-Straße 9 | 66119 Saarbrücken

 

Freitag, 25. September 2020

Angespannte Lage im deutschen Mittelstand – Arbeitsplätze durch fehlende Nachfolgeregelungen gefährdet.


Eigentümer übergeben ihre Unternehmen immer später. Die Lage der Unternehmensübergabe im deutschen Mittelstand ist weiterhin brisant, wenn man bedenkt, dass 99 % der deutschen Betriebe ein kleines oder mittleres Unternehmen (KMU) sind und somit viele Arbeitsplätze durch fehlende Nachfolgeregelungen gefährdet werden. Um derartige Entwicklungen zu vermeiden ist eine ausführliche Beratung und Planung essenziell. Für den zweiten gemeinsamen vom Verband Deutscher Bürgschaftsbanken, der Creditreform Rating und der FOM Hochschule für Oekonomie & Management erstellten „Nachfolgemonitor“ wurden bundesweit knapp 7.400 Übernahmen aus den Jahren 2013 bis 2019 untersucht.

Nachfolgebegleitung der Bürgschaftsbank Sachsen-Anhalt

Die Anzahl von Firmenübernahmen im Bereich der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) stieg im vergangenen Jahr weiter an. 2019 hat die Bürgschaftsbank Sachsen-Anhalt 47 Übernahmen (Vj. 26 Übernahmen) mit einem Kreditvolumen von 16 Mio. Euro (Vj. 12 Mio.) genehmigt. Somit gingen 64 % (Vj. 57 %) der Gründungsförderungen der Bürgschaftsbank Sachsen-Anhalt in Unternehmensnachfolgen, nur 36 % (Vj. 43 %) in Neugründungen. Der demografische Wandel spiegelt sich somit auch in den Fallzahlen wieder. Bedenklich ist allerdings das bundesweit weiter ansteigende Durchschnittsalter der Übergebenden von 61 auf 62 Jahre, insbesondere vor dem Hintergrund der ungünstigen Altersstruktur in Sachsen-Anhalt mit dem bundesweit höchsten Durchschnittsalter.

Sologründungen gegenüber Teamgründungen bevorzugt

In diesem Jahr wurde im Nachfolgemonitor erstmalig das Verhältnis von Solo- und Teamgründungen untersucht. Bundesweit haben sich zwischen 2013 und 2019 über 82 % für eine Sologründung bei der Nachfolge entschieden. Lediglich knapp 15 % der Gründungen erfolgt durch zwei Personen und nur knapp 3 % führen ein Unternehmen zu dritt oder in noch größeren Teams fort. Erfolgt die Nachfolge als Team, handelt es sich bei einem Drittel der Teams um gemischte Teams, in rund 60 % um reine Männer-Teams. Ein Team nur aus Übernehmerinnen bestehend machen nur 5 % aus.

Nachfolge in der Corona-Krise

Die Daten des Nachfolgemonitors beziehen sich auf die Jahre 2013–2019. Somit werden die Auswirkungen der Corona-Krise hier noch nicht abgebildet. Durch die nach wie vor bestehende Insolvenzgefahr für viele deutsche Unternehmen, muss aber davon ausgegangen werden, dass die weltweite Pandemie auch Auswirkungen auf die Unternehmensnachfolge zeigen wird. Wolf-Dieter Schwab, Geschäftsführer der Bürgschaftsbank, erklärt: „In diesem Jahr besteht die besondere Herausforderung darin, die Unternehmen in der Corona-Krise zu unterstützen und gleichzeitig die so wichtigen Nachfolgefinanzierungen im Land Sachsen-Anhalt zu begleiten.“

 

Am 29. September 2020 wird die Studie von 09.00 bis 10.00 Uhr per Webkonferenz vorgestellt. Die Zugangsdaten hierzu sowie die Studie zum Download finden Sie auf folgender Website:
www.nachfolgemonitor.de

Wer ist die Bürgschaftsbank Sachsen-Anhalt?

Die Bürgschaftsbank (BB) ist eine Selbsthilfeeinrichtung der gewerblichen Wirtschaft für den Mittelstand. Sie ermöglicht kleinen und mittleren Unternehmen sowie Gründern/-innen den Zugang zu Finanzierungen, wenn  eigenes Kapital und ausreichende Sicherheiten fehlen. Die BB wurde 1990 nach dem Vorbild solcher Einrichtungen in den alten Bundesländern gegründet und ist seitdem Mitglied im Verband Deutscher Bürgschaftsbanken. Die Gesellschafter sind Banken, Sparkassen, Versicherungen, Kammern und Unternehmensverbände. Seit 1990 wurden durch die BB mehr als 5,1 Milliarden Euro Investitionen in Sachsen-Anhalts Wirtschaft ermöglicht und mehr als 167.000 Arbeitsplätze geschaffen bzw. gesichert

 

Bürgschaftsbank Sachsen-Anhalt GmbH
Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Sachsen-Anhalt mbH
Große Diesdorfer Straße 228
39108 Magdeburg

 

Freitag, 4. September 2020

Republik Kasachstan bietet beste Geschäftschancen für die Saarindustrie



Generalkonsul der Republik Kasachstan zu Besuch in der IHK: Beste Geschäftschancen für die Saarindustrie -  Bei seinem Antrittsbesuch im Saarland traf der Generalkonsul der Republik Kasachstan Yermukhambet Konuspayev heute mit Vertretern von Unternehmen und Institutionen in der IHK zusammen. Schwerpunktthemen der Gespräche waren die wirtschaftliche Lage und die Geschäftsaussichten in dem rohstoffreichen Land, die durch die zunehmende Industrialisierung an Dynamik gewinnen. „Wir laden alle Industriebranchen des Saarlands ein, sich den Entwicklungsstand in meiner Heimat anzusehen – unsere Unterstützung bieten wir gerne an", so der Generalkonsul. Er wies darauf hin, dass in der Weiterverarbeitung von Rohstoffen und der Kfz-Produktion in den letzten Jahren bedeutende Kapazitäten aufgebaut wurden, die interessante Geschäftschancen für die Saarindustrie versprechen.
Dazu passend hat auch die IHK ihre Angebotspalette im Kompetenzzentrum Außenwirtschaft nochmals erweitert: „Gemeinsam mit der saaris und dem Wirtschaftsministerium bereiten wir speziell für die hiesige Automobil-Zulieferbranche eine `Virtuelle Markterkundung mit Geschäftsanbahnung´ auf dem kasachischen Markt vor. Neben einem branchenbezogenen Lagebericht wird es dabei auch individuelle Beratungsangebote und die Möglichkeit zu Kontaktgesprächen mit der Auslandshandelskammer (AHK) sowie potenziellen Geschäftspartnern geben", informierte IHK-Geschäftsführer Oliver Groll, der das Kompetenzzentrum Außenwirtschaft leitet, die Teilnehmer des Treffens.
IHK Saarland
Franz-Josef-Röder-Straße 9 | 66119 Saarbrücken

11. und 12. September Aktionstage „Heimat shoppen“ im Saarland



Aktionstage „Heimat shoppen“ bieten viele Überraschungen -  Am 11. und 12. September ist es im Saarland wieder soweit. - Mit einem breiten Angebot an Aktionen werden sich auch in diesem Jahr Händler, Dienstleister und Gastronomen der Kundschaft während der Aktionstage „Heimat shoppen“ präsentieren. Sie finden saarlandweit am 11. und 12. September statt. Neben Gewinnspielen und Rabattaktionen warten Wettbewerbe, Foto-Votings, Genussstände, Schaufenster-Suchspiele, Tombolas, Street-Modenschauen und vieles Weitere auf die Kundinnen und Kunden.

„Vielfalt und Ideenreichtum sind wieder einmal beindruckend. Händler, Gastronomen und Dienstleister haben sich erneut viel einfallen lassen, um das Interesse der Kunden zu wecken und das Einkaufen zu einem Erlebnis zu machen. Ich bin fest davon überzeugt, dass viele Menschen im Saarland nach dem Corona-bedingten Lockdown im Frühling inzwischen wieder Vertrauen in sicheres Einkaufen gefasst haben und zum ‚Heimat Shopper‘ werden“, erklärte Leander Wappler, Leiter Unternehmensförderung der IHK Saarland.  

Die Aktionstage sind der Höhepunkt der diesjährigen Kampagne „Heimat shoppen“, mit der die IHK gemeinsam mit dem Sparkassenverband Saar und Möbel Martin den Kunden wieder mehr Lust zum Shoppen vor Ort machen will. Zugleich wird damit auf die Vielfalt des Angebots an Waren und Dienstleistungen in der Region hingewiesen. Schirmherrin und Ministerin Anke Rehlinger wird am kommenden Freitag, 11. September, um 10 Uhr, gemeinsam mit IHK-Geschäftsführer Dr. Carsten Meier und dem Vorsitzenden des Ensheimer Gewerbevereins, Harald Wagner, die Aktionstage in der Hauptstraße in Ensheim eröffnen. Die hohe Teilnehmerzahl von mehr als 1.200 Unternehmen zeigt, wie wichtig es den Unternehmen ist, sich nach dem Lockdown wieder zurückzumelden. Aktuell haben sich Unternehmen aus 38 Kommunen – und somit nochmals mehr als im Vorjahr – angemeldet. Damit zählt das Saarland einwohnerbereinigt zu den bundesweit aktivsten Regionen.

IHK Saarland
Franz-Josef-Röder-Straße 9 | 66119 Saarbrücken

 

Mittwoch, 2. September 2020

Geplantes Arbeitsschutzkontrollgesetz gefährdet Thüringer Fleischindustrie.


Arbeitnehmerüberlassung in der Fleischindustrie: IHK Südthüringen gegen generelles Verbot von Zeitarbeit - Der Sommer 2020 könnte der letzte gewesen sein, in dem es Thüringer Bratwurst für jedermann auf dem Rost gab. Die große Koalition in Berlin plant für September 2020 die Verabschiedung eines Gesetzes, das der mittelständischen Thüringer Fleischindustrie die Möglichkeit rauben wird, notwendige Belegschaftsstärken überhaupt zu sichern und flexibel auf Auftragsspitzen zu reagieren. Ab April 2021 wird der Einsatz von Zeitarbeit nur noch in kleinen Handwerksbetrieben möglich sein, während dies der Fleischindustrie verwehrt werden soll. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Südthüringen fordert, den Gesetzentwurf für den Erhalt der heimischen Fleischindustrie deutlich zu entschärfen.Mit dem Arbeitsschutzkontrollgesetz soll der Einsatz von Werkvertragsmitarbeitern und Zeitarbeitnehmern in der Fleischindustrie verboten werden. Außerdem sollen vermeintlich klare Verantwortlichkeiten hergestellt werden, indem es verboten wird, dass sich mehrere Personen die Leitung eines fleischverarbeitenden Betriebs teilen. Von diesen beiden Regelungen werden nur Betriebe des Handwerks mit bis zu 49 Beschäftigten ausgenommen.


„Einen willkommenen Anlass für das geplante Gesetz bilden die Corona-Infektionen unter Beschäftigten auf einigen westdeutschen Schlachthöfen. Tatsächlich sprechen sich jedoch Gewerkschaften und verschiedene politische Parteien seit Jahren für weitere Einschränkungen im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung aus. Sie irren sich jedoch, wenn sie glauben, dass es durch Verbote von Arbeitnehmerüberlassungen zu mehr Festeinstellungen kommt. Der Arbeitsmarkt ist in diesem Segment seit Jahren leergefegt, ohne Arbeitnehmerüberlassungen können weder der Regelbetrieb noch saisonale Produktionsspitzen in den Betrieben personell abgesichert werden“, erklärt Dr. Ralf Pieterwas, Hauptgeschäftsführer der IHK Südthüringen.

Der politische Vorstoß ist aus Sicht der IHK Südthüringen auch deshalb unverständlich, da spätestens seit dem Jahr 2107 in die Zeitarbeitsbranche mit Blick auf Löhne und Arbeitsbedingungen stark eingegriffen wurde und diese Dienstleistung seither als reguliert gilt. „Kommt das Verbot der Arbeitnehmerüber-lassung in der Fleischindustrie dennoch, müssen Aufträge abgelehnt, das Saisongeschäft aufgegeben und in der Folge existenzbedrohende Umsatzeinbußen hingenommen werden ohne dass es zu mehr Festanstellungen kommen wird“, so Pieterwas weiter.
Durch den Gesetzentwurf gefährdet sind außerdem Unternehmen, in denen sich im Zuge einer Nachfolgeregelung z. B. Geschwister die Firmenleitung teilen. Soll es nach dem Willen des Gesetzgebers in Zukunft klare Verantwortlichkeiten geben, müssen bisherige Mit-Besitzer in der Regel ausgezahlt werden. Gelingt das nicht, werden Unternehmen verkauft und möglicherweise zerschlagen.

In ihrem Regelungsbedürfnis stellt die Bundesregierung vor allem auf Schlachthofbetriebe in Nordrhein-Westfalen ab, in denen es neben den aufgetretenen Corona-Infektionen in diesem Jahr außerdem im vergangenen Jahr 5.900 registrierte arbeitsrechtliche Verstöße gab. Hingegen attestiert das für Arbeitsschutz zuständige Thüringer Landesamt für Verbraucherschutz den heimischen Unternehmen eine nahezu fehlerfreie Arbeitsweise.

„Die Fleischindustrie in Südthüringen behandelt ihre Mitarbeiter anständig – egal ob festangestellt oder über ein Dienstleistungsunternehmen entliehen. Hingegen hat es in einigen Schlachtbetrieben in den alten Bundesländern Verstöße gegeben. Um Einzelfälle zu regulieren, benötigt man kein Bundesgesetz, das alle Unternehmen über einen Kamm schert, sondern eine Kontrollkultur, die der Name und Inhalt des Entwurfs des Arbeitsschutzkontrollgesetzes richtigerweise auch vorsieht.“, so Dr. Pieterwas.

Für den Fall, dass sich Politik trotz guter Gegenargumente für politische Eingriffe im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung in der Fleischindustrie entscheidet, muss es zumindest möglich bleiben, dass in mittelständischen Betrieben bis 500 Mitarbeitern die Möglichkeit der Inanspruchnahme von Zeitarbeit erhalten bleibt, um das Kerngeschäft zu sichern und saisonale Schwankungen auszugleichen.  Richtig wäre jedoch, die vorgesehene Mindestbesichtigungsquote von jährlich 5 Prozent aller Unternehmen mit dem Ziel einer bundeseinheitlichen Kontrolldichte einzuführen und auf weitere Regulierungen der Arbeitnehmerüberlassung vollständig zu verzichten.


Industrie- und Handelskammer Südthüringen
Bahnhofstraße 4-8
98527 Suhl

Montag, 31. August 2020

Offene Lehrstellen - trotz Corona Azubis dringend gesucht


Unternehmen haben noch viele unbesetzte Ausbildungsplätze Nürnberg – Die Bereitschaft zur Ausbildung ist in Mittelfrankens Unternehmen ungebrochen. Das hat die IHK Nürnberg für Mittelfranken aus Rückmeldungen von Ausbildungsbetrieben erfahren. Dennoch gab es zu Beginn des Ausbildungsjahres nur 6.220 neue Ausbildungsverträge – und damit 14,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Offenbar zögern viele Jugendliche im Corona-Jahr mit dem Start in eine duale Berufsausbildung. Doch auch jetzt ist es noch nicht zu spät: Wer sich noch für eine Ausbildung entscheidet, sollte schnell aktiv werden. Denn grundsätzlich können junge Leute auch nach Beginn des Ausbildungsjahres am 1. September in die Lehre starten. Und unbesetzte Stellen gibt es noch jede Menge.
Technische Berufe - Insgesamt 2.339 Ausbildungsverträge wurden bisher in technischen Berufen geschlossen, das sind 14,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Besonders gefragt sind weiterhin die IT-Berufe, die zum 1. August 2020 neu geordnet worden sind. Bei den technischen Berufen stehen außerdem der Industriemechaniker und der Mechatroniker hoch im Kurs. Kaufmännische Berufe Bei den Kaufleuten verringerte sich die Zahl der Verträge um 14,4 Prozent auf 3.821. Dieser Rückgang verteilt sich relativ gleichmäßig über die verschiedenen Berufsgruppen, auffallend hoch ist er aber im Bereich der Hotel- und Gaststättenberufe.
Nachvermittlungsbörse  - Um die Betriebe bei der Rekrutierung von Jugendlichen zu unterstützen, bietet die IHK in diesem Jahr anstelle der traditionellen Nachvermittlungsbörse zwei „Nachvermittlungs-Days" an. Diese finden am 26. und 27. Oktober statt, Corona-bedingt als virtuelles Format. Eine Chance für Jugendliche ohne Ausbildungsplatz und Unternehmen mit unbesetzten Stellen. Ausbildungsbetriebe können die Bewerbungsgespräche bequem vom Arbeitsplatz aus führen. Die Jugendlichen hingegen kommen in die Räume der IHK am Hauptmarkt in Nürnberg und führen die Gespräche an eigens dafür eingerichteten PC-Plätzen.
Teilzeitausbildung - Mit der Novellierung des Berufsbildungsgesetzes ist es leichter geworden, eine Berufsausbildung in Teilzeit zu beginnen. Bisher musste für eine Verkürzung der wöchentlichen Ausbildungszeit ein berechtigtes Interesse des Auszubildenden nachgewiesen werden. Seit Januar 2020 steht die Ausbildung in Teilzeit jedem Auszubildenden offen.
Studienaussteiger als gefragte Zielgruppe - Immer noch verlässt etwa jeder dritte Student die Hochschule ohne Abschluss. Solche Studienaussteiger sind für die mittelfränkischen Ausbildungsbetriebe eine interessante Zielgruppe – und die duale Ausbildung ist eine interessante Alternative zum Studium: Studienabbrecher können sich in kurzer Zeit zum Bachelor Professional qualifizieren. Die Ausbildung kann auf bis zu 18 Monate verkürzt werden, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind. Dazu gehören eine Studiendauer von mindestens zwei Semestern, mindestens 30 Credit Points (ECTS) und ein Bezug des abgebrochenen Studiums zum zukünftigen Ausbildungsberuf. Unter Umständen ist sogar ein Direkteinstieg in eine Weiterbildung möglich.
Ausbildungsprämie - Betriebe, die von der Corona-Pandemie in erheblichem Umfang betroffen sind und weniger als 250 Beschäftigte haben, können für Ausbildungsverträge eine Prämie in Höhe von 2.000 bzw. 3.000 Euro beantragen. Voraussetzung ist, dass das Ausbildungsverhältnis spätestens am 15. Februar 2021 beginnt. Zudem muss der Betrieb das Ausbildungsvolumen der letzten drei Jahre beibehalten bzw. erhöhen. Die Prämie bietet einen zusätzlichen Anreiz, Auszubildende einzustellen. Zahlreiche Unternehmen in Mittelfranken haben hiervon bereits Gebrauch gemacht und die entsprechenden Bescheinigungen bei der IHK angefordert.
Zahlreiche Projekte rund um die Ausbildung  - Die IHK agiert am Ausbildungsmarkt mit zahlreichen Projekten, die ausbildenden Unternehmen und Azubis einen Mehrwert liefern – sei es zum Matching zwischen Betrieb und Jugendlichen (IHK-Lehrstellenbörse, IHK-AusbildungsScouts etc.) oder auch während der Ausbildung – für schwache wie auch für besonders engagierte Auszubildende (KollegenCoaching, Schöller Azubi Akademie etc.). Die IHK betreut in Mittelfranken rund 180 Ausbildungsberufe, von A wie Automobilkaufmann bis Z wie Zerspanungsmechaniker.
Industrie- und Handelskammer Nürnberg für Mittelfranken
Hauptmarkt 25/27
90403 Nürnberg

Donnerstag, 27. August 2020

Guter Einstieg ins Arbeitsleben motiviert und fördert den Zusammenhalt


27.08.2020 -  Zum Start des neuen Ausbildungsjahres am 01. September betont die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. die hohe Bedeutung der Berufsausbildung für die Fachkräftesicherung. „Die Ausbildungsbereitschaft beispielsweise der Betriebe in der bayerischen Metall- und Elektro-Industrie ist weiterhin hoch. Unsere Unternehmen setzen auf die Zukunft und bieten den jungen Menschen langfristig gute Perspektiven und ein attraktives Arbeitsumfeld“, sagt vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Für einen erfolgreichen Ausbildungsverlauf und -abschluss ist ein guter Start entscheidend. „In den ersten Tagen wird der Grundstein für die spätere Zusammenarbeit und die Motivation der Auszubildenden gelegt.
Brossardt: „Intensive Vorbereitung der ersten Ausbildungstage ist wichtig“
Ein gelungener Einstieg fördert die Bindung an den Ausbildungsbetrieb und verhindert, dass die jungen Menschen die Ausbildung wieder abbrechen“, erläutert Brossardt und ergänzt weiter: „In Bayern lag die Auflösungsquote der Ausbildungsverträge im Jahr 2018 bei rund 24 Prozent. Das ist viel zu hoch, aber besser als der bundesdeutsche
Durchschnitt von 26,5 Prozent. Wir müssen hier durch weiter optimierte Berufsorientierung vor der Wahl des Ausbildungsberufes noch besser werden. Die Verbände setzten sich mit einer Reihe von innovativen Projekten und Veranstaltungsreihen beispielsweise im Rahmen von ‚sprungbrett bayern‘ für eine zielorientierte Berufswahl ein.“

Die bayerischen Unternehmen organisieren zum Ausbildungsbeginn Einführungstage, häufig unter Einbeziehung älterer Azubis. Auf diese Weise können die neuen Auszubildenden das Unternehmen, die Kolleg*innen und sich gegenseitig kennenlernen. Sie werden von Anfang an intensiv einbezogen und in ihre neuen Aufgaben eingewiesen. Außerdem werden sie so mit den betrieblichen Regelungen und Prozessen vertraut gemacht.

„Der erste Eindruck zählt. Deshalb ist es für die weitere Zusammenarbeit entscheidend, dass die Motivation der jungen Berufseinsteiger von Beginn an hochgehalten und den Jugendlichen eine positive Einstellung zur Ausbildung und zu ihrem Unternehmen vermittelt wird“, betont Brossardt.
ibw – Informationszentrale der Bayerischen Wirtschaft e. V.
Max-Joseph-Straße 5
80333 München

Dienstag, 25. August 2020

Saarwirtschaft stabilisiert sich auf niedrigem Niveau.



25.08.2020  - In der Saarwirtschaft verdichten sich die Anzeichen für eine weitere Stabilisierung der Konjunktur. Das signalisieren die Meldungen der Unternehmen zu ihrer aktuellen Geschäftslage und zu den Erwartungen für die kommenden sechs Monate. Während die Geschäftsaussichten mit einem Minus von 7,1 Zählern in etwa auf dem Vormonatsniveau verharrten, hat sich die Geschäftsläge zum zweiten Mal in Folge aufgehellt. Der IHK-Lageindikator stieg um 3,2 Punkte auf nunmehr minus 4,5 Zähler. Er hat sich damit von seinem Tiefstand im Juni dieses Jahres deutlich erholt. Ursächlich für den jüngsten Anstieg sind verbesserte Lageeinschätzungen in Teilen der Saarindustrie. Sie deuten darauf hin, dass nach dem Dienstleistungsgewerbe nun auch die Industriekonjunktur die Talsohle durchschritten hat. „Die Saarwirtschaft steht trotz der Belebungstendenzen weiterhin vor schwierigen Zeiten. Sorgen bereitet nach wie vor das für die exportorientierte Saarindustrie so wichtige internationale Umfeld.
Zwar ziehen der private Konsum und die Investitionsbereitschaft der Unternehmen inzwischen wieder an. Dies dürfte aber nicht ausreichen, um im weiteren Jahresverlauf die gesamtwirtschaftlichen Folgen des Lockdowns im Frühjahr auch nur annähernd auszugleichen. Angesichts der deutlichen Rückgänge bei Industrieumsätzen, Auftragseingängen und Exporten rechnen wir für 2020 weiterhin mit einen herben Einbruch der Wirtschaftsleistung im Saarland von rund 15 Prozent.“ So kommentierte IHK-Geschäftsführer Dr. Carsten Meier die Ergebnisse der August-Umfrage der IHK Saarland, an der sich rund 300 Unternehmen mit gut 120.000 Beschäftigten beteiligten.

Insgesamt bewerten derzeit 22 Prozent der befragten Unternehmen ihre Geschäftslage mit gut, 51 Prozent mit befriedigend und 27 Prozent mit schlecht. Mehr Besser- als Schlechtermeldungen kommen aus der Medizintechnik, dem Ernährungsgewerbe, der Elektroindustrie, dem Stahlbau sowie der Bauwirtschaft. In den Schlüsselbranchen der Saarwirtschaft – der Stahlindustrie, dem Fahrzeugbau und dem Maschinenbau – ist die Lage wegen der Überlagerung von strukturellen und konjunkturellen Faktoren dagegen weiterhin teils deutlich angespannt. Über alle Branchen gerechnet ist der Umsatz der Saarindustrie in den ersten sechs Monaten dieses Jahres um 24,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum eingebrochen (Bund: -13,6 Prozent), das Exportgeschäft büßte sogar 26,0 Prozent (Bund: -16,6 Prozent) ein.
Geschäftslage abermals verbessert

Deutlich besser ist hingegen die Stimmung in weiten Teilen des Dienstleistungssektors – auch wenn die Auslastung in einigen Branchen noch immer weit unter dem Vor-Corona-Niveau liegt. Insgesamt berichten 83 Prozent der befragten Unternehmen über gute oder befriedigende Geschäfte. Lebhafte Geschäfte vermelden die IT-Branche und die Versicherungswirtschaft. Im Handel, bei Banken und im Verkehrsgewerbe ist die Lage überwiegend befriedigend. Ein Großteil der Hotellerie, Gastronomie und Freizeitwirtschaft befindet sich dagegen weiter in einer äußerst schwierigen Situation.

Mit Strukturhilfen und einem Altlastenfonds die Zukunft sichern

In den kommenden Monaten dürfte sich die Saarwirtschaft weiter in sehr schwierigem Fahrwasser bewegen. Insgesamt rechnen neun Prozent mit besseren, 75 Prozent mit gleichbleibenden und 16 Prozent mit schlechteren Geschäften. Optimistische Stimmen kommen vorwiegend von unternehmensnahen Dienstleistern und aus dem Verkehrsgewerbe. Im Fahrzeugbau sowie in der Gummi- und Kunststoffindustrie überwiegt dagegen weiterhin die Skepsis. Hintergrund dafür sind die schwachen Auftragseingänge im verarbeitenden Gewerbe im ersten Halbjahr, die deutlich unter dem Vorjahreswert lagen (-25,9 Prozent, Bund: -14,9 Prozent). „Das Saarland steht vor einer dreifachen Herausforderung, denn parallel zur Stabilisierung der Konjunktur müssen auch die Auswirkungen des tiefgreifenden Strukturwandels auf die Unternehmen abgefedert und die Investitionsfähigkeit der Kommunen gesichert werden. Ohne rasche finanzielle Hilfen des Bundes wird dies nicht zu meistern sein. Mit kräftigen Strukturhilfen für Unternehmen und einem auskömmlichen kommunalen Altlastenfonds ließe sich dagegen die Zukunft sichern“, so Meier.
IHK Saarland
Franz-Josef-Röder-Straße 9 | 66119 Saarbrücken

Montag, 17. August 2020

Berufsausbildung: Neue IHK-Hotline für Eltern


Bedingt durch die Coronakrise müssen derzeit viele Aktivitäten zur Berufsorientierung wie Ausbildungsmessen oder Betriebspraktika ausfallen. Hierdurch ist es in diesem Jahr für Schulabgänger deutlich schwieriger, sich umfassend über Ausbildungsmöglichkeiten in der Saarwirtschaft zu informieren. Dadurch kommt den Eltern als Ratgeber ihrer Kinder eine ganz besondere Verantwortung zu. Für sie hat die IHK jetzt eine eigene Hotline geschaltet: die „IHK-Eltern-Hotline". Sie ist von Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr erreichbar. Unter der Rufnummer 0681 9520-466 beantworten IHK-Experten aus dem Team AnschlussDirekt individuelle Fragen rund um die duale Berufsausbildung. Sie informieren etwa über Ausbildungsmöglichkeiten in Industrie, Handel, Dienstleistung und geben Tipps zu Berufswahl und -einstieg.
„Jugendliche benötigen gerade jetzt Hilfe, um bei der Berufswahl den für sie passenden Weg einzuschlagen. Eltern spielen dabei eine herausragende Rolle für ihren Nachwuchs – und wir möchten sie bestmöglich in dieser Rolle unterstützen", erläutert IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Heino Klingen die Aktion. Wer jetzt noch eine Ausbildungsstelle suche, habe beste Chancen. „In unserer IHK-Lehrstellenbörse werden derzeit zahlreiche attraktive Lehrstellen angeboten. Weil viele Ausbildungen erst im Herbst beginnen, ist es noch lange nicht zu spät für den Start in eine ‚Karriere mit Lehre‘ in einem IHK-Beruf“, so Klingen.

Förderprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ angelaufen

Der IHK-Hauptgeschäftsführer ist optimistisch, dass der durch die  Coronakrise verursachte Rückgang bei der Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge mit der Eltern-Hotline und weiteren Maßnahmen in den nächsten Wochen noch deutlich verringert werden kann. Klingen: „Wertvoll ist dafür auch das Förderprogramm ‚Ausbildungsplätze sichern‘, das seit Anfang August in Kraft ist. Kleine und mittlere Unternehmen können über das Programm einen Zuschuss zu den Kosten für die Ausbildung von Nachwuchskräften erhalten, wenn sie von der Corona-Pandemie maßgeblich betroffen sind und ihr Ausbildungsangebot im Schnitt der letzten drei Jahre halten, oder sogar steigern.“ Anträge für Prämien von 2.000 bzw. 3.000 Euro können bei der Bundesagentur für Arbeit gestellt werden. Voraussetzung für den Erhalt der Prämie ist, dass das Unternehmen unter 250 Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente) beschäftigt und von der Pandemie im Frühjahr überdurchschnittlich schwer betroffen war, d.h. für eine längere Zeit Kurzarbeit hatte oder einen Umsatzeinbruch von 60 Prozent im April/Mai nachweisen kann.


Weitere Informationen:

IHK-Eltern-Hotline: 0681 9520-466
Lehrstellenbörse: www.ihk-lehrstellenboerse.de


IHK Saarland
Franz-Josef-Röder-Straße 9 | 66119 Saarbrücken