„Wir können von diesem Manöver nur dringendst abraten. Damit verbaut sich Berlin im wahrsten Sinne des Wortes seine wirtschaftliche Zukunft. Statt Gewerbe gegen Wohnungsbau auszuspielen, sollte die Politik dafür sorgen, dass endlich die bestehenden Wohnungsbaupotenziale in Berlin ausgeschöpft werden. Denn die gibt es, nachzulesen im aktuellen Stadtentwicklungsplan Wohnen 2040 des Senats. Dieser weist Wohnungsbaupotenziale für 249.000 Wohnungen aus – deutlich mehr als die benötigten 222.000 Wohnungen bis 2040. Über 85 Prozent dieser Potenziale lassen sich innerhalb der bestehenden Stadtstruktur verwirklichen. Allein durch Nachverdichtung und Aufstockung können 72.000 Wohnungen entstehen, weitere 116.000 in großen und 44.000 in mittelgroßen Potenzialflächen. Damit zeigt die eigene Verwaltung klar: Berlin hat genügend Wohnungsbaupotenziale, ohne Industrieflächen anzutasten. Auch die stadtpolitische Debatte über eine Entwicklung des Tempelhofer Feldes gehört auf die Agenda, bevor man erneut die wirtschaftliche Substanz Berlins angreift. Die Berliner Wirtschaft hat einen jährlichen Flächenbedarf von etwa 40 Hektar. Gerade produzierende Unternehmen sind auf robuste und geschützte Flächenkulissen angewiesen.“
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