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Business-blogger mit täglichen Nachrichten und Themenbeiträgen von Industrie-und Handelskammern (IHK ) aus Deutschland und Österreich.

Freitag, 15. April 2022

Stopp der Thüringer Solarförderung enttäuscht Südthüringer Wirtschaft

Nur ein Tropfen auf den heißen Stein - Vor knapp zwei Wochen wurde das Thüringer Förderprogramm Solar Invest nach nur drei Tagen wieder geschlossen. Die Mittel standen für gerade einmal 3.700 Anträge von Bürgern, Unternehmen, Kommunen und Bürgerenergiegesellschaften zur Verfügung und waren binnen eines Wochenendes aufgebraucht. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Südthüringen fordert die Landesregierung dazu auf, weitere finanzielle Fördermittel durch Umschichtungen im Haushalt zur Verfügung zu stellen. - Das Programm Solar Invest unterliegt nicht der Sparauflage der globalen Minderausgabe. Gerade deshalb sollten weitere Mittel für Antragstellungen freigemacht werden. „Zehn Millionen Euro sind keinesfalls ausreichend, um die Energiewende und den Klimaschutz wirksam zu forcieren“, stellt Dr. Ralf Pieterwas, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Südthüringen, klar.

  •  Schnelle Bearbeitung von Solar Invest-Anträgen erforderlich
  •  Vorzeitigen Maßnahmenbeginn ermöglichen


Die IHK Südthüringen hat in den letzten Monaten, d.h. schon vor den massiven Energiepreissteigerungen im Zuge des Kriegs in der Ukraine, immer wieder Anfragen von Unternehmen zur Solarförderung erhalten. Diese Unternehmen haben fest damit gerechnet, mit dem Neustart der Förderung zum Zuge zu kommen. „Wer zu spät dran war oder wegen der Serverüberlastung keinen Antrag stellen konnte, ist jetzt verständlicherweise enttäuscht. Unternehmen müssen langfristig planen und brauchen dafür Planungssicherheit“, betont Pieterwas.

Der Freistaat Thüringen muss deshalb aus IHK-Sicht für die vorliegenden Anträge der Unternehmen zwingend einen vorzeitigen Maßnahmenbeginn ermöglichen und eine schnelle Bearbeitung der Anträge garantieren. Denn selbst Unternehmen, die einen Antrag stellen konnten, sind aktuell in der tatsächlichen Umsetzung der Solarprojekte ausgebremst. Der Grund: Entgegen allen politischen Äußerungen für einen schnellen Ausbau der alternativen Energieerzeugung darf derzeit keine Beauftragung erfolgen, wenn kein Bewilligungsbescheid vorliegt. Deshalb ist zu befürchten, dass angesichts der Vielzahl der Förderanträge Monate vergehen, bevor die Bescheide versendet werden. In dieser Zeit könnten die Kosten für die beantragten Projekte aufgrund der aktuellen Rohstoffpreisentwicklung steigen. Eine zusätzliche Verteuerung von Projekten droht durch Ressourcenknappheit und Fachkräftemangel.

Die Südthüringer Unternehmen investieren nicht erst in Photovoltaikanlagen und andere Anlagen zur Erzeugung alternativer Energien, seitdem die Energiepreise massiv gestiegen sind. Laut dem jüngsten DIHK-Energiewende-Barometer hat ein Fünftel der Unternehmen bereits Projekte zur Erzeugung eigener erneuerbarer Energieversorgungskapazitäten realisiert. Ein weiteres Viertel der Unternehmen setzt diese um oder plant sie.

„Das nun angekündigte Osterpaket, mit dem unter anderem höhere Vergütungssätze für Solaranlagen beschlossen werden sollen, greift aus unserer Sicht zu kurz“, so Pieterwas. Höhere Vergütungssätze seien zwar prinzipiell zu befürworten. Allerdings fehlen weitergehende Entbürokratisierungsmaßnahmen gerade für Photovoltaik-Dachanlagen. Diese dürften vielfach für einen schnelleren Ausbau relevanter sein, als die reine Anhebung von Fördersätzen.

Industrie- und Handelskammer Südthüringen
Hauptgeschäftsstelle
Bahnhofstraße 4 – 8 • 98527 Suhl

 

Willkommen zurück zur Interzoo vom 24. bis 27. Mai in Nürnberg - handwerkernachrichten.com


Die Vorfreude auf die Interzoo 2022 vom 24. bis 27. Mai in Nürnberg steigt: Die Veranstalterin Wirtschaftsgemeinschaft Zoologischer Fachbetriebe GmbH (WZF) bestätigt den Anmeldestand von rund 1.300 Ausstellern aus über 60 Ländern. Damit bietet die weltgrößte Fachmesse für Heimtierbedarf dem Fachpublikum auf einer Brutto-Ausstellungsfläche von rund 105.000 Quadratmetern einen einzigartigen globalen Marktüberblick über die neuesten Produkte für Hund, Katze, Fisch und Co. „Trotz der Herausforderungen, die Covid-19 mit sich brachte, entwickelte sich der globale Heimtiermarkt in den letzten beiden Jahren gut“, erklärt Norbert Holthenrich, Präsident des Zentralverbands Zoologischer Fachbetriebe e. V. (ZZF), welcher der ideelle Träger der Interzoo ist. Seit Beginn der Pandemie seien die Lieferketten jedoch empfindlich gestört worden. Produktionsprobleme und Lieferengpässe waren die Folge. Die Interzoo sieht Holthenrich als Chance für neue Ausrichtungen und Geschäftsanbahnungen: „Hersteller und Einkäufer können sich wieder physisch auf der Weltleitmesse in Nürnberg treffen, um neue Geschäftskontakte zu knüpfen und interessante Produkte zu entdecken.“

Die hohe Internationalität der Messe gewährleistet einen globalen Marktüberblick: Mehr als 80 % der Aussteller kommen aus dem Ausland. Am stärksten vertreten sind Italien, Großbritannien, die USA, die Niederlande und Spanien. Insgesamt wird es 11 – teils vergrößerte – Länderpavillons geben und zwar aus Brasilien, Großbritannien, Indien, Italien, Kanada, Singapur, Taiwan, Tschechien, den USA und in diesem Jahr neu aus Frankreich und Südkorea. Einen Zuwachs an Flächenanmeldungen bei den Messeständen verzeichnet die WZF aus einigen europäischen Ländern, etwa aus der Türkei (+114 %) und aus Spanien (+15 %) mit ihren jeweils rund 60 Ausstellern. Aus Übersee kommt eine stärkere Nachfrage zum Beispiel durch Südkorea (+33 %) und Indien (+22 %) mit jeweils gut über 20 bzw. 40 Ausstellern. Aufteilung der Segmente Wie schon in der Vergangenheit widmet sich der größte Anteil an angebotenen Produkten den Artikeln für Hunde und Katzen (47 %), gefolgt von denen für Kleintiere und Nager (10 %) sowie für Ziervögel und Aquaristik (je 8 %). Das Sortiment mit Ergänzungsartikeln für den Zoofachhandel liegt bei 6 %, ebenso wie das der Petfood Technologie. Artikel für Tiere im Garten belaufen sich auf 5 %, gefolgt von kleineren Anteilen an weiteren Segmenten wie Fachliteratur, Ladeneinrichtungen und Verpackungen.

Eine starke internationale Besucherschaft erwartet Aufgrund der weggefallenen Reisebeschränkungen und des erprobten Hygienekonzepts erwartet Dr. Rowena Arzt, Bereichsleiterin Messen bei der WZF, auch eine starke internationale Besucherschaft: „Bei den vergangenen Interzoo-Veranstaltungen kamen immer rund ein Viertel der Besucher aus Deutschland und drei Viertel aus dem Ausland – rund 42 % aus dem europäischen und etwas mehr als 30 % aus dem nicht-europäischen Ausland. Wir gehen für die Interzoo 2022 von einer ähnlichen Struktur aus, wobei wir situationsbedingt mit weniger Besuchern aus einigen osteuropäischen und asiatischen Ländern rechnen. Die Bedeutung der Interzoo als internationale Weltleitmesse bleibt davon unbenommen und die Fachmesse bietet zahlreiche Möglichkeiten für internationale Kontakte, Gespräche und Geschäfte.“ Die neue Interzoo App verbindet Als Verbindung zwischen digitaler und physischer Welt und für den komfortablen Überblick steht die neue Interzoo App zur Verfügung. Diese kann ab sofort zur Messevorbereitung in den gängigen App Stores für Apple und Android heruntergeladen werden. In der App finden Messebesucher die wichtigsten Informationen über Aussteller, Produkte oder Marken, einen interaktiven Hallenplan und einen persönlichen Messeplaner. Praktisch ist auch die Ticket Wallet, in welcher Besucher ihre Eintrittskarte und ggf. weitere Dokumente hinterlegen können.

Auch das auf der Interzoo.digital beliebte digitale Kontaktmanagement ist über die App möglich: Besucher Willkommen zurück zur Interzoo! Presseinformation – April 2022 Seite 3/5 können sich mit anderen Besuchern oder Ausstellern vernetzen, Termine vereinbaren oder digital Visitenkarten tauschen. Erleichtert wird dies durch das einfache Scannen von QR-Codes auf den Namensschildern. Rahmenprogramm bietet Impulse und Einblicke Zusätzlich zum vielfältigen Angebot der Aussteller bietet das begleitende Rahmenprogramm weiteren Nutzen für die Teilnehmer. So findet bereits einen Tag vor dem eigentlichen Messestart mit dem Petfood Forum Europe am 23. Mai eine ganztägige internationale Konferenz statt. Experten referieren über die neuesten Trends, Forschungen und Innovationen auf dem Markt für Heimtiernahrung in Europa. Die in Kooperation mit WATT Global Media veranstaltete Konferenz lädt zum Austausch und Netzwerken ein. Die Anmeldung erfolgt auf einer separaten Veranstaltungsseite: www.petfoodforumevents.com/europe Mit der Öffnung der Messehallen am Dienstag, 24. Mai, folgen weitere Höhepunkte im Rahmenprogramm: So informieren insgesamt fünf Interzoo Country Sessions über Trends und Marktdaten in Westeuropa, Brasilien, Skandinavien, China und den USA.

Die Interzoo Sustainability Session unterstreicht die Wichtigkeit von Nachhaltigkeit in der Heimtierbranche. Trends und Entwicklungen werden beleuchtet und durch Best-Practice- Beispiele vertieft. Die Session startet mit einem Vortrag des Sustainable Transformation Lab der Antwerp Management School (AMS). Hier werden die Ergebnisse der jüngsten Interzoo Nachhaltigkeitsstudie vorgestellt und ein Überblick über die aktuelle Lage in der Heimtierbranche gegeben. Es folgen Branchenbeispiele und Tipps, wie Unternehmen sich dem Thema Nachhaltigkeit stärker widmen können. Auch eine Petfluencer Session, Beiträge zur Aquaristik und Start-up-Präsentationen sind in Planung. Zum Ende jeder Session besteht die Möglichkeit, sich zum jeweiligen Thema auszutauschen und das eigene Netzwerk zu erweitern. Die Weltleitmesse ist darüber hinaus Treffpunkt internationaler Branchenverbände. Es werden im Rahmen der Interzoo der diesjährige International Pet Associations IPAC Summit stattfinden sowie das jährliche Meeting der European Pet Organization EPO und der Ornamental Fish International OFI. Um das Angebot der Weltleitmesse umfassend wahrnehmen zu können, werden ausgewählte Vorträge im Rahmen der Interzoo Academy im Anschluss auf Abruf verfügbar sein ( https://www.interzoo-academy.com   ).

Informationen zum stetig wachsenden Rahmenprogramm sind online zu finden unter www.interzoo.com/de/events. ZZF: Ansprechpartner für Fachleute der Branche Die Wirtschaftsgemeinschaft Zoologischer Fachbetriebe GmbH (WZF) und der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e. V. (ZZF) sind als Interzoo-Veranstalterin und ideeller Träger in Halle 4 auch selbst mit einem Messestand vertreten. Als Ansprechpartner für die deutsche Heimtierbranche und Vermittler und Interessenvertreter bei politischen Themen stellt der Verband seine Angebote für Mitglieder, seine Leistungen im Bereich der Aus- und Weiterbildung und Informationen zum Heimtiermarkt vor.

Auch für Fragen zur Nachhaltigkeit in der Heimtierbranche, Aquaristik und Trends in der Heimtierpflege ist der Stand die richtige Anlaufstelle. Nach einem langen Messetag bietet die Interzoo zudem Gelegenheit zum Feiern: Am Mittwoch, 25. Mai, laden einige Aussteller zu Empfängen an ihren Ständen ab 18 Uhr ein. Und am Donnerstag, 26. Mai, steigt die Interzoo Party. Bei gemeinsamem Essen, Cocktails und Livemusik heißt es dann ab 18 Uhr: „Willkommen zurück!“

Wirtschaftsgemeinschaft Zoologischer Fachbetriebe GmbH (WZF) Mainzer Straße 10 65185 Wiesbaden

Donnerstag, 3. Februar 2022

Keine gleichen Wettbewerbsbedingungen für ausländische Unternehmen in China

03.02.2022 - Die Hoffnung, China würde sich mit internationalen Handelserfolgen auch politisch und wirtschaftlich der globalen Ordnung annähern, hat sich nicht erfüllt. Vielmehr haben protektionistische Maßnahmen aus Sicht der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. zugenommen. „Die Wettbewerbsbedingungen unserer Unternehmen in China sind weit entfernt von einem Level Playing Field. Trotz Reformen bleiben diese durch Chinas staatlich gelenkte Wirtschaft verzerrt. Das eingeführte Sozialkreditsystem ändert daran bislang nichts“, sagte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt auf einem gemeinsamen Online-Kongress mit dem Bayerischen Forschungsinstitut für Digitale Transformation (bidt). Auch im zweiten Jahr nach der landesweiten Einführung des Sozialkreditsystems besteht bei ausländischen Unternehmen Verunsicherung. Alle in China tätigen Unternehmen erhalten demnach ein Rating sowohl für Regelverstöße als auch für regeltreues Verhalten.

Bei positivem Score profitieren die Unternehmen zum Beispiel von Steuervergünstigungen. Bei negativem Score drohen Verlust oder Geldstrafen, bis hin zum Entzug von Geschäftslizenzen. „Fast ein Zehntel der in China aktiven bayerischen Unternehmen hat der heute vorgestellten Studie des bidt zufolge aufgrund eines Verstoßes Verwaltungsstrafen erhalten. Das betrachten wir mit Sorge, da die Kriterien teils unklar und von großen Unterschieden zwischen den Provinzen geprägt sind. Falsche Scores lassen sich zudem nur mit großem Aufwand ändern“, erklärt Brossardt und ergänzt: „Im Gegenzug kann das System auch zur Gleichbehandlung ausländischer und chinesischer Unternehmen sowie zur Korruptionsbekämpfung beitragen. Das bewerten wir positiv“.

Brossardt: „Sozialkreditsystem führt wegen unklarer Kriterien zu Verunsicherung“

„Mit unserer Studie zum chinesischen Sozialkreditsystem und dessen Einfluss auf bayerische Unternehmen geben wir einen Impuls für den Dialog zwischen Wissenschaft, Politik und Wirtschaft. Meines Wissens ist es die erste Erhebung dieser Art mit Fokus auf bayerische Unternehmen. Die Ergebnisse zeigen: Der Bedarf nach Aufklärung durch Forschung ist vorhanden – ebenso wie die Notwendigkeit eines starken Netzwerks in Bayern“, erläutert Dr. Christoph Egle, wissenschaftlicher Geschäftsführer am bidt.

China ist und bleibt ein wichtiger und dynamisch wachsender Absatz- und Beschaffungsmarkt. Bayern exportierte 2021 nach vorläufigen Schätzungen Waren im Wert von knapp 18 Mrd. Euro nach China. Das entspricht neun Prozent der Exporte. China ist damit der zweitgrößte Exportmarkt für Waren aus dem Freistaat. „Die Politik muss eine Balance zwischen Wettbewerb, systemischer Rivalität und Partnerschaft für die Beziehung mit China finden. Die Lösung kann nur lauten, die WTO zu stärken und für weltweit verlässliche Handelsgrundlagen einzutreten“, so Brossardt.

Link zu aktuellem Positionspapier: www.vbw-bayern.de/china

ibw – Informationszentrale der Bayerischen Wirtschaft e. V.
Max-Joseph-Straße 5
80333 München

 

 

Mittwoch, 2. Februar 2022

Bundesverfassungsgericht stärkt Aufgabenteilung beim Klimaschutz.

02.02.2020 - Klimaklage der DUH - Pollert: „ Hessens dringlichste Mission heißt Klimafolgenanpassung.“ - Zum gestern veröffentlichten Beschluss des Bundesverfassungsgerichts, die Klimaklagen der Deutschen Umwelthilfe (DUH) gegen Hessen und weitere Bundesländer wegen mangelnder Aussicht auf Erfolg abzuweisen, erklärt Dirk Pollert, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU): „Das Bundesverfassungsgericht weist vollkommen zu Recht darauf hin, dass CO2-Budgets auf Ebene der Bundesländer weder sinnvoll noch zielführend sind. Das wäre reiner Klima-Aktionismus, und den können wir uns angesichts dieser enormen Herausforderung nicht leisten.

Wir schulden es unserem Planeten und den nachfolgenden Generationen, den CO2-Ausstoß möglichst schnell und möglichst kostengünstig zu reduzieren. Daran müssen alle staatlichen Ebenen arbeiten, aber sie müssen nicht alle das Gleiche tun.“ Klimaschutz brauche laut Pollert eine klare Aufgabenverteilung: EU und Bund setzen mit sinkenden CO2-Obergrenzen und Emissionshandel einen strikten Rahmen, der zur Reduktion des CO2-Ausstoßes in allen Sektoren zwingt. Innerhalb dieses Rahmens kann und muss ein Bundesland keine eigenen Reduktionsvorgaben machen.

Anstrengungen zur Reduktion des CO2-Ausstoßes bedeuteten auf Landesebene vor allem die Gewährleistung der dafür notwendigen Infrastruktur, damit Betriebe und Haushalte die Vorgaben von Bund und EU umsetzen könnten.

Pollert: „Die dringlichste Mission in Hessen heißt Klimafolgenanpassung. Land und Kommunen müssen schnellstmöglich umfangreiche bauliche Schutzmaßnahmen anstoßen, um die gesamte Infrastruktur an die veränderten Wetterbedingungen anzupassen – von Wohnhäusern, Wirtschafts- und Verwaltungsgebäuden über Verkehrswege, Stromleitungen, Wasserleitungen und Pipelines bis hin zu Funkmasten und Kanalisation. Vermehrt auftretende Extremwetter-Ereignisse wie Stürme, starke Niederschläge, Kälte- und Hitzeperioden und Dürrephasen machen Änderungen bei Bauvorgaben und Raumplanung erforderlich.“

VhU
Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e. V.
Emil-von-Behring-Straße 4
60439 Frankfurt

 

Donnerstag, 18. November 2021

IHK Saarland - 86 Auszubildende und 20 Weiterbildungsabsolventen als Landesbeste erfolgreich.

 

Do 18.11.2021  -  Bester „Mediengestalter Bild und Ton“ Deutschlands kommt aus dem Saarland  - Alljährlich zeichnet die IHK Saarland ihre besten Absolventen in den verschiedenen IHK-Berufen sowie deren Ausbilder und Ausbildungsbetriebe aus – üblicherweise im Rahmen einer großen Feier im Saarbrücker E-Werk. In diesem Jahr musste diese traditionelle „Bestenfeier“ aufgrund der zugespitzten Corona-Situation erneut ausfallen. Die insgesamt 86 Auszubildenden und 20 Weiterbildungsabsolventen des Jahrgangs 2020/2021, die ihre IHK-Prüfung als Landesbeste bestanden haben, konnten ihre Urkunde nur auf dem Postweg erhalten. In kleinerem Rahmen wurden heute (18. November) in der IHK stellvertretend für alle Top-Absolventen fünf Prüfungsteilnehmer ausgezeichnet. Sie hatten unter den Landesbesten noch einmal mit ganz besonderen Leistungen auf sich aufmerksam gemacht. Einer der Teilnehmer erreichte sogar die bundesweit beste Abschlussnote in seinem Ausbildungsberuf.

Erfolgsmodell duale Berufsausbildung auch in der Pandemie gesichert

Ministerpräsident Tobias Hans konnte wegen des heute stattfindenden Corona-Gipfels nicht an der Feierstunde teilnehmen. In seiner Vertretung gratulierte Staatssekretärin Anja Wagner-Scheid (i.Bild) den erfolgreichen Absolventen: „Ich beglückwünsche Sie zu Ihrer großartigen Leistung im Namen der gesamten Landesregierung. In diesem Jahr werden Sie auch stellvertretend für die vielen anderen Auszubildenden und Absolventen von Weiterbildungen geehrt, die ebenfalls mit Erfolg abgeschlossen haben und die damit Engagement und Leistungswillen unter Beweis gestellt haben. Auch auf diese neuen Fachkräfte blicken wir mit Stolz und Anerkennung. Mein Dank geht aber auch an die vielen Menschen, ohne die die Aus- oder Weiterbildung, der erfolgreiche Abschluss, der reibungslose Ablauf und die inhaltliche Ausgestaltung nicht möglich gewesen wären. Und das mit Blick auf die besonderen Herausforderungen der Corona-Zeit. Die IHK und ihre Partner haben diese Herausforderungen angenommen und sie haben sie gemeinsam gemeistert. Damit wurde das Erfolgsmodell der dualen Berufsausbildung auch in der Pandemie gesichert.“

In seiner Begrüßung betonte IHK-Präsident Dr. Hanno Dornseifer: „Gut ausgebildete Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sind für einen erfolgreichen Strukturwandel unabdingbar. Mit der dualen Ausbildung haben wir ein Erfolgsmodell der Fachkräftesicherung, das wir weiter fördern, bewerben und unterstützen sollten. Und wir müssen mit gezielter Weiterbildung dafür sorgen, dass das Fachwissen auf der Höhe der Zeit bleibt“. IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Frank Thomé ergänzte: „Ich gratuliere den Besten zu ihrem Erfolg. Ihre herausragenden Ergebnisse bestätigen die Leistungsfähigkeit der beruflichen Aus- und Weiterbildung und die erfolgreiche Zusammenarbeit der dualen Partner Ausbildungsbetrieb und Berufsschule“.

Saarländischer Auszubildender wurde Bundesbester

Bei der Ermittlung der Bundesbesten, d.h. der Besten in jedem Ausbildungsberuf auf nationaler Ebene, konnte sich ein Auszubildender aus dem Saarland auszeichnen. Carl Recktenwald hat seine Prüfung zum Mediengestalter Bild und Ton mit 95 Punkten absolviert und damit in seinem Ausbildungsberuf das beste Ergebnis aller Prüfungsteilnehmer erreicht. Sein Ausbildungsbetrieb ist der Saarländische Rundfunk. Da auch die Bundesbestenfeier in Berlin in diesem Jahr Corona-bedingt nicht stattfinden kann, wurde der saarländische „Super-Azubi“ in der IHK geehrt.

Verschiedene Einrichtungen der saarländischen Wirtschaft ermöglichten zudem die Verleihung von Sonderpreisen für herausragende Leistungen:

Sonderpreise für die „Besten der Besten“


·        Sonderpreis für die beste kaufmännische Prüfung, gestiftet vom saarländischen Sparkassenverband: Laura Bickel. Sie hat die Prüfung zur Kauffrau im Einzelhandel mit 99 Punkten bestanden. Ihre Ausbildung absolvierte sie bei der Firma Deichmann SE in Saarbrücken in der Europagalerie.

·        Sonderpreis des Verbandes der Metall- und Elektroindustrie für die Metallberufe: Benedikt Leyhe. Er hat die Prüfung zum Technischen Produktdesigner, Fachrichtung: Maschinen- und Anlagenkonstruktion mit 98 Punkten bestanden. Seine Ausbildung absolvierte er bei der Firma Reeb Engineering GmbH in Merzig.

·        Sonderpreis des Verbandes der Saarhütten für die beste Leistung in den Elektroberufen: Tristan Rauch. Er hat die Prüfung zum Elektroniker für Betriebstechnik mit 98 Punkten bestanden. Seine Ausbildung absolvierte er bei der Firma V & B Fliesen GmbH in Merzig.

·        Sonderpreis der Torpedo Garage Saarland GmbH für die besten Weiterbildungsteilnehmer: Nils Dour. Er hat die Prüfung Ausbildung der Ausbilder mit 97 Punkten bestanden.

 Foto: Saarland/C.Simon

IHK Saarland
Franz-Josef-Röder-Straße 9 | 66119 Saarbrücken

Internet: www.saarland.ihk.de

Montag, 1. November 2021

IHK-Bestenehrung 2021: Spitzen-Azubis ausgezeichnet.


01.11.2021 -Gänsehautmomente und Erfolgsgeschichten im großen Saal - IHK Wiesbaden ehrt die 21 besten Auszubildenden. Unter rund 2000 Auszubildenden haben sie als Beste ihres Berufs abgeschnitten: 21 junge Menschen sind am Donnerstag, 28. Oktober, von der IHK Wiesbaden als die Spitzen-Azubis der Region Wiesbaden ausgezeichnet worden – acht von ihnen haben in ihrer Abschlussprü-fung sogar hessenweit die besten Ergebnisse erzielt. „Sie haben in Ihrer Ausbildung über-durchschnittliches Engagement bewiesen. Leistungsfähigkeit und Durchhaltevermögen zeichnen Sie aus“, sagte IHK-Präsident Dr. Christian Gastl bei der feierlichen Ehrung im Großen Saal der IHK. Begleitet wurden die Azubis von Eltern, Freund:innen und Vertreter:innen der Ausbildungsbetriebe. Es war eine Begegnung voller Gänsehautmomente und glücklicher Gesichter.

Die Absolvent:innen hatten bei den Prüfungen 2021 die besten Ergebnisse in ihren jeweiligen Ausbildungsberufen erreicht. „Eine Berufsausbildung hat einen hohen Wert – erst recht, wenn man in seiner Abschlussprüfung so herausragende Ergebnisse erzielt hat“, betonte Gastl. „Da-mit stehen Ihnen alle Türen offen. Sie haben auch die Chance, weiter zu lernen und als nächs-ten Schritt zum Beispiel einen Fortbildungsabschluss anzugehen.“
In kurzen Interviews schilderten die Spitzen-Azubis ihre Eindrücke aus der Ausbildungszeit. Eine Erkenntnis: Die Pandemie hat alle gefordert, dennoch haben sich die Geehrten nicht de-motivieren lassen. Stattdessen haben viele von ihnen gemeinsam mit den Betrieben kreative Lösungen für Problemstellungen gesucht und auch neue Chancen in der Krise entdeckt. Das System der dualen Ausbildung habe dank der gemeinsamen Anstrengungen aller Beteiligten auch unter Pandemiebedingungen funktioniert, so Gastl. Viele der Auszubildenden wurden von ihren Betrieben übernommen. Es wird deutlich, weiterhin setzen die regionalen Unternehmen auf qualifizierte Fachkräfte aus den eigenen Reihen.


Für ein Stück erfolgreiche Integrationsgeschichte steht Jawed Nurzad. 2016 flüchtete er aus Afghanistan nach Deutschland. Betreut wurde er hier dann unter anderem vom Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft. Bei der Hornbach Baumarkt AG konnte er nach einem sechsmonatigen Einstiegsqualifizierungspraktikum 2019 seine Ausbildung zum Fachlageristen beginnen. Wenn er erzählt, ist zu spüren, dass er seinen Beruf liebt, besonders den Zusammenhalt im Team. Und sein Ergebnis kann sich sehen lassen. In diesem Sommer bestand er die Prüfung mit der Note 1 als Bester.


Die acht Azubis der IHK Wiesbaden, die als Hessenbeste in ihren Berufen feststehen, sind:

Leon Ulbrich, Bankkaufmann / Commerzbank AG,
Evelyne Sager, Berufskraftfahrerin / KNETTENBRECH + GURDULIC,
Moritz Braukmeier, Elektroniker für Betriebstechnik / ESWE Versorgung,
Jessica Handke, Fachinformatikerin Systemintegration / Öffentlicher Dienst,
Theresa Krebs, Kauffrau im Einzelhandel / ALDI SE & Co. KG,
Fabian Dirting, Kauf-mann für Büromanagement / PS Team GmbH,
Sebastian Arnemann, Kaufmann für Versiche-rungen und Finanzen / R+V LEBENSVERSICHERUNG AG,
Lea Frank, Köchin / Kogge-Brock-mann-GmbH, Hotel-Restaurant Höerhof


Top-Azubis der IHK-Wiesbaden 2021 im Überblick
(alphabetisch nach Ausbildungsberuf sortiert)


Leon Ulbrich, Bankkaufmann / Commerzbank AG
Evelyne Sager, Berufskraftfahrerin / KNETTENBRECH + GURDULIC
Kevin Breit, Chemielaborant / Chemische Fabrik Kreussler & Co GmbH
Moritz Braukmeier, Elektroniker für Betriebstechnik / ESWE Versorgung
Elena Diehl, Fachinformatikerin Anwendungsentwicklung / Statistisches Bundesamt
Jessica Handke, Fachinformatikerin Systemintegration / Öffentlicher Dienst
Jawed Nurzad, Fachlagerist / Hornbach Baumarkt AG
Erin Alyamac, Immobilienkaufmann / Rüdiger Debus DEBUS Immobilien
Eileen Deimel, Industriekauffrau / Henkell & Co. Sektkellerei KG
Sebastian Jung, Informations- und Telekommunikationssystem-Kaufmann /
WITCOM Wiesbadener Informations- und Telekommunikationsges. mbH
Theresa Krebs, Kauffrau im Einzelhandel / ALDI SE & Co. KG
Katharina Leinert, Kauffrau im Gesundheitswesen / BARMER Ersatzkasse
Fabian Dirting, Kaufmann für Büromanagement / PS Team GmbH
Moritz Georg Reitz, Kaufmann für Marketingkommunikation / Wilde Cosmetics GmbH
Sebastian Arnemann, Kaufmann für Versicherungen und Finanzen /R+V LEBENSVERSICHERUNG AG
Lea Frank, Köchin / Kogge-Brockmann-GmbH, Hotel-Restaurant Höerhof
Philipp Rosek, Mechatroniker / Jean Müller GmbH
Christin Wecker, Mediengestalterin Digital und Print Gestaltung und Technik / bemotiv GmbH
Lennart Martin, Veranstaltungskaufmann / Wiesbaden Congress & Marketing GmbH
Nicolas Bechtholdt / Verkäufer / ALDI GmbH & Co

Industrie- und Handelskammer Wiesbaden | Unternehmenskommunikation | Wilhelmstraße 24-26 | 65183 Wiesbaden 2/3

Anstieg der Strom- und Gaspreise zu Lasten der Unternehmen.


1.11.2021 – IHK Südthüringen liefert Impulse für Kompensation der Kosten. -  Die in den vergangenen Wochen unerwartet stark gestiegenen Strom- und Gaspreise alarmieren die Südthüringer Unternehmer. Aufgrund der hohen Dynamik der Preisänderungen sind Existenzen in der Region akut gefährdet, da diese die Kostensteigerungen kurzfristig nicht abfedern können. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Südthüringen setzt sich dafür ein, dass Unternehmen eine schnelle Unterstützung erhalten und nennt Optionen, wie das funktionieren kann. Unternehmen, die in den nächsten Wochen neue Lieferverträge für Strom oder Erdgas abschließen müssen, sind teilweise mit dreifach höheren Preisen gegenüber den bisherigen Verträgen konfrontiert. „Dieser rasante Anstieg kann durch die Unternehmen nicht ausgeglichen werden“, so Dr. Ralf Pieterwas, Hauptgeschäftsführer der IHK Südthüringen. „Es ist kaufmännisch vielmals nicht darstellbar, dass kurzfristig – also innerhalb weniger Wochen oder Monate – ein Unternehmen dreimal so hohe Kosten abfedern kann. Das ist weder durch eigene Mittel oder Kostenwälzung noch durch Energieeffizienzmaßnahmen oder den Einsatz erneuerbarer Energien zu realisieren.“

Neben den marktbasierten Gründen habe der Eingriff des Staates, wie zum Beispiel die CO₂-Bepreisung, einen wesentlichen Anteil am Preisanstieg. „Doch solche Kosten sind zum aktuellen Zeitpunkt kontraproduktiv, um überhaupt in Energieeffizienz oder erneuerbare Energien zu investieren. Zudem braucht die Wirtschaft mehr Zeit für die Transformation hin zur Klimaneutralität“, so Dr. Pieterwas. Die klimawirksame Umstellung von Produktionsprozessen und -verfahren sind langfristige Vorhaben. Die Substitution von Erdgas durch Wasserstoff, beispielsweise für die Glasindustrie, wird derzeit noch erforscht.

Maßnahmen zur Kostenkompensation

Die IHK Südthüringen nennt Optionen, um Unternehmen bei den steigenden Strom- und Gaspreisen zu unterstützen. Die angekündigte Senkung der EEG-Umlage von 6,5 ct/kWH auf 3,723 ct/kWh reicht für eine wirksame Entlastung nicht aus. Zusätzlich notwendig ist eine sofortige Senkung der staatlich herbeigeführten Kostenbelastung – beispielsweise der Stromsteuer. Auch das temporäre Aussetzen der CO₂-Bepreisung im kommenden Jahr würde Unternehmen bei der Kompensation der Kosten unterstützen und ihnen einen zeitlichen Puffer für die Planung und Umsetzung von klimaschützenden Maßnahmen verschaffen. „Zudem fordern wir die Politik auf, bestehende Einschränkungen in den Lieferketten im Energie- und Rohstoffbereich zu beseitigen und neue Lieferwege – wie die Nord Stream 2 – durch schnelle und unbürokratische Genehmigungsverfahren zu ermöglichen“, schließt Dr. Pieterwas ab.




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