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Donnerstag, 26. März 2026
Mittelstand sieht Spritpreispaket nur als ersten Schritt.
26.03.2026 - Spritpreis-Umfrage: Mittelstand verschiebt bereits Investitionen, DMB-Chef Tenbieg sieht Spritpreispaket nur als ersten Schritt.
Das heute vom Bundestag beschlossene Kraftstoffpreisanpassungsgesetz kann nur der symbolische Startschuss für ein größeres Entlastungspaket sein. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) leiden massiv unter den derzeit hohen Energie- und Spritkosten, zeigt eine aktuelle Mitgliederbefragung des Deutschen Mittelstands-Bunds (DMB). „Die Bundesregierung muss dringend gegensteuern“, betont Verbands-Chef Marc S. Tenbieg.
Aus Sicht des DMB reicht das Kraftstoffmaßnahmenpaket nicht aus, um die dramatische Lage vieler Unternehmen zu verbessern. Über 90 Prozent der 450 befragten Mittelständler beklagen einen teils dramatischen Kostensprung bei Energie und Sprit seit Beginn des Irankriegs. Rund ein Drittel der Unternehmen verzeichnet einen erheblichen Preisanstieg von über 30 Prozent. Dies hat bereits ernstzunehmende Konsequenzen: Über die Hälfte der Befragten spricht von einer deutlichen oder sogar kritischen Belastung für den laufenden Geschäftsbetrieb.
Entsprechende Sparmaßnahmen wurden von den KMU ergriffen, zeigen die Umfrageergebnisse: Am häufigsten sahen sich die Unternehmen gezwungen, Investitionen zu verschieben oder zu reduzieren, gefolgt von der gezielten Senkung des Energieverbrauchs. Auch Preiserhöhungen wurden seit dem 28. Februar vorgenommen, um die Mehrkosten abzufedern.
Verbands-Chef Tenbieg: „Es braucht weitere Maßnahmen, um KMU unter die Arme zu greifen.“
„Ordnungspolitisch ist es das richtige Signal, nicht in den Markt einzugreifen und Preise zu deckeln. Wenn Tankstellenbetreiber nur einmal pro Tag die Preise erhöhen dürfen, schafft das Transparenz und Planbarkeit – nicht zuletzt für den Mittelstand, der massiv von der gegenwärtigen Krise betroffen ist.
Das Spritpreispaket wird aber anders als sein Name vermuten lässt voraussichtlich nicht dazu führen, dass Tanken kurzfristig wieder günstiger wird. Es braucht deshalb weitere Maßnahmen, um KMU unter die Arme zu greifen und einer Inflationsgefahr entgegenzuwirken. Unsere Mitgliedsunternehmen reduzieren oder verschieben schon jetzt geplante Investitionen, weil sie auf die gestiegenen Energie- und Spritkosten reagieren müssen.
Hier muss die Bundesregierung dringend gegensteuern – etwa durch steuerliche Entlastungen, um neue Investitionsspielräume für Betriebe zu schaffen. Das Kraftstoffpreisanpassungsgesetz muss jetzt der symbolische Startschuss sein, auf den ein größeres Maßnahmenpaket folgt. Flankierend zu schnellen Hilfen für KMU kommt es nun darauf an, die Energiewende konsequent voranzutreiben. Verdeutlicht der Irankrieg doch einmal mehr Deutschlands gefährliche Abhängigkeit von fossilen Energieträgern“, sagt Marc S. Tenbieg, geschäftsführender Vorstand des DMB.
Zu den Auswirkungen der Energie- und Spritpreissteigerung seit Beginn des Irankriegs am 28. Februar hat der DMB im Zeitraum 24.03. – 25.03.2026 seine Mitgliedsunternehmen befragt. An der Befragung haben branchenübergreifend 450 kleine und mittlere Unternehmen teilgenommen.
Über den DMB
Der Deutsche Mittelstands-Bund (DMB) e.V. ist der Bundesverband für kleine und mittelständische Unternehmen in Deutschland. Der DMB wurde 1982 gegründet und sitzt in Düsseldorf. Unter dem Leitspruch „Wir machen uns für kleine und mittelständische Unternehmen stark!“ vertritt der DMB die Interessen seiner rund 34.000 Mitgliedsunternehmen mit über 800.000 Beschäftigten. Damit gehört der DMB mit seinem exzellenten Netzwerk in Wirtschaft und Politik zu den größten unabhängigen Interessen- und Wirtschaftsverbänden in Deutschland. Der Verband ist politisches Sprachrohr und Dienstleister zugleich, unabhängig und leistungsstark. Spezielle Themenkompetenz zeichnet den DMB in den Bereichen Digitalisierung, Nachfolge, Finanzen, Internationalisierung, Energiewende und Arbeit & Bildung aus. Als dienstleistungsstarker Verband bietet der DMB seinen Mitgliedsunternehmen zudem eine Vielzahl an Mehrwertleistungen. Weitere Informationen finden Sie unter www.mittelstandsbund.de.
Deutscher Mittelstands-Bund (DMB) e.V.
Reinhardtstraße 33, 10117 Berlin
politik@mittelstandsbund.de
IHK-Präsident Stietzel: Koalitionspläne Industrieflächen für Wohnungsbau greifen wirtschaftliche Substanz Berlins an
„Wir können von diesem Manöver nur dringendst abraten. Damit verbaut sich Berlin im wahrsten Sinne des Wortes seine wirtschaftliche Zukunft. Statt Gewerbe gegen Wohnungsbau auszuspielen, sollte die Politik dafür sorgen, dass endlich die bestehenden Wohnungsbaupotenziale in Berlin ausgeschöpft werden. Denn die gibt es, nachzulesen im aktuellen Stadtentwicklungsplan Wohnen 2040 des Senats. Dieser weist Wohnungsbaupotenziale für 249.000 Wohnungen aus – deutlich mehr als die benötigten 222.000 Wohnungen bis 2040. Über 85 Prozent dieser Potenziale lassen sich innerhalb der bestehenden Stadtstruktur verwirklichen. Allein durch Nachverdichtung und Aufstockung können 72.000 Wohnungen entstehen, weitere 116.000 in großen und 44.000 in mittelgroßen Potenzialflächen. Damit zeigt die eigene Verwaltung klar: Berlin hat genügend Wohnungsbaupotenziale, ohne Industrieflächen anzutasten. Auch die stadtpolitische Debatte über eine Entwicklung des Tempelhofer Feldes gehört auf die Agenda, bevor man erneut die wirtschaftliche Substanz Berlins angreift. Die Berliner Wirtschaft hat einen jährlichen Flächenbedarf von etwa 40 Hektar. Gerade produzierende Unternehmen sind auf robuste und geschützte Flächenkulissen angewiesen.“
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Mittwoch, 25. März 2026
Wo fehlen Fachkräfte besonders? - IHK-Arbeitsmarkt-Radar
Trotz Wirtschaftsflaute: Bedarf bleibt in zahlreichen Bereichen hoch.
25.03.2026 – Trotz gedämpfter Konjunktur und globaler Unsicherheiten bleibt der Bedarf an qualifizierten Beschäftigten in Mittelfranken hoch. Bis 2029 dürfte er in einigen Branchen sogar weiter zunehmen. Zu diesem Ergebnis kommt der „IHK Arbeitsmarkt-Radar 2026“, den die bayerischen IHKs zusammen mit dem Wirtschaftsinstitut IW erarbeitet haben.
In Mittelfranken registrierte der Arbeitsmarkt-Radar im Jahr 2024 rund 20.000 fehlende Fachkräfte, im Jahr 2029 sollen es bereits rund 34.000 sein (plus 71 Prozent). Durch ihr Fehlen geht im IHK-Bezirk bis 2029 eine Wertschöpfung von rund 3,6 Mrd. Euro verloren.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden in Mittelfranken vor allem in diesen Bereichen gesucht:
Bei IT Experten wird der Engpass in Mittelfranken besonders deutlich wachsen, obwohl die Studie in Gesamt-Bayern eine Entspannung im IT Bereich voraussagt.
Kritisch auf Infrastruktur-Ausbau und Klimaschutz-Projekte auswirken dürften sich Personalengpässe auf Feldern wie Bauelektrik sowie Bauplanung und Bauüberwachung.
Dass sich der Mangel an Mitarbeitern nicht nur auf höherqualifizierte Fachkräfte beschränkt, zeigt das Hotel und Gaststättengewerbe: Die Branche sucht in hohem Maße Helferinnen und Helfer. In diesem Bereich diagnostiziert der „Radar“ den größten relativen Zuwachs aller Branchen, bis 2029 dürften rund 2.100 Kräfte fehlen.
Auch beim Personal für Verkaufstätigkeiten sieht die Studie einen wachsenden Mangel – und zwar sowohl bei Fachkräften als auch bei Mitarbeitern ohne Fachkenntnisse in bestimmten Produktgruppen.
„Trotz weltwirtschaftlichen Gegenwinds kommt niemand an der Demografie vorbei: Unsere Unternehmen schaffen Beschäftigung, aber sie stoßen immer häufiger an die Grenzen des Arbeitskräfteangebots“, so IHK-Chefvolkswirt Dr. Udo Raab. „Wir werden alle Hebel nutzen – von Aus und Weiterbildung über bessere Vereinbarkeit bis zur gezielten Zuwanderung, damit die Wertschöpfung in der Region nicht an fehlendem Personal scheitert.“
Bayern im Überblick
Auch der gesamtbayerische Arbeitsmarkt bleibt eng: Für rund jede zweite offene Stelle gibt es keine passend qualifizierten Arbeitslosen. Besonders knapp bleiben beruflich qualifizierte Fachkräfte (2029: rund 130.000 fehlende Mitarbeiter). Insgesamt rechnet die Studie für das Jahr 2029 mit einer Lücke von rund 220.000 Personen über alle Qualifikationen hinweg. Sollte es dazu kommen, entspräche dies einem Verlust an Wertschöpfung im gesamten Freistaat von rund 25 Mrd. Euro. Beim Beschäftigungsaufbau sieht der Arbeitsmarkt-Radar innerhalb der kommenden drei Jahre diese Branchen vorne: IT und Informationsdienstleistungen (plus 65.000 Beschäftigte), Gesundheitswesen (plus 39.000) und öffentliche Verwaltung (plus 34.000). Rückgänge dürfte es u. a. in Gastronomie, Fahrzeugbau und Metall geben.
Nach Auffassung der IHK Nürnberg für Mittelfranken müssen die Beschäftigungspotenziale sowohl im Inland und als auch durch Zuwanderung ausgeschöpft werden:
Das inländische Potenzial sollte u.a. durch diese Maßnahmen besser genutzt werden: ältere Mitarbeitende länger im Erwerbsleben halten, Qualifizierung beschleunigen und durch mehr und flexiblere Kinderbetreuungsangebote die Erwerbsbeteiligung erhöhen (in Bayern arbeiten rund 50 Prozent der Frauen und elf Prozent der Männer in Teilzeit).
Durch gezielte Zuwanderung und Integration könnte der Anteil ausländischer Beschäftigter bis 2029 auf rund 22 Prozent steigen (2024: 19 Prozent).
Die IHK Nürnberg für Mittelfranken engagiert sich mit einer Vielzahl von Aktivitäten für Fachkräftesicherung und -einwanderung. Einige Beispiele: vielfältiges Angebot an Aus- und Weiterbildung, Netzwerke für moderne Personalpolitik sowie „Welcome Desk“ und „Firmenservice Internationale Fachkräfte“ als zentrale Anlaufstelle für Betriebe und ausländische Beschäftigte. Seit kurzem gibt es das Projekt „Integrations Mentoring“ von IHK und Senior Expert Service (SES), bei dem ehrenamtliche Mentorinnen und Mentoren neu zugewanderte Fachkräfte im Alltag begleiten, um ihnen das Ankommen und die Integration in Deutschland zu erleichtern. Im Aufbau ist das Work & Stay Center in Nürnberg, das die IHK gemeinsam mit Partnern als zentrale Anlaufstelle in Nürnberg vorantreibt.
detaillierter „IHK-Arbeitsmarkt-Radar“ mit Online-Tool: https://arbeitsmarktradar.bihk.de
IHK Nürnberg für Mittelfranken | Frauke Wille | Hauptmarkt 25/27 | 90403 Nürnberg
IHK, Geschäftsbereich Standortpolitik und Unternehmensförderung
Über die IHK Nürnberg für Mittelfranken
Die IHK Nürnberg für Mittelfranken ist eine unternehmerische Organisation zur Wirtschaftsförderung. Als unabhängige Selbstverwaltung der Wirtschaft erbringt sie Dienstleistungen für ihre Mitgliedsunternehmen, den Staat und die Region. Organisiert als Körperschaft des öffentlichen Rechts vertritt die IHK ausgleichend die Anliegen der gesamten Wirtschaft.
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Dienstag, 23. Dezember 2025
IHK warnt vor Phishing‑Mails zum Jahreswechsel
IHK Ostbrandenburg warnt Unternehmen vor gefälschten E-Mails zur „Aktualisierungspflicht Unternehmensdaten“
Aktuell kursieren betrügerische E‑Mails, die Unternehmen unter dem Betreff „Aktualisierungspflicht Unternehmensdaten“ zur Eingabe sensibler Angaben in ein scheinbares IHK-Portal auffordern. Die Nachrichten beziehen sich auf angebliche Registerprüfungen zum Jahresende und drohen mit kammer- und verwaltungsrechtlichen Konsequenzen, sollten Daten nicht fristgerecht „aktualisiert“ werden. Diese E‑Mails stammen nicht von der Industrie‑ und Handelskammer.
René Bast, Referent für Recht der IHK-Ostbrandenburg warnt: „Nicht klicken, nicht eingeben. Öffnen Sie keine Links, laden Sie keine Anhänge und geben Sie keine Zugangsdaten oder Unternehmensinformationen ein. Nutzen Sie ausschließlich bekannte Kanäle und die offiziellen Kontaktwege Ihrer IHK, wenn Sie Unsicherheiten klären wollen.“
Das Wichtigste auf einen Blick
IHK versendet keine solchen Aufforderungen zum Jahreswechsel. Offizielle IHK‑Kommunikation enthält keine pauschalen Jahresend‑Fristen zur „Datenaktualisierung“.
Auf die Absenderadresse achten. Prüfen Sie die vollständige E‑Mail‑Adresse sowie die verlinkte Internetadresse (URL). Betrüger nutzen oft täuschend ähnliche Domains oder verkürzte Links.
Keine allgemeinen Rundmails. Die IHK schreibt gezielt an konkrete Empfängeradressen. Unpersonalisierte Serienmails sind ein Warnsignal.
Die IHK Ostbrandenburg ist die größte Interessenvertretung der Wirtschaft zwischen Schwedt und Eisenhüttenstadt, zwischen Berlin und der Oder.
IHK Ostbrandenburg
Puschkinstraße 12b
15236 Frankfurt (Oder)
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