Business-blogger

Business-blogger mit täglichen Nachrichten und Themenbeiträgen von Industrie-und Handelskammern (IHK ) aus Deutschland und Österreich.

Dienstag, 25. Februar 2020

Saarkonjunktur mit ersten Silberstreifen am Horizont - Februar-Umfrage der IHK Saarland.


Geschäftsaussichten erneut besser -Die Stimmung in der Saarwirtschaft hat sich im Februar leicht aufgehellt. Das signalisieren die Meldungen der Unternehmen zu ihrer aktuellen Geschäftslage und zu den Erwartungen für die kommenden sechs Monate. Während die Lageeinschätzungen angesichts unverändert schwacher Industriekonjunktur mit 17,7 Zählern in etwa auf dem Vormonatsniveau verharrten, haben sich die Aussichten zum fünften Mal in Folge verbessert. Der Erwartungsindikator stieg um 1,3 Punkte auf nunmehr minus 3,3 Zähler und hat sich inzwischen deutlich von seinem Tiefpunkt im September 2019 (minus 11,9 Zähler) erholt. „Die Meldungen der Unternehmen geben Anlass zur Hoffnung, dass sich die Saarkonjunktur weiter stabilisiert. Allerdings dürfte die weitere Wegstrecke zunächst noch holprig bleiben und eher einer Seitwärtsbewegung folgen. Denn das für die exportorientierte Saarwirtschaft so wichtige internationale Umfeld bereitet nach wie vor Sorgen.
Das liegt nicht zuletzt an der Ausbreitung des Coronavirus und den absehbaren Produktions- und Nachfrageausfällen in China. Zudem dämpfen ausbleibende Impulse im Inland die Investitionsbereitschaft der Unternehmen. Für die weitere Entwicklung ist jetzt entscheidend, dass die Politik rasch die Wachstumskräfte stärkt, etwa mit einer Innovations- und Investitionsoffensive auf den Feldern Infrastruktur, Energiewende und Klimaschutz sowie mit einer Senkung der Unternehmenssteuerlast auf OECD-Niveau. Dies wäre ein wichtiges Signal des Aufbruchs.“ So kommentierte IHK-Geschäftsführer Dr. Carsten Meier die Ergebnisse der Februar-Umfrage der IHK Saarland, an der sich rund 300 Unternehmen mit gut 120.000 Beschäftigten beteiligten.
Insgesamt bewerten derzeit 34 Prozent der befragten Unternehmen ihre Geschäftslage mit gut, 50 Prozent mit befriedigend und 16 Prozent mit schlecht. Rund laufen die Geschäfte nur noch in der Medizintechnik. Im Ernährungsgewerbe, in der Elektroindustrie, in der Gummi- und Kunststoffindustrie, in der Keramikindustrie, bei den Herstellern von Metallerzeugnissen, im Stahlbau, im Maschinenbau, in der Bauwirtschaft und in weiten Teilen des Fahrzeugbaus ist die Lage überwiegend befriedigend. In der Stahlindustrie und bei den Gießereien bleibt sie weiterhin angespannt.  

Deutlich besser als in der Industrie ist die Stimmung im Dienstleistungssektor. Hier berichten 94 Prozent der befragten Unternehmen über gute oder befriedigende Geschäfte. Gute Geschäfte melden die Versicherungswirtschaft, die IT-Branche sowie die Hotellerie und Gastronomie. Bei den Banken, im Handel und in den industrienahen Bereichen des Transportgewerbes ist die Lage überwiegend befriedigend.
 
Keine Strukturbrüche riskieren!

In den kommenden Monaten dürfte die Saarwirtschaft nur in Trippelschritten vorankommen. Insgesamt rechnen neun Prozent der Unternehmen mit besseren, 78 Prozent mit gleichbleibenden und 13 Prozent mit schlechteren Geschäften. Skeptische Stimmen kommen vor allem aus der Industrie. Hier liegt der Erwartungsindikator mit minus 6,3 Zählern trotz deutlicher Erholungstendenz in den letzten Monaten noch immer im negativen Bereich. In den Dienstleistungsbranchen stehen die Ampeln dagegen weitgehend auf Grün: „Damit aus der fortschreitenden Transformation in den Kernbranchen der Industrie keine Strukturbrüche entstehen, sollte sich der Bund für die Änderungen der Europäischen Beihilferegeln stark machen. Das betrifft insbesondere die Anpassung der Finanzierungsgrenzen sowie der Schwellenwerte für Betriebsgrößen. Andernfalls wäre es dem Bund nicht möglich, Bürgschaften für Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern bereitzustellen, die vom Strukturwandel besonders betroffen sind“, so Meier
IHK Saarland
Franz-Josef-Röder-Straße 9 | 66119 Saarbrücken

Sonntag, 16. Februar 2020

Berliner Wirtschaft braucht die Verbundausbildung auch im dualen Studium.


Zur Roadmap Duales Studium sagt Jörg Nolte, Geschäftsführer Wirtschaft & Politik der IHK Berlin: „Die Wirtschaft unterstützt den Ausbau von Studiengängen in den sogenannten MINT-Fächern. Wir wissen von unseren Mitgliedsunternehmen, dass gerade in diesem Bereich der Fachkräftemangel besonders groß ist. Attraktive duale Studiengänge vor Ort in Berlin können helfen, diese Lücke zu schließen. Wichtig ist aus unserer Sicht auch die Einrichtung einer Dualen Agentur, die nicht nur Unternehmen und Schulabgänger berät sondern auch qualitätssichernd tätig ist.
Die Beispiele aus Brandenburg und anderen Bundesländern zeigen, dass eine solche Agentur als Dachmarke eine sehr sinnvolle Einrichtung ist. Aus Sicht der Berliner Wirtschaft wäre es in Berlin mit seinem hohen Anteil an kleinen und mittelständischen Unternehmen zudem wünschenswert, wenn die Verbundausbildung auch im dualen Studium möglich wäre. So könnten mehr kleine Unternehmen eingebunden werden.“

IHK Berlin | Fasanenstraße 85 | 10623 Berlin
Internet: www.ihk-berlin.de

Dienstag, 14. Januar 2020

20.Januar 2020 - IHK-Termin: Die Zukunft der Mobilität in der Landeshauptstadt Saarbrücken


Die zügige Erreichbarkeit und die Mobilität innerhalb der Landeshauptstadt Saarbrücken sind wichtige Standortfaktoren – heute wie auch in Zukunft. Doch wie werden sich Menschen in zehn Jahren in der Stadt bewegen? Wie erreichen sie Hotspots wie Fußgängerzone, Europagalerie, Congresshalle oder Universitätscampus? Welchen Einfluss haben die Pläne zur Reduzierung der Emissionen auf den Verkehr in der (Innen-)Stadt und wie können Städte für alternative Mobilitätsformen attraktiver werden?
Der Verkehrsexperte Prof. Dr. Wilko Manz, Leiter des Instituts für Mobilität & Verkehr (imove) an der TU Kaiserslautern, stellt die aktuellen und zukünftigen Entwicklungen urbaner Mobilitätssysteme im Rahmen einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung am Montag, 20.Januar um 18 Uhr in der IHK Saarland vor.
Ein besonderes Augenmerk legt er auf Anbindung der Stadt mit dem Umland, die Erreichbarkeit des Stadtzentrums für Besucher und Lieferanten sowie die Zukunft der betrieblichen Mobilität. Dabei wird er auch darauf eingehen, wie die Entscheidungsträger der Stadt die Möglichkeiten der Digitalisierung nutzen können, um den Verkehrsfluss zu lenken, ihn zu verbessern oder gar Pendler zum Umstieg vom PKW auf den ÖPNV zu bewegen.

Zu dieser Veranstaltung lädt die IHK gemeinsam mit den Kooperationspartnern HWK des Saarlandes und der Saarländischen Gesellschaft für Kulturpolitik ein. Eine Anmeldung bis zum 17. Januar ist erforderlich  (e-Mail veranstaltungen@saarland.ihk.de).


PROGRAMM:

Herzlich willkommen!
Dr. Heino Klingen, Hauptgeschäftsführer der IHK Saarland

Keynote „Die Zukunft der Mobilität“
Prof. Dr. Wilko Manz, Leiter des Instituts für Mobilität & Verkehr (imove) an der TU Kaiserslautern

Podiumsdiskussion: Die Zukunft der Mobilität in der Landeshauptstadt Saarbrücken –
Herausforderungen und Handlungsbedarf

§        Knut Engler, Geschäftsführer Go! Express & Logistics
§        Michael Genth, Geschäftsführer der Leder Spahn GmbH
§        Sebastian Kurth, Amtsleiter für Wirtschaftsförderung, Arbeitsmarkt und grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Landeshauptstadt Saarbrücken

§        Prof. Dr. Wilko Manz, Leiter des Instituts für Mobilität & Verkehr (imove) an der TU Kaiserslautern

§        Roland Rolles, Vizepräsident für Verwaltung und Wirtschaftsführung der
Universität des Saarlandes

Herzlichen Dank!
Bernd Wegner, Präsident der HWK des Saarlandes und Dr. Kurt Bohr, Vorsitzender der Saarländischen Gesellschaft für Kulturpolitik e. V.


Im Anschluss: Imbiss und Get-together



IHK Saarland
Franz-Josef-Röder-Straße 9 | 66119 Saarbrücken
Internet: www.saarland.ihk.de

Mittwoch, 25. Dezember 2019

Konjunktur IHK Südthüringen - 2020 wird ein Jahr mit etwas geringerer Schlagzahl


Normalisierung erwartet - Konjunkturbericht Herbst 2019 der IHK Südthüringen für das Land Thüringen - Die Geschäfte laufen für die Mehrheit der Thüringer Unternehmen nach wie vor gut. Zwar liegen die Spitzenwerte von Umsatz und Auslastung bereits ein Jahr zurück. Trotzdem stellt sich die Wirtschaft in weiten Teilen noch kraftvoll dar. Die Geschäftserwartungen vieler Betriebe greifen jedoch Risiken wie die internationalen Handelskonflikte und die Transformation im Automobilbereich auf. Daher könnte 2020 ein Jahr mit etwas geringerer Schlagzahl werden. Diese Ergebnisse liefert die Konjunkturumfrage Herbst, die die Industrie und Handelskammer Südthüringen (IHK) nun für Thüringen ausgewertet hat.
Die Geschäftslage bewerten derzeit 47 Prozent der Unternehmen als gut und 39 Prozent als saisonüblich bzw. befriedigend. Grund für die Bewertung ist die nach wie vor hervorragende Ertragslage: 50 Prozent der Unternehmen erzielen derzeit Gewinne, weitere 39 Prozent machen ausgeglichene Geschäfte. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Ertragslage für 22 Prozent der Unternehmen verbessert, für weitere 52 Prozent blieb sie unverändert.
Für die kommenden Monate gehen 13 Prozent der Unternehmen von besseren Geschäften aus, 62 Prozent erwarten keine Veränderung. Der Konjunkturklimaindikator, den die IHK Südthüringen als geometrischen Mittelwert aus den Lage- und Erwartungseinschätzungen der Unternehmen errechnet, erreicht 108,0 von 200 möglichen Punkten. Gegenüber dem Frühsommer geht der Indikator um 9 Punkte zurück.

„Der Konjunkturklimaindikator zeigt die Richtung der Wirtschaftsentwicklung in Thüringen an. Dreimal in Folge ist unser Indikator jetzt zurückgegangen, vor allem, weil sich die Geschäftserwartungen der Unternehmen verschlechtert haben. Wir gehen daher von einer Abschwächung des Wirtschaftswachstums aus. Gleichzeitig erreicht der Indikator mit 108,0 Punkten mehr als die Hälfte der möglichen Punkte. Das zeigt, dass es den Unternehmen mehrheitlich gut geht. Wir werten dies als Normalisierung nach den phantastischen Wirtschaftszahlen in den Jahren 2017 und 2018“, erklärt Jan Scheftlein, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Südthüringen.

Verringert sich die Schlagzahl tatsächlich, wird es in vielen Unternehmen Aktivitäten geben, die die Wettbewerbsbedingungen verbessern. So planen 79 Prozent Investitionen. Hauptzielsetzung sind mit einem Anteil von 59 Prozent Modernisierungsmaßnahmen und Ersatzinvestitionen. 25 Prozent der Unternehmen planen zudem Ausgaben für neue Produkte, Dienstleistungen und Verfahren. Mit diesen Maßnahmen kann die Thüringer Wirtschaft im nächsten Aufschwung Marktanteile gewinnen.

Etwas zurückhaltender fallen hingegen die Beschäftigungserwartungen aus. 11 Prozent der Unternehmen rechnen mit einem steigenden Personalbestand, 16 Prozent erwarten, dass sich die Zahl ihrer Mitarbeiter reduziert. Dies ist einerseits Folge des wachsenden Wettbewerbs um Fachkräfte. Andererseits müssen in einer Konjunkturabschwächung alle Kosten auf den Prüfstand. Berufe, in denen es keine Stellenbesetzungsschwierigkeiten gibt, laden zur Optimierung ein. Außerdem sinkt der Bedarf an Zeitarbeitnehmern, wenn es weniger Produktionsspitzen gibt.

Blick in die Branchen
In der Industrie geht der Konjunkturklimaindikator um 18 Punkte im Vergleich zum Frühsommer zurück. Er erreicht 96,3 Punkte. Zwar verfügen 56 Prozent der Unternehmen über eine Kapazitätsauslastung von mindestens 80 Prozent. Allerdings haben 43 Prozent weniger Aufträge als im Vorjahr. Vor allem das Auslandsgeschäft hat sich abgeschwächt. Daher verfügen lediglich 65 Prozent über einen zufriedenstellenden Auftragsvorlauf. In der Industrie stehen daher neben Ersatzinvestitionen vor allem kostensenkende Maßnahmen an. Die IHK Südthüringen empfiehlt der Branche wegen des harten Wettbewerbs um gute Mitarbeiter, zunächst Kurzarbeit zu erwägen, ehe die Trennung von Mitarbeitern vollzogen wird.

Im Handel gibt es derzeit zwei gegenläufige Entwicklungen. Die Stimmung im Einzelhandel ist angesichts von Lohnsteigerungen auf breiter Front und saisonaler Effekte vorsichtig optimistisch. Im Großhandel führt die Abschwächung in der Industrie hingegen bereits jetzt zu Umsatzeinbußen im Vergleich zum Vorjahr für 36 Prozent der Unternehmen. Infolgedessen sinkt der Konjunkturklimaindikator um 4 Punkte auf 102,3 Punkte.

Das Baugewerbe gerät in Folge zunehmender Stellenbesetzungsprobleme an seine Grenzen. Während sich die Beurteilung der Lage noch einmal verbessert, schwächen sich die Erwartungen ab. Der Konjunkturklimaindikator fällt um 7 Punkte auf 116,6 Punkte. In diesem Jahr konnten 22 Prozent der Unternehmen ihren Auftragsbestand gegenüber dem Vorjahr steigern, für 62 Prozent ergab sich keine Veränderung. 41 Prozent verfügen derzeit über einen Auftragsvorlauf von vier Monaten und mehr, 45 Prozent sind für mindestens drei Monate ausgelastet – Spitzenwerte angesichts der jahreszeitbedingten Witterung.

Abschwächung in der Industrie bedeutet weniger Transportbedarf für das Verkehrsgewerbe. Mehr als ein Drittel der Speditionen und reinen Fuhrunternehmen melden Einbußen im Beförderungsvolumen. Gleichwohl verfügen 86 Prozent der Unternehmen über eine Auslastung von 70 Prozent, Das sind gute Werte. Allerdings sind sie nicht auskömmlich. 29 Prozent der Unternehmen wollen Preiserhöhungen vornehmen, um steigenden Kosten für Kraftstoffe und Personal etwas entgegensetzen zu können. Der IHK-Konjunkturklimaindikator sinkt um 11 Punkte auf 96,7 Punkte.

Im Gastgewerbe hat sich die Beurteilung der Geschäftslage verbessert. Die Wintersaison fällt hingegen witterungsbedingt häufig schwächer aus. Der Städte- und Wandertourismus funktionieren bei Sonnenschein besser als bei nasskaltem Wetter. Die Wintersportorte locken viele Tagesgäste, die im Gastgewerbe nur geringe Spuren hinterlassen. Der Konjunkturklimaindikator geht daher saisonbedingt um 4 Punkte auf 120,2 Punkte zurück.

Die unternehmensnahen Dienstleister passen ihre Erwartungen an die Entwicklung in den anderen Branchen an. Nachdem 2019 bisher für die Dienstleistungswirtschaft umsatz- und ertragsseitig hervorragend gelaufen ist, erwartet jeder fünfte Betrieb mit gewerblichen Kunden in den kommenden Monaten weniger Umsatz. Der Konjunkturklimaindikator greift auch diese Erwartungen auf. Er fällt um 7 Punkte auf 115,2 Punkte.

Zur Information:
Die Auswertung der IHK-Konjunkturumfrage erfolgt alternierend durch die drei Thüringer IHKs. Die Umfrage zu Jahresbeginn wertet die IHK Ostthüringen zu Gera aus, im Sommer besorgt die IHK Erfurt die Auswertung und gegen Ende des Jahres veröffentlicht die IHK Südthüringen die Ergebnisse der Herbst-Umfrage. Für die Auswertung wurden sämtliche Antworten, die bereits in den drei beteiligten IHKs regional ausgewertet wurden, zu einem gemeinsamen Datensatz zusammengefasst und erneut analysiert. Auf diese Weise ergibt sich ein geschlossenes Bild für die Thüringer Wirtschaft. Wesentliche Ergebnisse sind unter https://www.suhl.ihk.de/unternehmen/standortpolitik/umfragen-und-statistiken/konjunktur abrufbar.


Industrie- und Handelskammer Südthüringen
Bahnhofstraße 4-8
98527 Suhl

Sonntag, 15. Dezember 2019

IHK Südthüringen hat ehrenamtliche Prüferinnen und Prüfer geehrt.


IHK Südthüringen würdigt ehrenamtliche Prüfer  - Am 12. Dezember 2019 hat die IHK Südthüringen ehrenamtliche Prüferinnen und Prüfer der dualen Ausbildung und der höheren beruflichen Bildung in einer Festveranstaltung im Suhler Congress Centrum geehrt. 113 Prüfer sind seit 10 Jahren und 77 bereits seit 20 Jahren in Prüfungsausschüssen der IHK Südthüringen tätig. Diese Prüfer würdigte die IHK Südthüringen im Rahmen der Festveranstaltung mit der Verleihung der Ehrennadel in Bronze bzw. in Silber.  Anlass ist das Ende der fünfjährigen Berufungsphase von rund 700 Prüferinnen und Prüfern der dualen Ausbildung und der höheren beruflichen Bildung am 31. Dezember 2019. Mit einer Festveranstaltung im Suhler Congress Centrum vor rund 350 Gästen dankte sie den Prüferinnen und Prüfern für ihre engagierte ehrenamtliche Arbeit.
Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Südthüringen hat am 12. Dezember 2019 ehrenamtliche Prüferinnen und Prüfer geehrt.

Die ehrenamtliche Tätigkeit der Prüferinnen und Prüfer ist ein Schwerpunkt der hoheitlichen Aufgaben der IHK Südthüringen. Aktuell sind 716 Prüferinnen und Prüfer in 119 Prüfungsausschüssen im Kammerbezirk tätig. Im Laufe der nun zu Ende gehenden Berufungsphase haben sie ca. 4.000 Prüfungen von 13.504 Prüflingen in 130 Aus- und Fortbildungsberufen begleitet.

Von den 716 Prüfern sind 113 seit 10 Jahren und weitere 77 bereits seit 20 Jahren in Prüfungsausschüssen der IHK Südthüringen tätig. Diese Prüfer würdigte die IHK Südthüringen im Rahmen der Festveranstaltung mit der Verleihung der Ehrennadel in Bronze bzw. in Silber. Darüber hinaus wurden 37 sogenannte »Prüfer der ersten Stunde« ausgezeichnet, die bereits seit 1991 als Prüfer aktiv sind.

Über die höchste Auszeichnung der IHK Südthüringen, die Ehrennadel in Gold, durfte sich Ralf-Peter Jander freuen. Herr Jander ist seit 1980 in der dualen Ausbildung tätig und hat mehr als 100 Auszubildende ins Berufsleben geführt und begleitet. Seit 1994 ist er Vorsitzender des Berufsbildungsausschusses der IHK Südthüringen und in diesem Amt 26 Jahre ehrenamtlich tätig.

Dr. Peter Traut, Präsident der IHK Südthüringen, erklärte: „Seit 2001 ist es uns ein besonderes Anliegen, die ehrenamtlich tätigen Prüferinnen und Prüfer im würdigen Rahmen besonders zu ehren und auszuzeichnen. Prüfer zu sein ist eine sehr verantwortungsvolle und zeitaufwendige Aufgabe. Sie schaffen die richtige Prüfungsatmosphäre, motivieren die Prüflinge und entscheiden mit Sachverstand über die berufliche Qualifikation der jungen Absolventen. Die Prüfer sind eine tragende Säule der Fachkräfteentwicklung in unserer Region und das Rückgrat der beruflichen Bildung. Ohne sie wäre unser duales Ausbildungssystem nicht so gut, wie es ist.“

Die Mehrheit der bereits in dieser Berufungsphase tätigen Prüferinnen und Prüfer wird die IHK Südthüringen weiterhin begleiten, einige werden aus Altersgründen oder aufgrund beruflicher Neuorientierung nicht mehr in den Prüfungsausschüssen tätig sein können. Diesen Prüferinnen und  Prüfern dankte die IHK Südthüringen in besonderem Maße und wünscht alles Gute für den weiteren Lebensweg.

Im Jahr 2020 steht die Neuberufung der Prüfer der IHK Südthüringen für die nächsten fünf Jahre an. Derzeit werden Prüfer für alle Aus- und Weiterbildungsberufe gesucht. Zu den Aufgaben von Prüfern gehören insbesondere die Korrektur von schriftlichen Prüfungsarbeiten sowie die Abnahme der Fachgespräche und praktischen Prüfungen. Die wichtigsten Voraussetzungen für eine Prüfertätigkeit sind die fachliche Kompetenz, der aktive praktische Bezug zum zu prüfenden Beruf, die persönliche Eignung und pädagogische Kenntnisse.
Neue Berufungsperiode für Prüfer beginnt am 1. Januar 2020  - Anfragen für eine Prüfertätigkeit nimmt die IHK Südthüringen gern entgegen. Interessenten können sich unter Tel. +49 3681 362-152 oder weisheit@suhl.ihk.de melden.

foto © IHK Südthüringen



Industrie- und Handelskammer Südthüringen
Bahnhofstraße 4-8
98527 Suhl

Samstag, 14. Dezember 2019

Tachografenpflicht: Keine Mehrbelastung für den Mittelstand


Abschluss der interinstitutionellen Verhandlungen zum Straßenverkehrspaket. Keine Mehrbelastung für den Mittelstand, aber Chance zur Ausweitung der Handwerkerausnahme verpasst- Das Europäische Parlament und die Mitgliedstaaten haben heute Morgen die langwierigen Verhandlungen zum Straßenverkehrspaket abgeschlossen. Der verkehrspolitische Sprecher der CSU-Europagruppe, Markus Ferber, fasst zusammen: „Ziel war es, unlautere Praktiken zu unterbinden, die die Straßen gefährlicher machen. Die neue Regelung fördert einen fairen internationalen Wettbewerb, sichere Straßen und gute Arbeitsbedingungen für Kraftfahrer. Mir war hier besonders wichtig, dass für den Mittelstand und Handwerker keine Mehrbelastungen entstehen.“
Keine Mehrbelastung für den Mittelstand
Markus Ferber führt aus: „Wir konnten sicherstellen, dass Handwerker durch maßgeschneiderte Ausnahmen geschützt sind: Handwerker, die Materialien für ihre eigene Arbeit transportieren und sich dabei in einem Radius von 100 km um den Unternehmenssitz bewegen, werden künftig nicht von den Vorschriften erfasst. Diese Ausnahme betrifft Fahrzeuge bis zu 7,5 Tonnen und damit Handwerker wie Maler, Tischler oder Dachdecker.“ Der Europaabgeordnete betont: „Auch Kleintransporter unter 3,5 Tonnen sollen weiterhin von der Tachografenpflicht ausgenommen werden. Ein Bäcker, der seine Ware ausfährt, braucht also auch in Zukunft keinen Tachographen.“ Außerdem wird es Ausnahmen für das Baugewerbe geben: „Baugewerbliche Fahrzeuge von bis zu 44 Tonnen sind von der Regelung ausgenommen, solange sie in einem Radius von 100 km zum Unternehmenssitz unterwegs sind.“, so Ferber.
Chance zur Ausweitung der Handwerkerausnahme auf 150 km nicht genutzt
In einem Punkt zeigt sich Markus Ferber enttäuscht vom Ergebnis: Nachdem er seine Forderung nach einer Ausweitung der Handwerkerausnahme auf 150 km im Parlament durchsetzen konnte, wurde der Vorschlag letztlich von den Mitgliedstaaten abgelehnt. Der Europaabgeordnete erklärt: „Wir hatten die Chance, hier eine erhebliche Verbesserung für unsere Handwerker zu erwirken. Leider wurde das von den Mitgliedstaaten abgeschmettert.“
Spezialregelung für Busunternehmen angekündigt
Die beschlossenen Regelungen gelten sowohl für Transport- als auch für Busunternehmen. Markus Ferber erklärt: „Busunternehmen und Transportunternehmen können nicht über einen Kamm geschert werden. Daher habe ich auf Spezialregelungen für Busunternehmen gedrängt. Leider wurde die Beachtung der besonderen Arbeitsbedingungen der Busfahrer seitens der Sozialdemokraten verhindert. Nun wurde zumindest die baldige Ausarbeitung von Sonderregelungen für Busunternehmen im Verhandlungsergebnis verankert. Ich werde energisch darauf drängen, dass die Kommission sich umgehend an die Arbeit macht und rasch einen Vorschlag für die Busfahrer vorlegt.“
Bevor das Gesetz beschlossen wird, muss das Verhandlungsergebnis abschließend vom Europäischen Parlament und den Mitgliedstaaten bestätigt werden.
Markus Ferber
CSU-Europabüro
Heilig-Kreuz-Str. 24
D-86152 Augsburg

Mittwoch, 4. Dezember 2019

Steuerrechtsänderungen 2020: Das sollten Steuerzahler wissen.


Bund der Steuerzahler informiert über die wichtigsten Neuerungen -  Steuern, Rente, Unterhalt – der Bund der Steuerzahler macht den Check und zeigt, was sich für Familien, Arbeitnehmer, Unternehmer und Senioren im kommenden Jahr im Steuer- und Sozialversicherungsrecht ändert. Zum Jahreswechsel haben wir mehrere aktuelle Gesetzespakete durchforstet: Von E wie Elektromobilität über K wie Klimapaket bis V wie Versicherungssteuergesetz hat der Bund der Steuerzahler die entscheidenden Steuerrechtsänderungen zusammengetragen.  Ausführliche Zahlen, Daten und Fakten enthält das neue Servicematerial „Steuerrechtsänderungen 2020“.
Zahlreiche Rechengrößen im Steuer- und Sozialversicherungsrecht ändern sich 2020
·         Für Erwachsene werden erst ab einem zu versteuernden Einkommen von 9.408 Euro Einkommensteuern fällig.
·         Beiträge zur Rentenversicherung können besser abgesetzt werden, Neurentner müssen hingegen einen höheren Anteil ihrer Rente versteuern.
·         Für Dienstreisen und Kundenbesuche steigen die Verpflegungspauschbeträge.
·         Unternehmer und Bauherren können womöglich mit besseren Abschreibungsmöglichkeiten rechnen, wenn es um klimafreundliche Investitionen geht.
·         E-Books und Produkte für die Monatshygiene werden billiger, weil dafür künftig der ermäßigte Umsatzsteuersatz gilt.
Diese und viele weitere Änderungen enthält unser neues Servicematerial.
Die „Steuerrechtsänderungen 2020“ können Mitglieder auf www.steuerzahler.de herunterladen. Andere Interessierte erhalten das Material kostenfrei unter info@steuerzahler.de, Medienvertreter wenden sich bitte an presse@steuerzahler.de
Pressekontakt Bund der Steuerzahler Deutschland e.V.